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«Nun kann nicht mehr viel schiefgehen»

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Mit orangen Helmen und Leuchtwesten bekleidet steigt einer nach dem anderen die enge Treppe des Baugerüsts hoch. Schliesslich ergiesst sich die orange Flut von Vertretern der SBB, des Kantons, der Agglomeration und der Stadt Freiburg, von Bauarbeitern, Journalisten und anderen Interessierten auf das Bahngleis der künftigen Haltestelle «Fribourg/Freiburg Poya». Dass die steilen Stahlstufen längst nicht mehr der einzige Zugang zu den Geleisen sind, zeigt sich oben: Eine breite Betontreppe führt wieder zurück auf die Strasse und auch der Rest der Haltestelle sieht auf den ersten Blick ziemlich fertig aus: Die Überdachung steht und die beiden Glasscheiben geben den Blick auf einen Teil des Eisstadions sowie auf die Kathedrale frei.

Die Arbeiten seien gut vorangekommen, sagt Projektleiter Philippe de Giuli. «Wir müssen uns fast Arbeit suchen, damit wir bis im Dezember etwas zu tun haben», meint er lachend und relativiert dann: «Wir sind der Planung zwar fast ein wenig voraus, aber es gibt doch noch einiges zu tun.» Es müssten noch die Beläge gemacht und die Elektrizität, die Beleuchtung und die Fernanzeigen installiert werden, erklärt Ingenieur Bertrand Fornerod.

Grösste Hürden genommen

Besonders gut voran kamen die Arbeiter aber gestern wohl nicht: Nach der ersten Führung am Morgen besichtigte eine Gruppe von Studenten der Hochschule für Technik und Architektur die Baustelle, am Nachmittag öffnete die künftige SBB-Haltestelle für die Bevölkerung ihre Türen.

Nicht nur für die städtische Bevölkerung, sondern auch für die Agglomeration und den Sensebezirk sei die neue Haltestelle ein Gewinn, sagte Baudirektor Maurice Ropraz am Morgen vor den Medien. «Sie verbessert die Mobilität und wird den Standort dynamisieren.» Auch René Schneuwly, Präsident des Agglomerationsrats und Syndic von Granges-Paccot, betonte die Wichtigkeit des Projekts: Bis 2030 erwarte die Agglomeration Freiburg 30 000 neue Einwohner und wolle bis zu 16 000 neue Stellen schaffen. Dabei sei das Plateau d’Agy ein wichtiger Entwicklungsstandort. In und um die Stadt Freiburg gebe es aber schon jetzt genügend Verkehrsprobleme, «da können wir nicht einfach die Zahl der Autos erhöhen, sondern müssen gute Alternativen bieten». Mit der neuen Haltestelle, der Poyabrücke sowie der Langsamverkehrsachse Transagglo, die am 8. Oktober eingeweiht wird, sei die Agglomeration diesbezüglich auf gutem Weg.

 Dies gilt auch für die letzten Arbeiten an der Haltestelle «Fribourg/Freiburg Poya». Die schwierigsten Hürden seien genommen, sagt Bertrand Fornerod. Schwierig gewesen sei es beispielsweise, auf einem alten Bauwerk zu arbeiten, dessen Beschaffenheit nicht genau bekannt war, oder die Arbeiten und den Zugverkehr aneinander vorbei zu bringen, ohne jemanden zu gefährden. Zuversichtlich, dass die vorgegebene Frist eingehalten wird, ist auch Philippe de Giuli: «Nun kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.»

Durch die Glasscheiben lässt sich der Verkehr beobachten. Bevor ein Zug durchfährt, ertönt jeweils eine Warnsirene. 

Zahlen und Fakten

70 Züge halten pro Tag im St. Leonhard

Der Bau der neuen Haltestelle «Fribourg/Freiburg Poya» kostet 12,8 Millionen Franken. Der Kanton und die SBB übernehmen je 35 Prozent der Kosten, die restlichen 30 Prozent bezahlt die Agglomeration. Eigentlich war der Bau der Haltestelle schon 2012 geplant, wegen Verzögerungen bei der Poya-Baustelle wurde er aber verschoben. Die Haltestelle wird am 3. Dezember eingeweiht, am 14. Dezember wird die Haltestelle in Betrieb genommen. Pro Tag halten 70 Züge im St. Leonhard. Die beiden Perrons sind 220 Meter lang. Neben den vier Treppen gibt es auch auf beiden Seiten der Geleise einen Lift.rb

Sicherheit: Haltestelle kann ein Plus sein

F ür die Risikospiele von Gottéron ändert die neue Haltestelle nichts», stellt Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks, auf Anfrage klar. Es brauche nach wie vor ein grosses Sicherheitsdispositiv, das die Fans vom Bahnhof bis zum Eisstadion geleite. Für die normalen Spiele könne die Haltestelle jedoch ein Plus bedeuten – zumindest mittelfristig. «Die Haltestelle kann die Ankunft der Freiburger Fans verbessern. Wir müssen nun analysieren, welche Anpassungen es braucht, beispielsweise beim Fahrplan», so Ridoré. Er habe diesbezüglich bereits verschiedene Gespräche geführt, 2015 startet eine Testphase. Mit einer Verbesserung der Situation auf der Verkehrsebene rechnet er aber eher ab der nächsten Saison. Dass es zu Problemen mit überfüllten Gleisen kommen könnte, befürchtet er hingegen kaum. «Wir kontrollieren den Verkehr seit Jahren und werden auch hier für Sicherheit sorgen.» rb

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