Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Notfall-Patienten sind verunsichert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Bei der Spitex Sense sind in letzter Zeit Anfragen von Klienten eingegangen, die sich nicht sicher waren, ob der Notfallbetrieb in Tafers überhaupt noch läuft oder nicht. «Wir haben uns daraufhin beim Spital vergewissern lassen, dass dieser immer noch rund um die Uhr in Betrieb ist, und haben die Klienten entsprechend informiert», sagt Hugo Baeriswyl, Geschäftsleiter der Spitex Sense. Er nimmt an, dass der Unsicherheit eine Vermischung der Informationen vorausgegangen ist. Denn seit Mitte September sind in Tafers der Betrieb der Überwachungsstation sowie der Operationsbetrieb nachts und an den Wochenenden eingestellt. Diese sogenannten Sofortmassnahmen hatte der Verwaltungsrat des Freiburger Spitals HFR im Vorfeld bereits mehrmals angekündigt. Sie sollen helfen, das 15-Millionen-Franken-Defizit des HFR für dieses Jahr zu reduzieren (die FN berichteten).

Gegensteuer geben

Auch Anton Merkle, Arzt in Düdingen und Präsident der Sensler Ärztevereinigung, ist von seinen Patienten schon oft mit der Frage nach der Notfallsituation konfrontiert worden. In solchen Fällen wolle er «natürlich Gegensteuer geben» und versichere den Patienten, dass der Notfallbetrieb nach wie vor rund um die Uhr einwandfrei funktioniere.

Die Unsicherheit der Patientinnen und Patienten, so Anton Merkle, sei aber mehr eine Angst davor, was mit dem Standort Tafers allgemein passieren werde. «Ich spüre eine ganz tiefe Wut der Bevölkerung gegenüber den dort getroffenen Massnahmen.» Ob die Anzahl der Notfall-Patienten wegen der Verunsicherung rückläufig sei, sei schwierig zu sagen, erklärt Raphael Kessler, Chefarzt am Spital Tafers. «Weil der Notfalldienst sehr fluktuierend ist», erklärt er. Anton Merkle, der zwischendurch am Wochenende im Notfall in Tafers arbeitet, hat nicht den Eindruck, eine Veränderung feststellen zu können. Ob Zahlen dazu existieren, konnte das HFR gestern nicht sagen.

Task Force

Telefonische Anfragen, ob der Notfall in Tafers überhaupt noch betrieben werde, hat Raphael Kessler auch schon einige erhalten. Gedanken macht ihm, dass sogar paramedizinische Dienste wie die Spitex unsicher sind. «Da muss man reagieren», sagt er. Es gehe ihm darum, nicht nur wie bisher zu betonen, was in Tafers nicht mehr existiere, sondern «im positiven Sinne klar zu sagen, was in Tafers weiterhin angeboten wird».

Dass sich nun eine Sensler Task Force für das Spital Tafers stark macht (FN vom Dienstag), freut Anton Merkle, der sich seit Bekanntgabe der neuen HFR-Strategie gegen die Schliessung der Akutversorgung in Tafers wehrt. Nun sei das Engagement für das Akutspital Tafers koordiniert, und die richtigen Leute dafür seien vereint.

Ambulanz muss abwägen

Auf den Arbeitsablauf der Ambulanz Sense hat es einen Einfluss, dass seit Mitte September in Tafers nachts und am Wochenende keine Operationen mehr stattfinden. «Je nach Verletzungsmuster müssen wir schauen, ob wir den Patienten nach Tafers bringen oder nicht», sagt Jean-Pierre Boschung, Leiter des Ambulanzdienstes Sense. Er halte in Zweifelsfällen immer Rücksprache mit Tafers, erklärt Boschung. Ob die Einführung der Sofortmassnahmen im Arbeitsalltag stark spürbar sind, kann er aufgrund der fehlenden Erfahrungswerte nicht sagen.

Mehr zum Thema