Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Noch keine Annäherung beim Streik von Marsens

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In der Wäscherei der psychiatrischen Klinik Marsens wird seit Freitag gestreikt, weil der Kanton den Betrieb an die Firma Blanchisseries Générales auslagern will. Die Angestellten befürchten Lohneinbussen (FN vom Samstag).

Auch gestern haben sich die beiden Seiten nicht angenähert. Die Staatsräte Anne-Claude Demierre (SP) und Georges Godel (CVP) hatten den Streikenden und den Gewerkschaften Verhandlungen angeboten, falls der Streik beendet würde. Der Personalverband der öffentlichen Dienste (VPOD) hatte im Gegenzug Verhandlungen angeboten, falls der Staatsrat bereit ist, über eine Weiterbeschäftigung der Angestellten in einem anderen Staatsbetrieb zu verhandeln. Beide Seiten wollten bis gestern nicht auf die Forderungen des Gegenübers eingehen. Claudia Lauper, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesundheitsdirektion, sagte, das Angebot des VPOD sei dem Staatsrat unterbrei- tet worden. Heute Dienstag werden die Streikenden den Staatsrat nach dessen ordentlicher Sitzung mit ihren Anliegen konfrontieren.Die Streikenden glauben, mit der dreckigen Wäsche ein Druckmittel zu haben, aber die Direktion des Netzwerks hat die über das Wochenende angefallene Wäsche den Blanchisseries Générales gegeben. Dieses Vorgehen zum Durchbrechen des Streiks sei inakzeptabel, so der VPOD. «Wir wollen die minimale Leistung gewährleisten, damit die Patienten nicht darunter leiden», sagt Claudia Lauper.

An einer Pressekonferenz vertrat der VPOD gestern den Standpunkt, das Vorgehen des Staatsrats widerspreche dem Personalgesetz. Dort heisse es nämlich, dass bei einer Streichung von Stellen die Angestellten Anrecht auf eine gleichwertige Stelle in einem Staatsbetrieb hätten. Auch die Gesundheitsdirektion hatte am Freitag unter Berufung auf das Personalgesetz geschrieben, der Streik sei illegal.

Der Direktion scheint es mit der Personalbegrenzung nicht möglich, allen Angestellten der Wäscherei eine neue Stelle zu geben. Der VPOD glaubt aber, dass es für zehn oder elf Personen (vier werden pensioniert), bis Ende Jahr möglich sei, Stellen freizumachen.

VPOD-Sekretär Gaétan Zurkinden sagte, Marsens sei nur ein Vorbote für das, was der Wäscherei des Freiburger Spitals drohe. Man habe von einer Zusammenlegung der Wäschereidienste gesprochen, nun lagere man diejenige Wäscherei mit der modernsten Anlage aus.

Mehr zum Thema