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Null Bock im Berghotel

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Ab der kommenden Woche verwandelt sich das Kellerpoche Freiburg für zwölf Abende in die Bar eines Berghotels, des Berghotels «Alpenrose», um genau zu sein, des Schauplatzes von Hansjörg Schneiders «Alpenrosentango». Fast auf den Tag 25 Jahre nach der Uraufführung im Stadttheater Bern (damals in der schweizerdeutschen Fassung «Altwiibersommer» mit Stefanie Glaser in der weiblichen Hauptrolle) wagt sich die Deutschfreiburgische Theatergruppe (DFTG) an eine Neuinszenierung des Stücks.

Regisseurin Brigitte Bissegger hat das Stück zusammen mit dem Vorstand der DFTG ausgewählt. Äussere Zwänge wie die besonderen räumlichen Verhältnisse im Kellertheater und die Zusammensetzung des sechsköpfigen Ensembles hätten dabei eine wichtige Rolle gespielt, so Bissegger. Das Stück habe sie aber auch aus anderen Gründen überzeugt: «Hansjörg Schneider schreibt tolle Theaterdialoge, mit Sätzen, die auf den ersten Blick einfach scheinen, mit der Zeit aber immer mehr Tiefe gewinnen.» Reizvoll sei auch der Wechsel zwischen lustig-parodistischen und ernsthaft-berührenden Szenen, der es schwierig mache, das Stück einer bestimmten Schublade zuzuordnen. Und schliesslich gefalle ihr, so die Regisseurin weiter, die Mischung mit der Tangomusik, die den Weltschmerz des Hauptdarstellers so gut spiegle – im Kellerpoche live gespielt von der Akkordeonistin Sabine Gysi.

Junger Mann, reife Dame

Der Schweizer Dramatiker Hansjörg Schneider, bekannt geworden unter anderem mit dem «Sennentuntschi» und den Kommissär-Hunkeler-Krimis, erzählt in «Alpenrosentango» die Geschichte der fantastisch-verrückten Liaison zwischen einem jungen Mann und einer reifen Dame: Der junge Stephan verbringt mit seiner Mutter einige Tage im Berghotel «Alpenrose». Die Mutter erhofft sich von dem Aufenthalt, ihren Sohn aus seiner provokativen Null-Bock-Stimmung herauszuholen. Drei junge Frauen, ein Psychiater, ein Nationalrat und ein Oberst sollen ihr dabei helfen, doch alles, was sie damit erreicht, ist, dass Stephan seine depressive Laune noch stärker zelebriert und die anderen Gäste damit vergrault.

Nur eine Person schafft es, an den jungen Mann heranzukommen: eine ältere Dame, die sich Natascha nennt und als ungarische Baronin ausgibt. Zu den Rhythmen des Tangos nimmt sie Stephan mit auf eine Fantasiereise voller Spiel- und Lebensfreude, eine Art Trip, auf dem Stephan in die Rolle des Barons von Esterhazy schlüpft und die beiden verwandten Seelen sich näherkommen. Der Traum endet abrupt, als Natascha sich als einfache Wäscherin zu erkennen gibt. Wie wird Stephan damit umgehen?

Ohne Firlefanz rückt Brigitte Bissegger diese Handlung in den Mittelpunkt ihrer Inszenierung: Das Stück handle von der Fähigkeit, den Moment intensiv zu leben, so die Regisseurin. Das wolle sie mit ihrem Ensemble vermitteln.

Eichhörnchen und Gämse

Das Bühnenbild habe sie bewusst einfach gehalten. Als Blickfang dienen ausgestopfte Tiere – ein Eichhörnchen, ein Schneehuhn und ein Gämskopf – die einerseits für die Alpenwelt stehen, andererseits für marionettenhafte Menschen, wie Stephan sie erlebt.

Seit Anfang Juni sind die zwei Schauspieler (Olivier Hänni und Detlef Staude), die drei Schauspielerinnen (Gerti Haymoz, Priska Benninger und Ramona Fritschi) und Akkordeonistin Sabine Gysi mit Brigitte Bissegger am Proben, zweimal wöchentlich sowie an drei Wochenenden. Am 6. November feiern sie im Kellerpoche Premiere.

Kellerpoche, Samaritergasse 3, Freiburg. Premiere: Fr., 6. November, 20.15 Uhr. Weitere Aufführungen: 7., 8., 13., 14., 15., 20., 21., 22., 27., 28. und 29. November; Fr. und Sa. 20.15 Uhr, So. 17 Uhr. Reservation beim Tourismusbüro Freiburg: 026 350 11 00.

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