Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Nullrechnung freut den Gemeinderat

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg machts wie die meisten Schweizer Städte: Die Zähringerstadt schafft in Zeiten gutlaufender Konjunktur den Weg aus den roten hin zu schwarzen Zahlen. Und dies, obwohl das Budget ein Defizit über 4,5 Millionen Franken vorgesehen hatte.

Der Überschuss ist mit 2500 Franken zwar verschwindend klein. Doch hat der Gemeinderat vor dem Rechnungsabschluss fünf Millionen Franken Schulden abbezahlt und so den Überschuss klein gehalten. «Wir haben die Rechnung frisiert», sagte Finanzdirektorin Madeleine Genoud-Page (CSP) am Mittwoch vor den Medien.

Investiert hat die Stadt 2007 nicht viel: Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 3,1 Millionen Franken. 2006 waren es 19 Millionen Franken. Da alle Investitionen aus Eigenmitteln finanziert werden konnten, mussten keine neuen Schulden angehäuft werden. Damit beläuft sich die Restschuld nun auf knapp 212 Millionen Franken. 2003 stand die Stadt noch mit gut 220 Millionen Franken in der Kreide.

Sparen bei den Lohnkosten

Genoud-Page betonte, in der Stadtverwaltung habe jedes Amt seine Lohnkosten genau angeschaut und angepasst. Zudem sei ein Personalstopp verfügt worden: Verlasse jemand die Verwaltung, werde geprüft, ob die Stelle wieder besetzt werde oder nicht. Auf diese Weise habe die Stadt 300 000 Franken Lohnkosten eingespart.

Die Industriellen Dienste haben ebenfalls zum guten Rechnungsergebnis beigetragen: 51 000 Franken gaben sie in die Stadtkasse ab. Und dies trotz der tieferen Wasserpreise, wie Vize-Ammann Jean Bourgknecht (CVP) sagte. Zu den Industriellen Diensten gehört die Wasserversorgung ebenso wie der Gasverteiler Frigaz. Dieser kann auf ein sehr gutes Rechnungsjahr zurückblicken (FN vom 21. Mai).

Drei Millionen weniger

Sorgen machen dem Gemeinderat die Steuereinnahmen. Diese sind rückläufig, seit der Grosse Rat 2006 Steuersenkungen beschlossen hat. «Wir haben den Kantonsvertretern damals gesagt, dass sich dies negativ auf unsere Rechnung auswirkt, aber unsere Argumente wurden nicht erhört», sagte Ammann Pierre-Alain Clément (SP). Die Stadt beklagt im Jahr 2007 wegen diesen Steuersenkungen einen Rückgang an Steuergeldern von drei Millionen Franken, wie Genoud-Page ausführte: «Das ist eine sehr grosse Einbusse.»

Die Zahlen in der Rechnung zeigen aber auch, dass die Wegzüger gut eine Million Franken mehr Steuern bezahlt hatten als die Neuzuzüger. Die Tendenz hin zur Verarmung der Freiburger Bevölkerung gehe damit weiter, schreibt der Gemeinderat.

Der Generalrat diskutiert die Rechnung nächsten Montag.

Mehr zum Thema