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Noch ist der Patient HFR kerngesund

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Autor: Fahrettin Calislar

HFR-Generaldirektor Hubert Schaller würdigte die Mitarbeiterbefragung, welche das Spitalnetz letztes Jahr erstmals hat durchführen lassen: «Es war interessant, uns mit ähnlich grossen Schweizer Spitälern vergleichen zu können.» Als Problembereiche erkannten die Verantwortlichen einerseits den Lohn und andererseits die Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Er werte dieses Feedback positiv, «da die Mitarbeiter offenbar ihre Leistungen verbessern wollen». Deshalb habe man sich vorgenommen: «Auf die Ausbildung richten wir ein besonderes Augenmerk. Wir haben dieses Jahr das Budget erhöht, um möglichst rasch einen Effekt zu erreichen.» Andere Massnahmen würden folgen. Beim Lohn seien es vor allem Zulagen und Kompensationen, welche als ungenügend betrachtet würden.

Zwei Drittel sind zufrieden

Zwei von drei Angestellten beteiligten sich an der Umfrage. Als besonders wichtig und positiv bewerteten sie den Inhalt ihrer Arbeit und den Teamgeist. Sie unterschieden sich in diesen Punkten nicht von ihren Kollegen in anderen Schweizer Spitälern. Insgesamt seien zwei Drittel der Angestellten mindestens zufrieden, fasste Schaller das Ergebnis zusammen. Um am Ball bleiben zu können, wolle die Direktion solche Umfragen regelmässig durchführen.

Wie wichtig diese Sorge um das Humankapital ist, zeigt sich an den zunehmenden Problemen bei der Personalsuche. «In Zukunft werden wir wohl mehr Personalengpässe haben», befürchtet Schaller. Vor allem gute Ärzte seien rar und das Angebot auf dem Markt viel kleiner als die Nachfrage. Der medizinische Direktor Bernard Vermeulen verwies auf den Wechsel des Herzspezialisten René Prêtre von Zürich nach Lausanne. «Es ist ein Markt wie beim Fussball. Man kauft sich einen Spieler.»

Es drohen prekäre Engpässe

Eine weitere Herausforderung sei das stetige Bevölkerungswachstum, erläuterte Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre. Es mache den Spitälern immer mehr Arbeit. Dagegen müsse man etwas tun: «Der Staatsrat arbeitet einen Aktionsplan aus.» Es gehe darum, durch Investitionen beispielsweise in die Infrastruktur und die Ausbildung des Personals attraktive Argumente gegenüber interessierten Kaderärzten zu schaffen.

Pragmatisch zeigt sich die HFR-Führung auch in der Kopftuchdebatte. Es gebe einige wenige Angestellte mit Kopftuch, doch solange sie die Regeln der Hygiene und Sicherheit einhielten, werte man das Kopftuch nicht als Problem, so Direktor Schaller. Er verwies darauf, dass bis vor kurzem noch Ordensschwestern im Spital arbeiteten. «Das hat auch niemanden gestört.» Angesichts des Personalmangels müsse er flexibel sein: «Viele Patienten werden wohl lieber von einer Frau mit Kopftuch gepflegt als gar nicht.» Doch das Thema sei immer wieder im Gespräch.

Ein Armband soll falsche Behandlungen verhindern

Gleich an vier Standorten wurde 2010 gebaut. So erhielt das Spital Tafers eine Überwachungspflegestation und das Kantonsspital einen neuen Operationstrakt. In Merlach allerdings wurden die vorgesehenen Umbauvorhaben wegen Einsprachen verzögert. Im medizinischen Bereich wurde insbesondere in die Patientensicherheit investiert, ausserdem in die Ausbildung und die Informatik. Das HFR führte ein Armband ein, womit man Patienten sicher identifizieren kann, um Verwechslungen und falsche Behandlungen zu vermeiden. Aus demselben Grund wurden die Prozesse in der Medikamentenverordnung verändert. Schliesslich habe man den Kampf gegen Bakterien und Viren verstärkt, so Vermeulen: «Denn Krankheitserreger in Spitälern sind eine Realität. Bakterien sind leider intelligent und wehren sich gegen Antibiotika.»

Problem Personalsuche: Auch für die Freiburger Spitäler wird es immer schwieriger, gute Ärzte zu finden.Bild Charles Ellena

Statistik: Mehr ambulante Patienten

Die Behandlungszahlen in den sechs HFR-Standorten sind vor allem im ambulanten Bereich massiv angestiegen. Die Direktion geht von einem Plus von 7 Prozent aus. Besonders deutlich war in diesem Bereich die Benutzung der drei Notfallstationen Freiburg, Riaz und Tafers sowie der Permanence in Merlach. Innert eines Jahres stiegen dort die Zahlen um 50 Prozent. Das Pionierprojekt im Seebezirk wird laut Staatsrätin Anne-Claude Demierre ausgewertet und im Herbst vorgestellt. Die Erfahrungen können in die Entwicklung anderer Spitalstandorte einfliessen.

Im stationären Bereich stagnierten die Zahlen bei etwas über 20000 Fällen. Insgesamt angestiegen sind wegen der Engpässe bei der Pflege die Dauer und die Quote der Bettenbelegung. In Merlach befindet sich letztere weiterhin bei 94 Prozent. Leicht zurückgegangen ist die Quote in Tafers.

Mit den Finanzzahlen sind die Verantwortlichen überaus zufrieden. Bei einem Gesamtaufwand von 389 Millionen Franken lag das Ergebnis gegenüber dem Budget eine Million Franken im Plus. Sowohl der Aufwand als auch der Ertrag sind gestiegen. Direktor Hubert Schaller bewertete den kleinen Gewinn positiv. Aber: «Was ist schon eine Million Franken gegenüber dem Gesamtbetrag?» Der Beitrag des Kantons betrug maximal 173 Millionen Franken. Insgesamt arbeiteten Ende 2010 gegen 3000 Personen in den Freiburger Spitälern, drei Viertel von ihnen sind Frauen.fca

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