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Nur zwei Strafen und dennoch packend

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Nur zwei Strafen und dennoch packend

Freiburg gewinnt das Derby gegen Lausanne und ist wieder über dem Strich

Gottéron ist am Samstagabend vor 6450 Fans im St. Leonhard die Revanche für die Niederlage im Hinspiel in Lausanne mit einem verdienten 4:2-Sieg geglückt. Oldie Gil Montandon (38) war mit drei Assists in diesem interessanten und schnellen Derby der Matchwinner. Lausanne verpasste zu viele Chancen, um zu punkten.

Von KURT MING

Erst vier Minuten vor Schluss musste Schiri Kurmann in diesem guten und fairen Dreby die erste Strafe aussprechen. Eigentlich sagt man im Eishockey, dass Spiele ohne harte Zweikämpfe und Ausschlüsse für die Fans nicht interessant seien. Gottéron und Lausanne bewiesen am Samstagabend, dass dies nicht immer so sein muss. Heisse Szenen vor beiden Toren, schöne Kombinationen und viele gute Torhüterparaden gaben diesem intensiven Match die Würze. Auch für Spannung bis zum Schluss war gesorgt. Am Ende gewann mit Freiburg jenes Team den Match, das seine Torchancen besser nutzte. Dazu kam auch noch eine kleine Portion Glück. Im Hinspiel in Lausanne waren die Waadtländer im Overtime als glücklicher Sieger vom Eis gegangen, diesmal lachte Göttin Fortuna den Drachen in den spielentscheidenden Momenten im zweiten Drittel zu. Und offenbar hatte Lausanne am Vorabend beim Sieg gegen Bern mehr Kraft liegen gelassen als die Freiburger, trotz der langen Heimreise aus dem Tessin.

Schnelles HCF-Führungstor

Sowohl Riccardo Fuhrer, der neue Lausanne-Chef, wie auch Evgeny Popichin sagten am Ende deshalb zu Recht, dass die Fans aus beiden Lagern an diesem Abend voll auf ihre Rechnung gekommen seien, und ausserdem: «Meine Mannschaft hatte die Schnauze voll, zuhause immer zu verlieren.»

Ein Grossteil der weit über 6000 Fans hatten wohl ihren Platz noch nicht eingenommen, als der Heimklub dank einem Weitschuss von Thomas Rhodin schon 1:0 in Front ging. Hentunen hatte Lausanne-Goalie Schürch die Sicht verdeckt. Wie so oft in dieser Saison konnten aber die Drachen jetzt nicht nachlegen. Nur drei Minuten später glichen die Waadtländer aus. Ihr erster Sturm um Topskorer Landry erwischte die zu wenig konsequent einsteigende Gottéron-Abwehr. Dann mussten aber die enthusiastischen Zuschauer auf den Rängen eine halbe Stunde warten, ehe die nächsten Treffer fielen. In diesen Minuten hatte der Gast eigentlich mehr vom Spiel, konnte aber seine Chancen nicht ausnützen. «In dieser Phase des Spiels haben wir den Match verloren.» Dabei dachte er vorab an die dicke Chance seines Kollegen Robert Slehofer, dem nach einem schönen Solo sein erstes Saisontor versagt blieb (28.).

Immer wieder Gil Montandon

Die beste Leistung auf dem Eis zeigte einmal mehr Gil Montandon. Der routinierte Center machte zusammen mit Schneider und Howald fast allein den Unterschied. Überhaupt war diese Linie, die bis zum verletzungsbedingten Ausfall von Sascha Schneider schon so gut harmoniert hatte, die Neuentdeckung des Wochenendes. Dies war auch nötig, denn der Ausländersturm um den angeschlagenen Mikael Karlberg (Leiste) kam in den beiden Spielen gegen Ambri und Lausanne nicht in Schwung. Riccardo Fuhrer erhoffte sich mit dem Wechsel des Kamber-Angriffs gegen Schümperli entscheidende Vorteile, aber der Berner ging gegen Lausannes besten Schweizer Sturm mit einer 0:0-Bilanz vom Eis. Das Gewinntor zum 3:1 schoss sein Angriffspartner Cyrill Berthoud, als er zusammen mit den Oldies Montandon und Howald auf dem Eis stand.

