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Nur noch ein Lückenfüller

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Schweizer Meister (2008, 2012) sowie Champions-League-Sieger (2009) mit den ZSC Lions, Vize-Weltmeister (2013), total 541 Skorerpunkte (246 Tore) in 792 NLA-Spielen–das Palmarès von Thibaut Monnet lässt sich sehen. Dennoch war eben dieser Monnet am Samstag im ersten Relegationsspiel gegen Ambri nur als 13. Stürmer auf dem Matchblatt aufgeführt. Verdrängt von einem Roman Botta, der in der NLA nie über die Rolle eines Mitläufers hinausgekommen war, seit zwei Jahren beim EHC Visp in der NLB spielt und Gottéron in dieser Schlussphase der Meisterschaft mittels B-Lizenz zur Verfügung steht.

Zukunft offen

«Der Entscheid, wer spielt, liegt beim Trainer», sagt Monnet. «Ich arbeite im Training hart und versuche mich aufzudrängen. Mehr kann ich nicht tun.» Der 33-jährige Walliser wirkt frustriert. Monnet weiss, dass er die Erwartungen seit seiner Rückkehr zu Gottéron im Sommer 2013 nicht erfüllen konnte. Letzte Saison kam er in 49 Qualifikationsspielen immerhin auf 29 Skorerpunkte, im Playoff-Halbfinal gegen die Kloten Flyers setzte ihn Trainer Hans Kossmann jedoch zeitweise auf die Tribüne, weil der Stürmer insbesondere defensiv kein sicherer Wert gewesen war. Diese Saison lief es Monnet nicht besser. Sechs Tore in 36 Partien sind für einen Spieler seines Kalibers, den in erster Linie sein Torriecher ausgezeichnet hatte, schlicht zu wenig. «Ich bin der Erste, der mehr von mir erwartet», spart Monnet nicht mit Selbstkritik. Trotzdem ist er davon überzeugt, dass er dem Team in dieser schwierigen Situation eine Hilfe sein könnte–so man ihn denn liesse. In der vierten Linie, in der er seit Wochen hauptsächlich zum Einsatz gelangte, sei dies jedoch kaum möglich. Jeder wisse, dass das physische Spiel, für das die vierte Formation a priori zuständig ist, seine Sache nicht ist.

 Derweil Monnet darauf wartet, in einer offensiv ausgerichteten Linie seine gewiss nach wie vor vorhandenen Qualitäten zum Vorschein zu bringen, scheint seine Zukunft unsicherer denn je. Ob Interims-Präsident Michel Volet, Generaldirektor Raphaël Berger oder Trainer Gerd Zenhäusern, sie alle liessen zuletzt durchblicken, dass weiterlaufende Verträge von Spielern keine Gewähr für den Verbleib im Klub bieten würden. Monnet, der bis 2016 unterschrieben hat, weiss natürlich, dass damit auch seine Personalie gemeint ist. «Ist die Saison zu Ende, wird es sicher Diskussionen mit dem Verein geben, um zu erfahren, was er will», sagt Monnet, der nicht den Eindruck hinterlässt, als ob er den Klub um jeden Preis verlassen möchte. Allzu weit voraus will er sich aber auch keine Gedanken machen. «Jetzt zählt einzig, dass wir uns so schnell wie möglich retten.»

Einst der Retter

 Zuletzt hatten die Freiburger zweimal eine Chance ausgelassen, wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. Im letzten Qualifikationsspiel verlor Gottéron zu Hause gegen Kloten 0:3, und am Samstag sprang bei der 2:3-Niederlage in der Overtime gegen Ambri nicht mehr als ein Zähler für die Freiburger heraus. «Gegen Kloten trauerten wir noch zu sehr den verpassten Playoffs hinterher. Am Samstag zeigten wir aber ein anderes Gesicht.» Tatsächlich legte die Mannschaft eine der Lage angemessene Haltung an den Tag und gab auch nach dem 0:2-Rückstand nie auf. «Wie so oft in dieser Meisterschaft haben uns individuelle Fehler Punkte gekostet», stellt Monnet fest, der nach dem Spielausschluss von Christian Dubé als Center eingesetzt wurde.

 Diese Moral stimmt ihn für den weiteren Verlauf der Relegationsrunde zuversichtlich. «Vieles wird im Kopf entschieden, zumal alle Spiele sehr umkämpft sein werden.» Dass Monnet im Überlebenskampf eine wichtige Rolle spielen kann, hatte er 2007 gezeigt, als Gottéron letztmals die Playoffs verpasst hatte. Damals erzielte er im Playout-Halbfinal gegen die SCL Tigers in vier Spielen sieben Skorerpunkte und trug massgeblich zum schnellen Ligaerhalt bei. So wie die Dinge zuletzt aber liefen, ist mit Ähnlichem diesmal nicht zu rechnen. Monnet dürfte heute Abend in Kloten wiederum einen Platz in der vierten Linie neben Martin Ness sowie Roman Botta einnehmen und damit offensiv kaum ein Faktor werden.

 

Vorschau: Wohl wieder mit Granak

A m Samstag gegen Ambri musste Dominik Granak auf Kosten von Francis Verreault-Paul (Ka) in der Aufstellung von Gottéron Platz machen. Heute in Kloten (19.45 Uhr) dürfte der slowakische Verteidiger wieder ins Line-up zurückkehren und notabene im Powerplay zusammen mit Joel Kwiatkowski ein Paar bilden. Mit der Rückkehr Granaks beabsichtigt Trainer Gerd Zenhäusern zweifelsohne, die Defensive zu verstärken. Denn anders als zu Hause hat Gottéron in Kloten nicht vor, das Spiel zu machen. Hinten gut stehen, geduldig sein und auf Chancen lauern, so lautet die Taktik Zenhäuserns. «Kloten muss nach der Niederlage gegen die Lakers eine Reaktion zeigen.» Im Training gestern gefehlt hat der kranke Melvin Nyffeler. Während Timo Helbling am Samstag im Heimspiel gegen die Lakers wieder spielen dürfte, fallen Benjamin Plüss und Sandro Brügger weiter aus. fs

Der heutige Gegner

Die Fakten zu den Kloten Flyers

• Kloten ist zu Hause keine Macht. Nur die Lakers holten bei Heimspielen weniger Punkte. Auch Gottéron gewann in dieser Saison seine bisherigen zwei Spiele bei den Flyers.

• Mit einer Erfolgsquote von knapp 76 Prozent verfügen die Flyers über das schlechteste Boxplay der Liga.

• Victor Stancescu traf zuletzt am 25. Oktober (über 1500 Minuten ohne Tor).fs

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