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Nur noch ein Glas statt eine Flasche

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Nur noch ein Glas statt eine Flasche

In den Restaurants wird mit Vorbehalt Alkohol konsumiert

Mit der neuen Promille-Grenze ändert sich auch das Konsumverhalten der Wirtshausgäste. Anstelle der Flasche werde jetzt ein Glas Wein oder eine Stange alkoholfreies Bier konsumiert, sagen die Gastwirte.

Von IRMGARD LEHMANN

Dass die 0,5-Promille-Grenze am Wirtshaustisch Gesprächsstoff bietet, bestätigen alle Gastwirte, welche die FN kontaktiert haben. Unterschiedlich äussern sie sich jedoch zum eigentlichen Konsum. Die einen wollen von einem veränderten Konsumverhalten noch nichts bemerkt haben, andere wiederum weisen dezidiert darauf hin.

«Anstelle einer Flasche verlangt der Gast ein Glas offenen Weines», heisst es im «Zähringerhof». Und im «Grand-Pont»: «Jetzt wird halt eine halbe statt eine ganze Flasche bestellt.» Zurückgegangen sei auch der Konsum von Cognac. Und im «Des Alpes» Düdingen wird vermehrt alkoholfreies Bier verkauft.

Mit Alkoholfreiem nachfüllen

Noch sei es zu früh Bilanz zu ziehen, meinen andere. «Ich zähle abends das Geld in der Kasse und bis jetzt war nicht weniger drin als im alten Jahr», sagt der Besitzer des «4 Vents» in Freiburg.

Konstantes Gesprächsthema ist die 0,5-Promille-Grenze im «Landgasthof Garmiswil», wie der Gastwirt Kurt Jungo sagt. «Die Gäste haben Angst vor Kontrollen, vor Bussen und vor dem Führerausweisentzug.» Bei Geschäftsessen sei daher eindeutig weniger Alkohol konsumiert worden. Aber auch sonst schaue er den Gästen aufs Glas. Wenn Bier über den Durst hinaus getrunken werde, scheue er sich nicht ab und zu das Glas mit Alkoholfreiem nachzufüllen.

Nur ein Glas

Mit einem tolerierten Wert von 0,5 Promille ist der Spielraum tatsächlich klein geworden. An einem Apéro liege nur ein Glas Wein, eine Stange Bier oder ein Cüpli Champagner drin, sagt Francine Zambano, Pressesprecherin der Kantonspolizei. Dies vor allem wenn keine Mahlzeit mit einhergeht.

Doch keine Regel ohne Ausnahme. Denn der Alkoholgehalt hängt stark vom Gewicht, von der Konstellation der Person und vom zeitlichen Faktor ab. Wenn sich der Konsument erst Stunden später ans Steuer setze, sei der Alkoholgehalt bereits stark gesunken.

Dass bei den kürzlich durchgeführten Kontrollen nur gerade knapp vier Prozent den Grenzwert von 0,5 Promille überschritten haben, stuft die Pressesprecherin als «akzeptabel» ein.

Aufgrund der 146 durchgeführten Kontrollen mussten sich rund 700 Personen einem Alkoholtest unterziehen: 15 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wiesen einen Gehalt von 0,8 und mehr Promille Alkohol auf; bei 11 Automobilisten lag dieser zwischen 0,5 und 0,79 Promille.

In den letzten zehn Tagen hat die Kantonspolizei ebenfalls bei 16 Verkehrsunfällen Alkoholtests durchgeführt. Wie Zambano sagt, wurde bei einem einzigen Lenker ein höherer Wert als 0,8 Promille festgestellt.

Auf die neue Promille-Grenze hat auch Cardinal reagiert. Seit Neujahr ist in den Gaststätten das neue «2.4»-Bier im Offenausschank erhältlich. Ein Bier, das nur halb so viel Alkohol enthält wie ein klassisches Lagerbier mit 4,8 Volumenprozenten. Wie Gabriel Bodmer von der Cardinal sagt, unterscheidet sich das «2.4»-Bier dank modernster Brautechnologie kaum vom klassischen Lagerbier.

Somit gerät die Ein-Glas-Kampagne des Bundes ins Wanken. Denn laut Cardinal weist ein 75 kg schwerer Mann nach dem Genuss einer Stange «Cardinal 2.4» lediglich einen Wert von 0,1 Promille auf, die ausserdem nach einer Stunde wieder abgebaut werden. Eine 50 kg schwere Frau hingegen habe nach einem normalen Lagerbier bereits 0,4 Promille Alkohol.

Die Firma Cardinal weist in ihrer Medienmitteilung allerdings darauf hin, dass es sich bei den Angaben um Richtwerte handle, die keine Garantie gewähren.

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