Viel zum wichtigen Erfolg trug einmal mehr Goalie Séb Kohler bei, der die Komplimente jedoch gleich an seine Vorderleute weitergab: «Meine Abwehr ist in den beiden letzten Spielen auch nach Gegentoren nie in Panik geraten.» Die Statistik belegt das: Nur je zwei Gegentore, das ist für Freiburg defensiv ein erstklassiger Wert.
Gottéron – Lausanne 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)

St. Leonhard: 6450 Zuschauer. – SR: Kurmann, Wehrli/Wirth. Tore: 1. (0:15) Rhodin (Hentunen) 1:0; 4. Landry (Baschkirow, Zenhäusern) 1:1; 35. Schneider (Marquis, Montandon) 2:1; 38. Berthoud (Montandon, Howald) 3:1; 42. Marquis (Montandon, Howald) 4:1; 55. Baschkirow (Benturqui) 4:2.
HC Freiburg/Gottéron: Kohler; Rhodin, Berger; Birbaum, Marquis; Gerber, Gianini; Bizzozero, Haldimann; Hentunen, Karlberg, Vauclair; Schneider, Montandon, Howald; Berthoud, Schümperli, Wirz; Maurer, Hildebrand, Sprunger.
HC Lausanne: Schürch; Poudrier, Holzer; Keller, Benturqui; Steck, Ngoy; Descloux; Zenhäusern, Landry, Baschkirow; Brown, Weibel, Schaller; Wicky, Oliver Kamber, Meier; Slehofer, Andenmatten, Conz.
Strafen: je 1 x 2 Minuten.
Bemerkungen: Gottéron ohne Mona, Gerber (beide verletzt). – Lausanne komplett. – Pfostenschuss Marquis (35.). Torschussverhältnis: Kohler hält 23 von 25 Schüssen, Schürch 28 von 32. – Wahl zu den besten Spielern: Kohler, Landry.
Budget für nächste Saison bleibt gleich

Gottéron-Präsident Antoine Roulin, der jeweils nach Siegen im St. Leonhard seinen Auftritt auf der Pressetribüne macht, stellte am Samstagabend punkto Finanzen für das nächste Jahr einiges klar.

«Unser Budget bleibt auch für die kommende Saison wie in diesem Jahr bei sieben Millionen Franken. Wir werden jedenfalls den Etat für die erste Mannschaft nicht kürzen.» Das Trainerduo hat sich letzte Woche besorgt geäussert, man müsse in der kommenden Saison mit weniger Geld für die erste Mannschaft auskommen. Beim HCF scheint der Informationsfluss von der Leitung zum Trainerduo offensichtlich nicht optimal zu klappen. Roulin etwas erbost: «Über Finanzfragen gebe ich und nicht das Trainerduo Auskunft.» Zum Glück gewann sein Team nach sechs Pleiten endlich wieder ein Heimspiel, sonst hätte der Gottéron-Boss diese Fehlmeldung ja nicht richtig stellen können. mi
Endlich über 60 Minuten

Siege gegen direkte Strichgegner werden nach der Quali über Play-off und Abstiegsrunde entscheiden. Pascal Schaller, dem erneut im St. Leonhard nach seinem Wegzug vor drei Jahren wiederum kein Tor gegen seinen alten Lieblingsklub gelang, war deshalb trotz guter Leistung seiner Mannschaft besonders enttäuscht: «Was nützt uns ein Sieg gegen Bern, wenn wir dann in Freiburg verlieren. Vor dem Tor war Gottéron viel kaltschnäuziger, deshalb hat es verdient gewonnen.»

Eine erfolgreiche Zwischenbilanz zog man natürlich nach den beiden schönen Siegen innert 24 Stunden beim HC Freiburg/Gottéron. Nicht nur der Sprung über den Strich durfte Popichin und Co. mit Stolz zur Kenntnis nehmen, sondern auch die Tatsache, endlich einmal ein gute Leistung über die ganzen 60 Minuten gezeigt zu haben. Dies wurde mit vier Zählern belohnt und dürfte dem Drachenteam für das erneut wichtige Spiel am nächsten Freitag bei Aufsteiger Basel das nötige Selbstvertrauen geben. Charakter habe sein Team zuletzt gezeigt, meinte Popichin. Das Samstagspiel war übrigens Freiburgs fünfter Einsatz in den letzten zehn Tagen. Morgen Dienstag hat seine Mannschaft spielfrei; gut für den leicht verletzten Karlberg. mi

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