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Nur noch sechs Postämter in Freiburg

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Nur noch sechs Postämter in Freiburg

Die Stadt steht vor einer Umstrukturierung

Die Poststellen in Bürglen, im Jura- sowie Beauregard-Quartier werden aufgehoben. Eine Projektgruppe konnte erreichen, dass die Poststellen im Burgquartier und in der Neustadt bestehen bleiben.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Auch die Stadt Freiburg wird von der Umstrukturierung des Poststellen-Netzes nicht verschont: Von den neun bestehenden Postämtern bleiben nach der Umsetzung im September nur noch sechs in ihrer heutigen Form bestehen. Es sind dies die Hauptpost, Beaumont, Perolles, Neustadt, Schönberg und Burg. Aufgehoben werden die Filialen in Bürglen, Jura und Beauregard (siehe Kasten).

Topografische Gegebenheiten

Die Post hatte nach Veröffentlichung der Studie zur Umstrukturierung im August 2003 eine Projektgruppe mit Vertretern aus den Quartiervereinen, der Stadt Freiburg und der Post eingesetzt, um die Machbarkeit zu prüfen. Die Studie sah vor, zusätzlich zur Schliessung von drei Filialen die Form der beiden Poststellen im Burg- und im Neustadt-Quartier neu zu definieren. Die Projektgruppe konnte nach zahlreichen Verhandlungen die Verantwortlichen der Post überzeugen, dass die topografischen Gegebenheiten (Gefälle) keine Form der Zusammenlegung der beiden Poststellen Burg und Neustadt zulassen.

«Wir sind froh, in diesem Punkt einen Erfolg erzielt zu haben», sagte Florence Cauhépé, Wirtschaftsdelegierte der Stadt Freiburg und Region. Das Endresultat zeige, dass die Anregungen der Projektgruppe ernst genommen wurden. « Es wäre aber utopisch zu glauben, wir hätten alle Poststellen retten können», sagte Cauhépé. Sie hebt gleichzeitig hervor, dass in Bürglen mit dem Hausdienst eine alternative Dienstleistung geboten wird. Die Verantwortlichen der Post hätten erkannt, dass Bürglen nicht ein Stadt-Quartier im eigentlichen Sinne ist.

Synergien mit Givisiez

«Die Reorganisation hätte schlimmer ausfallen können», ist auch André Schönenweid, Koordinator der Konferenz der Quartiervereine und Mitglied der Projektgruppe, überzeugt. Auch wenn das Resultat nicht alle Bewohner zufrieden stelle, sei er froh, mit der Gemeinde Givisiez im Falle der Post im Jura Synergien nützen zu können. Den Verantwortlichen der Post hält er ebenfalls zugute, dass die Meinung der ortskundigen Projektgruppen-Mitglieder berücksichtigt wurde.

Keine Entlassungen

Gemäss Dominique Telley, zuständig für die Neustrukturierung der Postämter in den Städten Biel, Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Freiburg, sind zwei Gründe für die Schliessungen verantwortlich: das neue Kundenverhalten (E-Mail) und die Veränderungen in der Stadt und der Gesellschaft, denen das historisch gewachsene Poststellen-Netz nicht mehr Rechnung trägt (Mobilität der Kunden).

Von der Schliessung sind fünf Vollzeit-Stellen betroffen. Es werden aber nur drei Stellen gestrichen, weil die anderen in die noch bestehenden Postämter integriert werden. Gemäss Telley kommt es zu keinen Entlassungen.

40 Millionen Franken einsparen

Die Post hat in der Vergangenheit ihr Netz in den ländlichen Gebieten analysiert und den neuen Kundenbedürfnissen angepasst. Nun folgt die Umstrukturierung des Poststellennetzes in den 17 grössten Städten der Schweiz. Damit will die Post 40 Mio. Franken einsparen.

Die Gewerkschaft Kommunikation zeigt sich mit der Neuorganisation wenig zufrieden. In ihrer Mitteilung wirft sie der Post vor, Service public und Kundenbedürfnisse zu vernachlässigen.
Beauregard:
Kein Ersatz

Die Poststelle im Beauregard wird ab 1. September definitiv geschlossen. Die zu grosse Nähe zur Hauptpost und zur Filiale im Beaumont wird als Argument zur Schliessung genannt. Diese beiden Poststellen werden in Zukunft die Kunden des Beauregard-Quartiers bedienen. Das mangelnde Entwicklungspotenzial der Filiale hat ebenfalls zu ihrer Schliessung beigetragen. Auch was das Einlösen der Abholeinladungen anbelangt, werden die Kunden in Zukunft auf die Poststellen im Beaumont-Quartier oder die Hauptpost ausweichen müssen. Gemäss dem für die Neustrukturierung zuständigen Dominique Telley wird dabei die Nähe zur jeweiligen Stelle berücksichtigt.

Die Postfach-Inhaber sind auch von der Schliessung betroffen. Die Post bietet ihnen die Möglichkeit, in einer anderen Poststelle ein Postfach zu mieten. jlb
Jura: Lösung
mit Givisiez

Für die Poststelle im Jura haben die Verantwortlichen der Post eine gemeindeübergreifende Lösung ausgearbeitet. So wird die Poststelle von Givisiez ihren aktuellen Standort hinter dem Restaurant «L’Escale» aufgeben und voraussichtlich in die Nähe des «Marché Biolley» ziehen.

Auf diese Weise kann gleichzeitig ein Teil der Kunden aus dem Jura-Quartier bedient werden. Laut Dominique Telley ist diese Variante auch interessant, weil sich ein Teil der kantonalen Verwaltung unmittelbar bei der neuen Poststelle befinden würde.

Die Poststelle im Jura wird auch wegen des mangelnden Entwicklungpotenzials geschlossen.

Bis der Standortwechsel vollzogen ist, bleibt die Poststelle im Jura-Quartier weiterhin offen. Der Umzug soll im Laufe des kommenden Jahres geschehen. jlb

Bürglen:
Hausdienst

Die Poststelle in Bürglen wird ab 1. September geschlossen und durch einen Hausdienst ersetzt. «Es ist wie ein Schalter an der Haustüre», erklärt der für die Neuorganisation zuständige Dominique Telley. Die Quartierbewohner haben die Möglichkeit, beim Briefträger Briefe und Pakete aufzugeben, Zahlungen zu tätigen und Velovignetten zu kaufen. Geld kann ebenfalls abgehoben werden, wenn im Vorfeld angerufen oder das Geld erst tags darauf benötigt wird. «Das System des Hausdienstes wurde auf dem Land bisher positiv aufgenommen», sagte Telley. Speziell ältere und körperlich behinderte Personen könnten vom Hausdienst profitieren.

Die Abholeinladungen werden neu in der Poststelle im Burgquartier eingelöst. Von der Schliessung sind auch die Postfach-Inhaber betroffen. Sie können in einer anderen Poststelle ein Postfach mieten. jlb

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