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Nun heisst es: verlieren verboten

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 Offen wie selten zuvor war die Ausgangslage vor Spiel fünf dieses erstmals als Best-of-7-Serie ausgetragenen Playoff-Finales. Während sich Olympic gleich in Spiel eins den Heimvorteil erkämpft hatte, gelang es den Tessinern in Partie vier, den Vorteil wieder nach Lugano zu holen. Dass man da als Gast aber auch gewinnen kann, haben die Saanestädter bereits bewiesen. Doch am Samstag konnten die Freiburger diesen Exploit nicht wiederholen. Schlüssel zum Erfolg sei die Defensive, hatte Olympic-Trainer Petar Aleksic gesagt. Obwohl das Skore denn auch nicht hoch ausfiel, kam Lugano zu einem Start-Ziel-Sieg, was in keiner der vorherigen Partien der Fall gewesen war.

Ausgeglichene Startphase

Beide Trainer liessen dieselben Spieler im Stammfünfer auflaufen wie bereits am vergangenen Dienstag in Freiburg. Dennoch gab es einen Unterschied: Aleksic konnte wieder auf Marko Mladjan zählen, welcher zuletzt verletzt pausieren musste. Grosse Nervosität prägte das Geschehen während den gesamten 40 Spielminuten. Hinzu kam, dass die Gäste von Beginn weg gegen viele bittere Begleitumstände kämpfen mussten. Angefangen mit der Matchuhr, die erst mit Verspätung zum Funktionieren gebracht werden konnte. Dann einige Entscheidungen der Schiedsrichter: Die Unparteiischen liessen sich oft auf Diskussionen mit Tessiner Spielern und deren Trainer ein, während sie auf der Gegenseite «Diskussionsversuche» sofort mit technischen Fouls bestraften (3 gegen Freiburg; 0 gegen die Lugano Tigers).

Abukar und Molteni

In jedem Finalspiel waren es auf Tessiner Seite andere Akteure, welche der Begegnung ihren Stempel aufdrückten. Am Samstag war Mohamed Abukar nicht zu bremsen. Er ist neben Travis Watson der Akteur, welcher immer und immer wieder durch Foulpfiffe in Schutz genommen wird. Schade, denn ein Mann von seiner Klasse hat dies eigentlich nicht nötig. Speziell wird es aber dann, wenn Watson seine Körpermasse gezielt dazu einsetzt, sich den Ball zu erkämpfen, zwei Mal foult (ohne Pfiff) und den Ball dann mit einem Dunk im Korb versenkt.

Zudem bekam diesmal Westher Molteni das Vertrauen des Trainers geschenkt und wusste es zu nutzen, während Marin Bavcevic blass blieb. Auf Freiburger Seite aber wuchs kein Akteur über sich hinaus. Die Aggressivität fehlte oft, wie auch das Abschlussglück. Jonathan Kazadi beging wie bereits in den letzten Partien zu viele Fehler und brachte nicht die nötige Ruhe ins Geschehen. Auch an Slobodan Miljanic lief das Spiel vorbei. So zeigten die Tiger ihre Zähne und legten den Grundstein für den Erfolg bereits in der ersten Hälfte (42:28; nach einem 8:0-Teilresultat).

Alles ist noch möglich

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Unparteiischen das Geschehen. Die Tessiner, vor allem Mohamed Abukar, bedankten sich immer wieder mit verwerteten Freiwürfen für die technischen Fouls der Freiburger. Früh (24.: 53:33) war diesmal alles entschieden, kein weiteres «Wunder von Lugano» sollte geschehen. Olympic musste die Halle zum zweiten Mal in Folge als Verlierer verlassen. Aleksic bleibt wenig Zeit, Moralaufbau zu betreiben. Morgen steht Spiel sechs an. Bringt es die Entscheidung oder holen die Freiburger zum Gegenschlag aus und schaffen eine Belle? Alles ist möglich, doch die Vorteile sind nun definitiv beim Favoriten aus dem Tessin.

 

Telegramm

Lugano – Olympic 75:63 (42:28)

Istituto Elvetico. 800 Zuschauer. SR: Pizio/Hjartason/Novakovic.

Olympic:Kazadi (6), Chapman (15), Draughan (9), Miljanic (2), Cotture (4), Calasan (10), Kovac (7), Mladjan (8), Uliwabo (2), Kraljevic.

Lugano:Gibson (10), Watson (12), Schneiderman (9), Stockalper (4), Abukar (33), Magnani (2), Molteni (5), Bavcevic.

Bemerkungen:Lugano ohne Sweetney (überzählig); Olympic komplett. Beste Spieler: Calasan, Abukar. Teilresultate: 22:14; 20:14; 21:23; 12:12.Stand Serie(best of 7): 3:2.Nächstes Spiel:Olympic – Lugano Di. 20.00.

Reaktionen: «Frustriert und enttäuscht»

O lympic-Trainer Petar Aleksic sprach nach der Partie klare Worte: «So kann man nicht spielen. Solche Spielleiter sind eine Schande für den Schweizer Basketball. Mein junges Team hat die ganze Saison hart gearbeitet. Und nicht erst heute wurden sie bestraft und um die Früchte der harten Arbeit gebracht. So wird mein Team sukzessive zerstört. Ich habe Respekt vor dem Können unseres Finalgegners. Aber wenn die Unparteiischen die Lugano-Stars schützen, wird das Coaching verunmöglicht. Ich bin frustriert und enttäuscht.» Nach diesem Statement verliess ein sichtlich gezeichneter und angeschlagener Aleksic den Presseraum. Mit Fabrizio Pizio und Luca Carlini waren sowohl der Oberschiedsrichter als auch der Offizielle Tessiner – ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wenig passend war auch die Anmerkung von Lugano-Trainer Andrea Petitpierre, der das Englisch seines Kontrahenten anprangerte und ihn kritisierte, dass die offiziellen Sprachen Französisch und Italienisch seien.

Dagegen drehten sich die Aussagen von Nemanja Calasan und Matt Schneiderman ums sportliche Geschehen. «Es war ein schwieriges Spiel für uns, weil wir nicht das umsetzen konnten, was wir uns in den Trainings vorgenommen hatten. So mussten wir immer dem Skore hinterherrennen», so Olympics Calasan. Schneiderman, der nicht derart überzeugend wirkte wie im letzten Spiel, meinte: «Ich bin froh über den Sieg. Am Dienstag wollen wir in Freiburg den Titel holen. Heute hatte das Skore erstmals Playoff-Charakter. In den übrigen Partien war es jeweils zu hoch gewesen.» bb

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