Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Nur noch wenige Betreuungsstätten können auf Gelder vom Kanton hoffen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

5000 Franken pro neuen Krippenplatz und 3000 Franken für jeden neuen Platz in einer ausserschulischen Betreuungsstätte: Diesen Impuls hatte der Kanton vor zweieinhalb Jahren zur Schaffung von Betreuungsplätzen gegeben. 1,4 Millionen Franken für Krippen und eine Million Franken für Tagesstätten standen in je einem Fonds bereit. Dazu kommt ein Beitrag von zehn Prozent an die Betreuungskosten pro Kind.

Nun neigt sich das kantonale Förderprogramm dem Ende zu, und SP-Staatsrätin Anne-Claude Demierre zeigt sich mit dem Erreichten zufrieden: «Die Entwicklung war positiv. Die Resultate entsprechen den gesetzten Zielen.»

Das Programm zur Schaffung neuer Tagesstätten läuft in einem Monat aus, und der Fonds ist bereits leer. Das Ziel von 330 unterstützten Vollzeitplätzen ist sogar leicht überschritten, verkündete die Direktorin für Gesundheit und Soziales gestern an einer Pressekonferenz.

Manko in Deutschfreiburg

Der Fonds zur Schaffung von Krippenplätzen ist bis Ende Jahr offen. Heute sind 189 von 280 angestrebten neuen Plätzen eröffnet; 945 000 Franken wurden dafür entrichtet. Nach Angaben von Jessica Piccione vom kantonalen Jugendamt sind noch neun Gesuche für 113 Plätze und für eine halbe Million Franken hängig.

Damit stehen den Freiburger Kindern heute 1379 Plätze in 51 Krippen und 5013 Plätze in 83 Tagesstätten zur Verfügung. Es gilt zu berücksichtigen, dass ein Krippenplatz im Durchschnitt dem Bedarf von 2,5 Kindern entspricht, und auch in einer Tagesstätte sind am Morgen, Mittag und Abend jeweils wechselnde Kinder anwesend.

So positiv die Bilanz auch ist, so ist nicht zu übersehen, dass Plätze in den Krippen und Tagesstätten im Kanton unterschiedlich verteilt sind. Vor allem Deutschfreiburg ist stark unterdotiert. Von den über 5000 Plätzen in Tagesstätten fallen knapp 400–acht Prozent–auf den See- und Sensebezirk. Bei den Krippen sind es 200 von rund 1400 Plätzen im Kanton. Jessica Piccione erklärt dies damit, dass in den mehrheitlich deutschsprachigen Bezirken Mittagstische und Tageseltern beliebt seien oder aber familienintern Lösungen gefunden werden. «Manchmal braucht es ein bisschen Zeit, bis eine Region auf ein Angebot reagiert.» Staatsrätin Demierre ergänzt: «Es bewegt sich nun auch etwas in Deutschfreiburg.»

Jedenfalls hätten die Deutschfreiburger Gemeinden gut mitgemacht, bei einer Erhebung des Bedarfs an Betreuungsplätzen, so die Staatsrätin. Diese Abklärung auf Gemeindeebene ist Bestandteil des kantonalen Gesetzes über familienergänzende Tagesbetreuungseinrichtungen.

143 Gemeinden haben ihre Ergebnisse dem Kanton übermittelt. In 15 Fällen sei keine Antwort eingegangen. Der Kanton stellt zudem den Gemeinden eine Tabelle zur Verfügung, mit der er eine Festsetzung der Betreuungstarife je nach Einkommen der Familie empfiehlt. Diese Empfehlung tritt per 1. Januar 2015 in Kraft.

 

Krippen-Karte:

Alle Angebote auf einen Klick

D as Jugendamt hat alle Arten von Betreuungseinrichtungen im Kanton Freiburg auf einer interaktiven Karte zusammengefasst. Sie soll den Eltern die Suche nach einer passenden Einrichtung für ihre Sprösslinge erleichtern.

Seit gestern können demnach Krippen, Tageselternvereine, Spielgruppen oder Hütedienste – private wie auch kommunale – online abgerufen werden. Die Karte zeigt, sortiert nach Gemeinden, die verschiedenen Angebote mit entsprechenden Icons an. Wird eines dieser Icons angeklickt, öffnet sich ein Fenster mit den Kontaktdaten der Betreuungsstätte. Die Karte zeigt jedoch nicht an, ob und falls ja, wie viele Plätze eines Betreuungsorts noch frei sind. «Das wäre unmöglich zu verwalten», sagt Alexandre Zosso, Mitarbeiter des Jugendamts. Staatsrätin Anne-Claude Demierre pflichtet ihm bei: «Wir möchten sichergehen, dass die Informationen, die wir herausgeben, aktuell sind», sagt sie. Das sei bei der sich laufend verändernden Anzahl freier Krippenplätze nicht möglich.

Die Karte hat das Jugendamt infolge des Gesetzes über die familienergänzenden Tagesbetreuungseinrichtungen realisiert. jmw

Interaktive Karte: www.fr.ch/sej/de/ pub/familienexterne/kartographie.htm

Mehr zum Thema