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Noch sind Lehrstellen frei . . .

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Noch sind Lehrstellen frei . . .

Wenn das Angebot nicht der Nachfrage entspricht

Maurer, Zimmermänner, Bäcker und Käser finden allemal noch eine Lehrstelle. Schwieriger wird die Suche in den Bereichen Gesundheit, Verkauf und Automechanik: Im Kanton Freiburg haben noch rund 300 Jugendliche keine Lehrstelle gefunden.

Von IRMGARD LEHMANN

In der «Maurerhalle» an der Route de la Prairie (Nähe Polytype) in Freiburg wird trotz Hitze fleissig gepflastert. Rund 30 Maurerlehrlinge sind am Werken – darunter auch die zwei deutschsprachigen Pius Emmenegger aus Giffers und Beat Thossy aus Liebistorf. Beide sind begeistert von ihrem «Job». Warum? «Weil wir gerne draussen arbeiten und mit den Händen was tun wollen», sagen sie unisono.

Der 16-jährige Pius Emmenegger hat sich die Wahl nicht leicht gemacht und im Vorfeld auch als Zimmermann und als Sanitär geschnuppert. «Für den Maurerberuf hab ich mich entschieden und bin heute noch überzeugt, das Richtige gewählt zu ha-ben», sagt der 16-Jährige, der in Plaffeien die Sekundarschule besucht hat.
Anders Beat Thossy. Bereits nach der 2. Realklasse habe er gewusst, dass er Maurer lernen wolle. «Durch Verwandte bin auf den Beruf gestossen.»

Respektabler Lehrlingslohn

Ob nicht auch die gut bezahlte Lehrstelle (1. Lehrjahr Fr. 1000.-, 2. Lehrjahr Fr. 1600.-, 3. Lehrjahr 2200.-) zum Entscheid beigetragen habe? «Wer des Geldes wegen eine Maurerlehre beginnt, ist bald wieder weg», sagt Beat Thossy und sein Kollege Pius stimmt zu. Die dreijährige Lehre stellt allerdings erste Anforderungen an die Jugendlichen. Immerhin ist bereits um 6.30 beziehungswiese um 7.00 Uhr Arbeitsbeginn. «Die Arbeit ist für jene mühsam, die während der Schulzeit nie körperlich gearbeitet haben», bemerkt Pius Emmenegger. Doch er und sein Kollege haben bereits während der Schulzeit handwerklich gearbeitet – im Stall und in Betrieben. Nebst der Berufsschule und praktischer Arbeit beim Lehrmeister im Betrieb verbringen die Lehrlinge einige Wochen im Jahr in der «Maurerhalle» (Maurerausbildungszentrum des Baumeisterverbandes). «Pro Lehrjahr sind es rund 45 Lehrlinge – darunter knapp 10 deutschsprachige», sagt Kuno Philipona, Leiter der Ausbildungsstätte. Eigentlich zu wenig. «Trotz der stagnierenden Baubranche würden 60 Ausgebildete pro Jahr ohne weiteres einen Arbeitsplatz finden.»

Handwerker nach wie vor gesucht

Die jährliche Anzahl liegt lediglich bei 45, weil rund 10 bis 20 Prozent der Jugendlichen die Lehre abbrechen.

Wie Philipona erklärt, haben auch Jugendliche aus einer Werkklasse eine Chance, die Maurerlehre zu absolvieren. «Sie haben die Möglichkeit einen einjährigen Vorkurs zu besuchen, bevor sie die dreijährige Lehre antreten.»

Eine einzige Frau

Und wie steht es mit dem Anteil der Frauen? «Leider minim», bemerkt Philipona. «Seit ich hier bin – und das sind immerhin 25 Jahre – hat eine einzige Frau abgeschlossen.»

Im Kanton Freiburg bieten rund 80 Baufirmen Lehrstellen an, davon 25 allein im Sense- und Seebezirk. Noch sind Lehrstellen frei.

Anfrage Lehrstellen: «Maurerhalle», Kuno Philipona, Tel 026 425 58 00
3000 Jugendliche
jedes Jahr

Im Kanton Freiburg schliessen jedes Jahr rund 3000 Jugendliche die obligatorische Schulzeit ab. Davon machen in etwa 1600 eine Lehre. Die andern 1400 wiederum entscheiden sich für ein Studium oder schalten ein Zwischenjahr ein.

Wie Marc Chassot, Vorsteher des Amtes für Berufsberatung, sagt, haben 315 Jugendliche, welche die obligatorische Schulzeit demnächst abschliessen, noch keine Lehrstelle gefunden.

Freie Lehrstellen im Bausektor

Grundsätzlich sind jedoch genügend Lehrstellen vorhanden. Doch entspricht das Angebot nicht unbedingt der Nachfrage. Freie Lehrstellen gibt es noch im Bau- (Maurer, Zimmermann, Schreiner) und Lebensmittelsektor (Bäcker, Käser). Lehrstellen fehlen allerdings in den Bereichen Verkauf, Automechanik, technischer Zeichner, Kaufmännische Berufe, Gesundheitswesen (Arztgehilfin).

Mitte Juni waren noch rund 220 Stellen unbesetzt. il

Infos: www.berufsberatung.ch

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