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Noch ist nicht alles bereit für die «Bösen»

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 Ein wenig überfordert, gar etwas eingeschüchtert wirken die Schaulustigen, die am Montagabend vor den Pforten des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes 2016 stehen. Noch bevor die erwarteten 250 000 Zuschauer aus der ganzen Schweiz am übernächsten Wochenende beim Militärflugplatz Payerne eintreffen, wollen sich Besucherinnen und Besucher ein Bild von der Szenerie machen. Mithilfe von Plänen und Karten versuchen sie, sich auf dem 90 Hektaren grossen Festgelände zurechtzufinden. Am Informationsstand versammelt sich eine Gruppe, wird mit Helm und Leuchtweste ausgestattet und begibt sich mit Tourguide Toni Vonlanthen auf eine Baustellenbesichtigung.

«Enorme Fortschritte»

Auf dem Gelände des Flugplatzes stehen viele Anlagen für das Schwing- und Älplerfest schon. Noch ist aber nicht alles bereit. Toni Vonlanthen führt die Besucher zum Herzstück des Eidgenössischen, der grossen Arène de la Broye (siehe Box). An dieser wird noch eifrig gearbeitet. Bauarbeiter und Soldaten schrauben an Überdachungen, bauen Sitze ein oder mähen den Rasen – auch das Sägemehl fehlt noch. Toni Vonlanthen führt seine Gruppe weiter, vorbei an unzähligen Festzelten, dem Gabentempel bis hin zum Stall, wo der Siegermuni gemütlich Heu frisst. «Das Gelände ist unglaublich weitläufig. Viel grösser als vor drei Jahren in Burgdorf», sagt Vonlanthen. Zurück am Informationsstand nehmen Bernard und Odette Senn aus Guschelmuth die Gruppe in Empfang. Das Ehepaar koordiniert die Führungen über das Festgelände. Vor einigen Wochen sahen sie das Gelände zum ersten Mal. «Damals stand noch nicht allzu viel», erklärt Bernard Senn. Nun sehe das Ganze schon viel besser aus: «enorm, welche Fortschritte sie in der kurzen Zeit gemacht haben.»

Im Gegensatz zur grossen Arena ist im Gabentempel schon alles bereit. Privatpersonen und Firmen aus der ganzen Schweiz haben Preise in einem Gesamtwert von rund einer Million Franken beigesteuert – etwa Autos, Fitnessgeräte oder handgeschlagene Treicheln. Sogar der Flug mit einer Mirage – einem früheren Kampfflugzeug der Schweizer Luftwaffe winkt einem Schwinger–wobei dieser Preis Athleten vorbehalten ist, die den achten Gang erreichen und weniger als 105 Kilogramm wiegen. Einer der Verantwortlichen im Gabentempel ist der Sensler Roland Riedo. Seit Sommer 2015 organisierte er Preise für die Schwinger, die nun im Gabentempel stehen. «Für mich ist es Ehrensache, dass ich am Eidgenössischen im eigenen Kanton mithelfe», sagt der ehemalige Schwinger, der selber an vier nationalen Schwingfesten teilgenommen hat. Immerhin sei das letzte Eidgenössische im Kanton fast 60 Jahre her. Für die Arbeit beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest hat sich Riedo, der nebenbei als Postbote arbeitet, extra freigenommen. «Die Arbeit ist streng und geht an die Substanz. Aber das Mithelfen ist schliesslich meine Pflicht», findet Riedo.

Bis zum Start des Schwing- und Älplerfests am 26. August bleibt nicht mehr viel Zeit. Viele freiwillige Helfer, der Zivilschutz, die Armee und ehemalige Schwinger stellen jedoch sicher, dass bis in knapp zehn Tagen alles bereit ist, wenn Stucki, Sempach und Wenger im Sägemehl aufeinandertreffen.

 

 

Zahlen und Fakten

Grösste temporäre Arena der Welt

«Arène de la Broye» heisst die Arena, das Herzstück des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests Estavayer. Vom 26. bis 28. August messen sich dort die 280 besten Schwinger der Schweiz. Die Arena fasst über 52000 Zuschauer. Damit ist sie laut den Organisatoren die grösste temporäre Arena der Welt. Die sechs Teiltribünen sind je 18 Meter hoch. Fünf stehen symbolisch für die regionalen Schwingverbände – den Nordostschweizer, den Innerschweizer, den Bernischen, den Nordwestschweizer und den Südwestschweizer Verband – die sechste ist die Ehrentribüne. Bauarbeiter sowie Angehörige der Armee und des Zivilschutzes verbauen in der Arena 2900 Tonnen Material. «Ein Teil des Materials war beim Grossen Preis von Monaco im Einsatz», sagt Tourguide Toni Vonlanthen. 14 Wochen nehmen die Aufbauarbeiten in Anspruch.lp

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