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Oberamtmann untersagt vorerst die Durchführung von zwei Schulfesten

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Autor: Imelda Ruffieux

In wenigen Tagen beginnen die Sommerferien. Für viele Jugendliche bedeutet dies das Ende der obligatorischen Schulzeit – ein Abschied, der richtig gefeiert werden soll. Da auch Alkohol ins Spiel kommt, wird der eine oder andere sein Schulschlussfest als feucht-fröhlich in Erinnerung behalten. So weit, so gut.

Besorgte Bürger

In den letzten Tagen gab es immer mehr Gerüchte, dass die diesjährigen Feten der Schüler der beiden Orientierungsschulen Tafers und Plaffeien das «normale» Mass übersteigen. Besorgte Privatpersonen und Gemeindebehörden sind deshalb an Oberamtmann Nicolas Bürgisser gelangt. Seine Abklärungen haben die Befürchtungen bestätigt.

Grosse Biermengen

Wie er mitteilt, sind für die rund 140 Schülerinnen und Schüler der OS Tafers für das private Fest im ehemaligen Schulhaus Heitenried über 300 Liter Bier bestellt worden. Die dortigen Organisatoren hatten ein Patent zum Verkauf des Alkohols über eine erwachsene Privatperson beantragt.

Noch grösser ist die Menge für das Fest der Jugendlichen der OS Plaffeien. Für ihr Fest, das in der FC-Buvette in St. Silvester stattfinden soll, wurden 100 Harassen oder insgesamt 792 Liter Bier geordert. Für dieses Fest wurde bisher kein Patent beantragt. Im Verhältnis zu den teilnehmenden Jugendlichen würde dies in Heitenried einen Pro-Kopf-Konsum von 2,35 Litern und in St. Silvester 7,9 Liter ergeben.

«Das ist eindeutig zu viel», sagt Nicolas Bürgisser. «Es ist nicht klar, wie viele der Jugendlichen noch nicht 16-jährig sind. 15-Jährige dürfen vom Gesetz her weder Alkohohl konsumieren, noch darf ihnen solcher verkauft werden», erklärt er.

Der Oberamtmann hat deshalb eine Verfügung erlassen, in der die Durchführung dieser Feste vorläufig untersagt wird. Er macht unter anderem die akute Gefährdung der Gesundheit der Jugendlichen geltend, aber auch die vermutliche Gefährdung der Verkehrssicherheit, und zitiert die kantonalen Gesetze über die Gaststätten, über den Alkoholismus sowie das Bundesgesetz über den Alkoholmissbrauch.

Nicht definitiv verboten

«Am Freitag findet eine Koordinationssitzung mit den Organisatoren der beiden Feste statt», führt Nicolas Bürgisser aus. «Erst wenn sie sich einverstanden erklären, die geplanten Alkoholmengen massiv zu senken, wird die Verfügung aufgehoben», hält er fest. Verlangt wird auch ein Sicherheitsdispositiv. «Die Jugendlichen sollen ihr Fest haben», betont er. «Wir wollen ihnen das Feiern nicht verbieten, doch muss ein gewisses Mass eingehalten werden.» Er will an ihr Verantwortungsbewusstsein appellieren und hofft auf ein Einlenken.

Die provisorischen Verbote erfolgen mit Zustimmung der OS Sense (siehe Kasten).

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