Schwarzsee 09.03.2018

Januarloch und Februarkälte

Im Dezember und Februar leuchteten die Eispaläste, der Januar fiel dem Sturm und Regen zum Opfer.
Die Saison der Eispaläste Schwarzsee ist mit dem ersten Tauwetter Anfang März zu Ende gegangen. Schwarzsee Tourismus ist zufrieden, obwohl die Paläste im Januar geschlossen bleiben mussten.

«Unter dem Strich war es eine gute Sache», fasst Adolf Kaeser, Direktor von Schwarzsee Tourismus, die erste Saison der Eispaläste unter seiner Leitung zusammen. Nachdem Karl Neuhaus die Paläste nach langjähriger Tätigkeit an das Team von Kaeser übergeben hatte, «waren wir alle etwas auf Nadeln», so der Direktor. Er habe sich die Grundsatzfrage gestellt: Können wir das alles bewältigen?

Nun ist die erste Saison zu Ende und der Januar ein dunkler Punkt im klaren Eis. «Das stürmische und regnerische Wetter war wie Gift für das Eis. Es hat dafür gesorgt, dass die Paläste im Januar geschlossen blieben. Das Angebot in dieser Zeit wäre ungenügend gewesen», sagt Kaeser.

Kalter Februar als Belohnung

Für den Dezember und den Februar, als die eisige Pracht für die Besucher bereit war, zieht Schwarzsee Tourismus eine gute Bilanz. «Die Kälte im Februar hat uns in die Karten gespielt. Gerade das letzte Wochenende bescherte uns nochmals zwei super Tage.» Die Buvette habe auch sehr gut funktioniert und sei ein idealer Treffpunkt gewesen.

Kränzlein für das Team

Vieles war neu für die vielen Arbeitskräfte rund um die Eis­paläste in Schwarzsee. Trotz Rückschlag im Januar hebt der Direktor den unermüdlichen Einsatz seines Teams hervor: «Es haben sich alle schnell gefunden und super zusammengearbeitet. Ich will meinem Team ein Kränzlein winden.»

Kaeser kann auch bereits eine grobe finanzielle Einschätzung machen. Der Direktor spricht von einer ausgeglichenen Bilanz. Das Loch im Januar sei spürbar; hinzu kämen erhöhte Kosten, bedingt durch kleine Veränderungen. In diesem Jahr habe sich Schwarzsee Tourismus weniger auf Details im Eis konzentriert, sondern mehr auf die Beschaffenheit an sich. «Wir hatten dieses Jahr klareres Eis, und dazu haben wir auch noch ein paar Veränderungen bei der Beleuchtung umgesetzt», erklärt Kaeser. Er betont: «Die Lohnkosten zeigen sich in dieser Rechnung, aber man muss da auch noch das Herzblut der freiwilligen Arbeiter erwähnen.» Alle seien stolz auf diese Saison, auf die Märchenwelt, die einmal mehr «Besucher aus aller Welt» verzaubert habe.

Positive Rückmeldungen

«Viele Leute waren speziell interessiert, ob sich nach dem Rückzug von Karl Neuhaus viel verändert hat», sagt Kaeser. Die Rückmeldungen der Gäste seien dann aber sehr positiv gewesen. Einige seien mehrmals zu Besuch gekommen oder hätten sogar noch Ideen für die Zukunft mitgebracht.

Auch auf den Online-Kanälen und via Social Media zeigten sich die Leute nach dem Besuch glücklich. Das stimmt Adolf Kaeser positiv für die nächsten Jahre. Er weiss: «Diese Welt des Eises ist fantastisch und einfach ein Liebling bei den Leuten.»

Ausblick

Warten auf Bewilligungen

Wie geht es weiter mit den Eispalästen in Schwarzsee? Diese Frage konnte Adolf Kaeser noch nicht richtig beantworten. Nach dem Wechsel, nach 32  Jahren Karl Neuhaus, wolle man nun auch den neuen Gesetzesgrundlagen vollends gerecht werden. «Die Verhandlungen mit den zuständigen Ämtern laufen», sagt der Tourismusdirektor. Einen vollen Ideenkatalog hätten sie auch, jedoch werde jetzt zuerst abgewartet. «Diese Ideen sind zwar nicht alle geheim, aber wir wollen zuerst das Thema Bewilligungen regeln», so Kaeser. Falls dieses Jahr noch keine Lösung auf dem Tisch sei, wären die Eispaläste in ähnlicher Weise wie diese Saison auch ab Dezember 2018 bis März 2019 wieder zu bestaunen.

jwe