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Noch immer schneller als die Krise

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Winzig kleine Autoteile, komplizierte Elemente für Skibindungen und Durchflusszähler für die Kaffeemaschinen der Welt: Die Produktepalette der Bösinger Plastechnik AG ist breit. Sie ist 2012 in eine neue Produktionshalle eingezogen. Das Sensler Vorzeigeunternehmen war für die Jahresmedienkonferenz der Wirtschaftsförderung (WIF) mit Bedacht gewählt, ist sie doch ein Musterbeispiel der Arbeit der WIF: Diese half der Firma Liquiditätsengpässe zu mildern, ermöglichte für die Millioneninvestition Rückstellungen aus früheren Gewinnen und Zinszuschüsse. «Das hat uns über die schwierige Zeit geholfen», sagte Plastechnik-Senior-Chef Max Wohlhauser.

«Die neue Halle bietet uns eine massgeschneiderte Infrastruktur für die Zukunft», so Wohlhauser weiter. Auf den allgemeinen Preiszerfall und den Druck, die Produktion in Billiglohnländer zu verlagern, antwortete die Firma mit einem hohen Automationsgrad. Die Maschinen laufen 24 Stunden mehrere Tage am Stück und brauchen lediglich eine Programmierung sowie etwas Reinigung. Die Firma setzt auch auf Nischenprodukte wie Hybridteile aus Metall und Kunststoff sowie auf Mikroelemente mit Gewichten von 0,007 Gramm.

Robust und vielseitig

22 Unternehmen hat die WIF letztes Jahr betreut. Diese Projekte schaffen über 700 neue Arbeitsplätze und haben Investitionen von 120 Millionen Franken zur Folge. «Das ist angesichts der Schwierigkeiten der Wirtschaft insgesamt ein gutes Ergebnis», sagte WIF-Direktor Jean-Luc Mossier. 17 Projekte stammen aus der Schweiz, fünf sind Ausbauprojekte von einheimischen Firmen, wie etwa die Erweiterung der Produktionsstätten der Firma Bultech in Enney. Wei- tere 17 Projekte erhielten die Unterstützung der Neuen Regionalpolitik (NRP) von Bund und Kantonen, unter ihnen das Freilichtspiel in Murten.

«Es ist die Rolle des Staates, den Unternehmen Hindernisse aus dem Weg zu räumen und die Rahmenbedingungen zu verbessern», betonte Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen. Er zeigte sich zufrieden, dass die Arbeit der WIF offenbar geschätzt werde. Zu den Höhepunkten des letzten Jahres zählt er die Projekte der Firmen PharmaFocus und Glass2Energy, aber auch die Gründung der Tochtergesellschaft der US-Firma ON Semiconductor in Freiburg.

Mossier stellte klar, dass ein grosser Teil der Bemühungen seines Teams auf die Unterstützung der Freiburger KMU ausgerichtet ist. Die medienträchtigen Ansiedelungsprojekte von ausserhalb stellten nur einen Arbeitsbereich dar. Viel wichtiger seien die zahlreichen Instrumente, welche die WIF für die Hilfeleistung zugunsten von Freiburger Unternehmen zur Verfügung stelle, zum Beispiel Beratung für Unternehmen und der Bezug von Risikokapital.

Hinzu kommt die Innovationsförderung, namentlich im Zusammenhang mit der Blue Factory im früheren Cardinal-Areal. Dort seien 70 Arbeitsplätze geschaffen worden, so Mossier. Für den Innovationspark arbeiten damit zurzeit mehr Menschen als kurz vor der Schliessung für die Brauerei tätig waren, so Mossier.

63 Steuererleichterungen

Eine wichtige Neuerung im diesjährigen Jahresbericht war die Auflistung der Steuererleichterungen. Von 22 unterstützten Unternehmen erhielten drei eine finanzielle Hilfe in der Höhe von total 650 000 Franken. Sechs Firmen profitierten von einer teilweisen Steuererleichterung. Total kam der Staat letztes Jahr 63 Firmen entgegen, der Trend ist abnehmend. Eine Erhebung für 2011 zeigt, dass den total 74 unterstützten Unternehmen 60 Millionen Franken an Steuern erlassen wurden. Sie bezahlten für diese Periode noch einen Gesamtbetrag von 35 Millionen in die Staatskasse.

Zukunftsängste: Die Schatten des 9. Februars

D as Ergebnis wird unsere Arbeit erschweren», sagte Volkwirtschaftsdirektor und Staatsratspräsident Beat Vonlanthen gestern vor den Medien. Und er meinte die Einwanderungs-Abstimmung vom 9. Februar. Das Resultat verstärke den grossen Druck, unter welchem die Wirtschaft aufgrund des starken Frankens und hoher Produktionskosten schon seit Jahren leidet. Zurzeit gebe es seines Wissens zwar keine konkreten Anzeichen für Abwanderungsgelüste von Firmen, so Vonlanthen. Doch mittelfristig seien die Unternehmen verunsichert, und damit sei- en die bisher erzielten Erfol- ge der Wirtschaftsförderung gefährdet.

So drohten der Landwirtschaft, aber auch dem Gesundheitswesen grosse Rekrutierungsprobleme, sollte sich der Bund bei der Kontingentierung der Arbeitskräfte aus dem Ausland für eine Form der Versteigerung entscheiden. Dann würden die Niedriglohnbranchen in der Regel den Kürzeren ziehen, fasste er die Angst vieler Arbeitgeber zusammen. Neben personellen Problemen befürchten die Verantwortlichen auch grosse Schwierigkeiten bei Bildung und Forschung.

Die Freiburger Kantonsregierung will eine Task Force einsetzen, so Vonlanthen weiter, die sich mit den möglichen Folgen der Abstimmung auseinandersetzt und Lösungsansätze sucht. Ausserdem schrieb der Staatsrat dem Bundesrat einen Brief und bot seine Mitarbeit bei der Erarbeitung von Lösungen an. fca

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