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Nutzloser Schiedsrichter-Streik

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Brief an die FN

Nutzloser Schiedsrichter-Streik

Der Freiburgische Fussballverband (FFV) hat, nicht zuletzt auf Druck von verschiedener Seite, die 1. Mannschaft des FC Schönberg, vom Spielbetrieb ausgeschlossen (FN vom 2. November 2007). Die Gründe sind hinreichend bekannt. Bevor dieser Entscheid gefällt wurde, rief der Vorstand der Schiedsrichtervereinigung (FSV) zum Boykott der Leitung der Wochenendspiele auf. Dies aus Solidarität zum angegriffenen Schiedsrichter.Die Schiedsrichterkommission (SK) hat auf den Streikaufruf sehr professionell reagiert und informiert. Die SK hat sich nämlich gegen diesen Boykott ausgesprochen, da dieser alle bestraft (Kollektivstrafe ist übrigens sogar im Militär verboten). Zudem wurde ja die fehlbare Mannschaft entsprechend sanktioniert. Weitere Sanktionen gegen einzelne Spieler wird der SFV aussprechen.Was hat der Streik also bewirkt: Die Meisterschaft wurde verfälscht. (Fehlende Spieler unter der Woche sowie Einsatz von Spielern höhe- rer Ligen in den unteren Ligen). Den Vereinen entstand eine erhebliche Einnahmeneinbusse. Die Kluft zwischen SK und der FSV wurde grösser. Der Streik hat aber auch Fragen aufgeworfen. Zum Beispiel folgende: Zeugt es von Führungsstärke und Diplomatie, wenn ein Mitglied des Vorstands der FSV einigen seiner Mitglieder vorhält, sie üben ihr Amt nur wegen des Geldes aus? (FN vom 5. November). Wie kann der Präsident des FC Schönberg gegen den berechtigten Ausschluss seiner Mannschaft rekurrieren und gleichzeitig als Präsident der FSV fungieren? Differenzen im eigenen Lager sind hier vorprogrammiert.Den Schiedsrichtern, die trotz Streikaufruf ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, möchte ich zu ihrem Mut und Weitsicht gratulieren. Allen anderen SR möchte ich nochmals in Erinnerung rufen, dass die Klubs den Beitrag des FSV für sie bezahlen (sogar eine Erhöhung wurde an der letzten DV einstimmig beschlossen!). Dieser Schuss in den Rücken der Vereine war also nicht angebracht. Die Gewaltbereitschaft auf den Fussballplätzen ist ein Problem. Lösungen müssen aber durchdacht sein und unter Einbezug aller Beteiligter gesucht werden unter dem Motto: miteinander – nicht gegeneinander. Urs Hayoz, Giffers

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