Bösingen/BULLE 23.03.2018

Alles bereit für eine sichere Viehschau

Für Hans Aebischer, den OK-Präsidenten der Expo Bulle, sind seine Tiere sein Ein und Alles.
An der Holstein- und Red-Holstein-Ausstellung Expo Bulle werden morgen 350 Tiere sowie zwischen 3500 und 4000 Zuschauer erwartet. Die Tierkrankheit BVD bereitet dem OK-Präsidenten Hans Aebischer für die Ausstellung keine Sorge.

Am morgigen Samstag geht im Espace Gruyère in Bulle die nationale Ausstellung der schweizerischen Zuchtverbände der Rinderrassen Holstein und Red Holstein – die Expo Bulle – über die Bühne. Dies im Unterschied zum letzten Jahr, in dem die Ausstellung wegen der Tierkrankheit Bovine Virus-­Diar­rhoe (BVD) aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt werden musste (die FN berichteten). An der diesjährigen Expo Bulle werden 230 Holstein-Kühe und 120 Red-Holstein-Kühe erwartet, insgesamt also 350 Tiere. Laut dem OK-Präsidenten Hans Aebischer aus Bösingen sind das tendenziell etwas mehr als vor zwei Jahren. Ungefähr sechzig Prozent der Kühe im Katalog der Expo Bulle stammten aus dem Kanton Freiburg. Die Kantone Bern und Waadt seien ebenfalls stark vertreten.

«Sicherheit verstärkt»

«Die Zahl der angemeldeten Tiere zeigt, dass sich die Absage der Expo Bulle vor Jahresfrist nicht negativ auf den Anlass ausgewirkt hat», sagte OK-Präsident Hans Aebischer den FN. Betreffend die Tierkrankheit BVD bestehe auch keinerlei Anlass zur Sorge mehr. «Wir haben die Sicherheitsmassnahmen verstärkt, damit die ganze Ausstellung ohne Risiko stattfinden kann», so Aebischer. Laut dem OK-Präsidenten wurde im Vorfeld der Expo Bulle von jedem aufgeführten Tier eine Blutprobe entnommen. «Dieses Jahr haben wir die Frist für diesen Bluttest sogar noch zeitnäher zur Expo Bulle angesetzt, was zusätzliche Sicherheit schafft», so Aebischer.

Sämtliche Züchter, die in Bulle mit ihren Tieren vorfahren, müssten die Bestätigung für den Bluttest vorweisen. Ohne dieses Dokument könne niemand die Tiere ausladen. Die Krankheit BVD stelle für den Menschen keinerlei Gefahr dar. Schaden gebe es jedoch bei den betroffenen Herden, und damit verbunden seien auch Finanzeinbussen bei den Züchtern. Der Kanton Freiburg betreibe die BVD-Prävention allerdings vorbildlich und wie vom Bund vorgeschrieben, sagt Hans Aebischer.

Experte aus Kanada

An der Expo Bulle werden vier Champion-Titel vergeben: für den Holstein-Junior, den Red-Holstein-Junior sowie für die nationalen Holstein- und Red-Holstein-Siegerkühe. Ausserdem sind zwei Euterchampion-Titel zu gewinnen. In jeder Kategorie erhalten die drei Erstplatzierten eine Glocke.

Als «Junioren» gelten jene Tiere, die erst einmal gekalbt haben. Beurteilt werden die aufgeführten Tiere vom kanadischen Zuchtexperten Joël Lepanche. Die Veranstalter erwarten morgen Samstag zwischen 3500 und 4000 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz. Insgesamt wirken neben dem siebenköpfigen Organisationskomitee (OK) rund 40 Helfer mit.

Zwei Verbände

Die Ausstellung wird von den zwei Zuchtverbänden organisiert, bei denen Holstein und Red Holstein eingeschrieben werden können: Holstein Swi­tzer­land und Swiss Herdbook. Dass es zwei solche Verbände gibt, hat laut dem OK-Präsidenten Hans Aebischer historische Gründe. Denn früher seien die Red Holstein beim Schweizerischen Fleckviehverband angeschlossen gewesen. Das Einvernehmen zwischen den beiden Verbänden sei jedoch gut, betont Aebischer.

Espace Gruyère, Bulle. Samstag, 24. März, 9.30 Uhr.

«Ungefähr sechzig Prozent der Kühe stammen aus dem Kanton Freiburg.»

Hans Aebischer

OK-Präsident