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Noch vier mögliche Käufer für Schloss im Rennen

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Eine erste Auswahl ist getroffen, nun sind noch vier Bewerber im Rennen. Bis Ende Jahr soll klar sein, wer das Schloss Münchenwiler kauft und das Umland im Baurecht erhält.

Vor über 15 Jahren hatte der Berner Regierungsrat entschieden, die Schlösser in seinem Besitz zu veräussern. Zuerst in Thun und dann an weiteren Orten ist das schon geschehen, jetzt ist der Prozess für das Schloss Münchenwiler angelaufen.

An einem gut besuchten Informationsabend orientierten die Gemeinde, aber auch Vertreterinnen und Vertreter des Kantons sowie des von ihm beauftragten Büros über den Stand der Dinge.

Verkaufspreis 2,3 Millionen Franken

Daniel Conca, Bereichsleiter im bernischen Amt für Grundstücke und Gebäude, informierte darüber, dass das Schlossgebäude verkauft und das Grundstück diesen Käufern im Baurecht übertragen werden soll. Dazu soll die heutige Zone von öffentlichem Interesse in eine eigentliche Schlosszone umgewandelt werden. Ein Baurechtsvertrag für das Grundstück enthalte Bedingungen und gebe dem Kanton als jetzigem Besitzer noch die Möglichkeit, zu einem gewissen Grad mitzureden.

Conca sprach von einem Verkaufspreis von 2,3 Millionen Franken und einem Baurechtszins von 50’000 Franken, den man sich zum Ziel gesetzt hatte. «Es geht nicht darum, das Schloss zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen. Mit 2,3 Millionen Franken sind wir in der Komfortzone, und darüber hinaus entscheiden dann qualitative Elemente bei der Vergabe.»

Weiterhin Hotelnutzung

Wenn auch noch kein detailliertes Konzept stehe, so könne man davon ausgehen, dass im Schloss wie bisher eine Hotelnutzung weitergeführt werde. Conca erwähnte aber auch das Interesse der Gemeinde und der Kirchgemeinde, sodass die öffentliche Zugänglichkeit erhalten bleibe. «Sonst kommt eine Zonenänderung bei der Gemeinde wohl nicht durch», sagte er. Auch die Nutzung der Kirche beispielsweise für Hochzeiten sei nicht infrage gestellt. «Dazu gibt es Dienstbarkeiten im Grundbuch, und die bleiben bestehen.»

Sebastian Mävers vom beauftragten Büro Ecoptima orientierte über den Stand der Suche nach einem Käufer. Er sprach von einem zweistufigen Verfahren. Nachdem der Verkauf des Schlosses öffentlich ausgeschrieben worden ist, sind in der Präqualifikation Dossiers eingegangen. Das Interesse sei gross gewesen. Die Verantwortlichen hätten die Eingaben bewertet und nach der Bewertung vier Anbieter ausgewählt. Diese erste Phase ist somit abgelaufen.

Jetzt braucht es Konzepte

Nun läuft gemäss Sebastian Mävers die Angebotsstufe mit dem Aussuchverfahren an. «Die Anbieter werden gebeten, ein Konzept mit fundierten Aussagen einzureichen, was sie als künftige Eigentümer mit dem Schloss machen wollen und was mit dem Umland passieren soll. Auch die Wirtschaftlichkeit wird geprüft. Es braucht ein Betriebskonzept, um aufzuzeigen, dass der künftige Betrieb längerfristig wirtschaftlich tragbar ist.»

Diese Angebotsstufe soll bis Ende Jahr beendet sein. Ein Ausschuss wird bis dahin prüfen, welches der beste Lösungsvorschlag für das Schloss ist. Danach nehme der Kanton mit dem künftigen Käufer Verhandlungen auf, ein Kaufvertrag wird erstellt und anschliessend unterzeichnet. Der neue Käufer könnte somit etwa auf Anfang 2025 kommuniziert werden, so Mävers.

Schlosszone vorgesehen

Ein anderes Verfahren stellt die Zonenplanänderung dar, wie Barbara Bütikofer vom Planungsbüro sagte. Dieses dürfte mehrere Jahre dauern, und am Ende wird die Gemeindeversammlung zur Zonenänderung das letzte Wort haben. «Die heutige Zone für öffentliche Nutzung kann nicht für eine künftige private Nutzung verwendet werden.»

«Die heutige Zone für öffentliche Nutzung kann nicht für eine künftige private Nutzung verwendet werden.»

Barbara Bütikofer
Planungsbüro

Derzeit liegen gemäss Bütikofer zwei Varianten auf dem Tisch. Im Mittelpunkt stehe die Bildung einer neuen Schlosszone. Dazu sei in den letzten drei Monaten schon ein Entwurf ausgearbeitet worden. Gemeinderat Hans Richard präsentierte Grundzüge eines dazugehörigen Baureglements. So müsse beispielsweise die Schlosszone gewisse Ortsansichten und Aussichtslagen der Umgebung bewahren.

Eine Schlosszone lasse dem künftigen Schlossherrn einen gewissen Spielraum, so Bütikofer. Darüber werde man mit dem Käufer diskutieren, sobald dieser feststeht. Möchte dieser das Areal noch etwas weiter entwickeln als heute, wäre zusätzlich zu dieser Schlosszone noch die Durchführung eines qualitätssichernden Verfahrens für «mehr Eingriffstiefe» möglich, betonte sie. Dies würde aber etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Informationen zu den in Frage kommenden Käufern konnten die Verantwortlichen des Kantons keine geben. Gemäss Conca gingen aber alle in Richtung Weiterführung des bestehenden Hotelbetriebs, wobei sich die Bewerber in Grösse und detailliertem Konzept unterscheiden. Mävers betonte, dass die heute vorliegenden Konzepte in der jetzigen Phase sich noch verändern könnten.

Weder aus China noch aus Russland

Conca betonte, dass der künftigen Käuferschaft aber nicht zu starke Einschränkungen auferlegt werden könnten. Diese müsse den Betrieb wirtschaftlich gestalten können.

Aus der Versammlung kam die Frage, ob nicht etwa ein «Russe oder Chinese» das Schloss kaufen werde. «Das ist ausgeschlossen! Das kann ich versichern», entgegnete Kantonsvertreter Daniel Conca.

Gemeinderat Hans Richard betonte, dass die Bevölkerung von Münchenwiler einen starken Bezug zum Schloss und seinem Park habe. Es handle sich um ein 900 Jahre altes Objekt. «20 Jahre hing die Zukunft des Schlosses etwas in der Luft», sagte er. «Es ist nun das Ziel, jemanden zu finden, der das Schloss stabilisiert.»

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