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Nydeggers Sieg nur kurz in Gefahr

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In der Eishalle von Le Locle wurde Michael Nydegger–der einzige Eidgenosse am Neuenburger Kantonalfest–seiner Favoritenrolle gerecht. Im ersten Gang setzte sich der Oberschroter im Duell der beiden bisherigen Regionalfestsieger gegen William Häni (Neyruz) ungefährdet durch. Auch Thomas Glauser (Châtonnaye) sowie der neu in der Romandie lebende Bündner Curdin Orlik blieben anschliessend ohne Chance. Nydegger eilte von Sieg zu Sieg, und nach drei Gängen schien bereits eine Vorentscheidung gefallen zu sein.

 Sechster Kranzfestsieg für Michael Nydegger

Doch im vierten Gang verlor der 29-jährige Nydegger überraschend gegen Simon Brodard (La Roche). An der Spitze kam es zu einem Zusammenschluss, und rund ein Dutzend Schwinger konnte sich plötzlich wieder Chancen auf den Schlussgang ausrechnen.

Der Tagessieg des Senslers geriet allerdings nur kurzfristig in Gefahr. Während die meisten seiner Konkurrenten im fünften Gang patzten, bodigte Nydegger Guillaume Remy (Riaz) und erhielt dafür die Höchstnote. Einzig der Neuenburger Samuel Dind und Olivier Mauron (Posieux) behielten im fünften Gang ebenfalls die Oberhand. Aus dem siegreichen Trio zogen mit 48.50 Punkten schliesslich Nydegger und Dind in den Schlussgang ein. Dem 21-jährigen Mauron blieb mit 48.00 Punkten zwar das Nachsehen, er konnte sich aber dennoch über seinen ersten Kranzgewinn freuen.

Im Schlussgang warf Nydegger nach 5:30 Minuten mit einem wuchtigen Kreuzgriff Dind ins Sägemehl und sicherte sich den insgesamt sechsten Kranzfestsieg seiner Laufbahn.

Joel Niederbergers Steigerung

Joel Niederberger, der in Le Locle zum erweiterten Favoritenkreis zählte, fiel schon früh aus der Entscheidung um den Tagessieg. Je ein Gestellter im ersten und im dritten Gang warfen den Plaffeier vorentscheidend zurück. Drei Siege in Folge mit der Höchstnote zehn bescherten Niederberger dann doch noch ein gelungenes Kantonalfest. Punktgleich mit Brodard (57.75) landete der Sensler auf dem zweiten Schlussrang.

Im Gegensatz zu Sieger Michael Niederberger vermochten sich die Mitfavoriten Pascal Piemontesi (Etoy) und Michael Matthey (Nyon) in der zweiten Wettkampfhälfte nicht zu steigern. Die beiden Waadtländer, die in der letzten Saison zwei Kränze gewonnen hatten, brachten es nur auf drei Siege und verpassten beim ersten Kranzfest der Südwestschweiz das begehrte Eichenlaub. Leer ging auch Christoph Overney aus. Der Schwinger aus St. Antoni, der beim Eidgenössischen Schwingfest 2013 in Burgdorf erfolgreichster Freiburger war, schied nach einer Niederlage und zwei Gestellten verletzt aus.

Remo Zosso meldet sich zurück

Positiv in Szene setzen konnte sich dafür Remo Zosso. Mit vier Siegen, dreimal mit der Höchstnote, landete der Kerzerser mit 57.00 Punkten auf dem vierten Platz. Damit gewann der 20-Jährige seinen insgesamt vierten Kranz.

Dass Zosso nach der enttäuschenden letzten Saison, in der er das Eidgenössische verpasst hatte, so erfolgreich in die neue Kranzfestsaison starten würde, konnte nicht unbedingt erwartet werden. Von ungefähr kam der Kranzgewinn allerdings nicht. «Nach dem Frust vom Vorjahr, in dem ich einen Schritt vorwärts machen wollte und stattdessen zwei rückwärts tat, wurde mir klar, dass ich etwas ändern muss», sagt Remo Zosso. «In der Saisonvorbereitung habe ich neu mit einem Konditionstrainer geschwitzt. Zudem arbeite ich jetzt mit einem Mentaltrainer zusammen, damit ich lockerer werde und mich nicht mehr selbst unter Druck setze.» Auch sportlich beschreitet Zosso neue Wege. So trainiert das Mitglied des Schwingerklubs Kerzers auch zusammen mit den Schwingern aus dem Berner Seeland. «In Freiburg fehlen die Zugpferde. Mit Ausnahme von Michael Nydegger gibt es kaum mehr überdurchschnittlich starke und routinierte Schwinger. In Bern ist das Potenzial deutlich grösser. Da kann ich von Schwingern wie Christian Stucki oder Florian Gnägi sehr viel lernen und profitieren. Der Kranzgewinn zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg zurück bin. Das gibt Motivation für den Rest der Saison.»

Mindestens einen weiteren Kranzgewinn hat sich Remo Zosso für dieses Jahr zum Ziel gesetzt. Zudem möchte er beim Bergschwingfest in Schwarzsee «eine gute Figur» abgeben. «Viermal war ich schon dabei, Platz 21 ist meine bisher beste Klassierung in Schwarzsee. Diese möchte ich heuer verbessern.»

«Nach dem Frust vom Vorjahr wurde mir klar, dass ich etwas ändern muss.»

Remo Zosso

Schwinger

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