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Noch fahren am Gurnigel-Rennen keine Elektro-Rennwagen

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Das traditionsreiche Bergrennen am Gurnigel am 10. und 11. September findet zum 51. Mal statt. Ob bald einmal neben den Benzin-Boliden auch E-Rennwagen mitfahren, ist unklar.

Rennfahrer Marcel Steiner will die Motoren dröhnen hören. Er freut sich auf den Start. Für ihn ist der Parcours ein Heimrennen. Das Rennen am Gurnigel gewann er in seiner Kategorie bereits mehrmals. Von 2008 bis 2012 eroberte er als bisher letzter Berner sogar den Tagessieg.

«Die Strecke vermittelt eine ganz spezielle Atmosphäre», erklärt er gegenüber den FN. Bei schönem Wetter kommen bis zu 15’000 Zuschauer. Beim Rennen zum 100-Jahr-Jubiläum im Jahr 2010 zählte der Verein Bergrennen Gurnigel gar 20’000 Schaulustige.

Die Strecke ist 3,7 Kilometer lang. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h. Auf der Strecke erreichen die Fahrzeuge mit bis zu 500 PS eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Über 200 Fahrer haben sich in verschiedenen Kategorien angemeldet.

Kein Herz für E-Wagen

In den vergangenen Wochen konnte sich Steiner bei Rennen im schaffhausischen Oberhallau und in St-Ursanne auf seine Fahrt am Gurnigel einstimmen. «Ich will meinen Titel im Gantrisch verteidigen», erklärt er.

Wenn Marcel Steiner das Wort E-Auto hört, schluckt er zuerst einmal leer und meint dann: «Ich hoffe, dass wir weiterhin mit Verbrennungsmotor fahren werden. Der Ton der Motoren löst Emotionen beim Fahrer und den Zuschauern aus.»

Mit einer Anspielung auf die Ökobilanz fügt er schalkhaft hinzu:

Wenn wir am Gurnigel das Rennen fahren, hat es auf der Passstrasse weniger Verkehr als an einem schönen Sonntag.

Marcel Steiner

Das mit einem E-Fahrzeug-Rennen am Gantrisch sieht Raphael Zahnd, Leiter Tourismus bei der Organisation Naturpark Gantrisch, etwas anders als Marcel Steiner. «Wir würden es natürlich begrüssen, wenn man die Veranstaltung in Zukunft nachhaltiger gestalten würde, beispielsweise mit einer Kategorie E-Fahrzeuge.» 

Vielfalt am Gantrisch

Der Naturpark Gantrisch dient vielen Menschen als Erholungsgebiet. «Als Naturpark bewegen wir uns immer in einem Spannungsfeld zwischen dem Schutz der Natur, der Erhaltung und Förderung der Lebensqualität der Einheimischen und der regionalen Wirtschaft.» Das sei die Basis der nachhaltigen Entwicklung. Darum sagt Zahnd:

Entsprechend gibt es auch Veranstaltungen, die wir weder aktiv fördern noch unterstützen.

Raphael Zahnd

Das Gurnigel-Rennen hat eine lange Tradition in der Region und bei Fans und Aktiven in der Autorennszene. Das erkennt der Tourismusfachmann an. «Klar ist auch, dass ein lautes Autorennen mit grossem Logistikaufwand im Gegensatz zur nachhaltigen Entwicklung der Region Naturpark Gantrisch steht.»

Rennen hat Breitenwirkung

Das Rennen habe zudem eine überregionale Ausstrahlung. Während des Jahres würden viele Hobbyrennfahrer auf die Passstrasse gelockt. «Wir sind als Naturpark aber kein Naturschutzgebiet, sondern eine facettenreiche Region mit einer Bevölkerung, die ganz unterschiedliche Ansichten und Interessen hat.»

Motorsportlegende

Traditionsreiches Rennen

Das Bergrennen am Gurnigel ist gemäss dem Verein Bergrennen Gurnigel das älteste Bergrennen Europas. 1910 wurde der erste Wettbewerb organisiert. Von 1932 bis 1967 ruhte das Rennen. Seit 1968 findet das Motorsportspektakel zwischen Dürrbach und Gurnigelbad jährlich statt. In den beiden vergangenen Jahren musste es wegen der Covid-Pandemie ausgesetzt werden. Die Gantrisch-Passstrasse wird am 10. und 11. September von 6.30 Uhr und 20 Uhr gesperrt. ges

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