Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Oberamtmänner begrüssen den Bericht

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Sense- und im Seebezirk kommt der Territorialbericht bei den Oberamtmännern gut an. «Die sieben Bezirke beizubehalten ist der richtige Weg», sagt Nicolas Bürgisser, Oberamtmann des Sensebezirks. Die Bezirke im Kanton Freiburg seien gleich gross wie andernorts ganze Kantone, zum Beispiel Uri oder Glarus.

Zusätzliche Ombudsstellen

Die Anpassung der Funktion der Oberämter begrüsse er ebenfalls. Eine Möglichkeit sei, die Ombudsstellen auszubauen. Bereits heute übernehme das Oberamt immer mehr Schlichtungsgespräche, zum Beispiel bei Streitigkeiten unter Nachbarn. «Dadurch, dass die Fälle nicht vor Gericht ausgetragen werden müssen, werden die Gerichte in ihrer Arbeit entlastet», sagt Bürgisser. Auch bei den Grossanlässen hätten die Probleme zugenommen. Darum sehe er dort ebenfalls eine Möglichkeit, eine Art Ombudsstelle zu schaffen.

Hinsichtlich der Einführung von Verwaltungseinheiten sagt Bürgisser: «Ein neues Gebilde müsse besser sein als das bestehende.»

Vermittelnde Oberämter

Auch für Daniel Lehmann ist es die richtige Entscheidung, dass der Staatsrat zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Aufteilung des Kantons in drei Bezirke verzichtet. «Die Arbeit in der Projektgruppe hat gezeigt, dass eine Reduktion auf drei Bezirke kaum realisierbar ist», sagt der Oberamtmann des Seebezirks, der am Bericht über die territoriale Gliederung mitgearbeitet hat.

Mit der derzeit geltenden Definition der Stellung des Oberamtmannes ist Lehmann zufrieden. Dass der Oberamtmann von der Bevölkerung gewählt wird und gleichzeitig die Regierung vertritt, ist für ihn kein Widerspruch. «Es ist eine richtige und wichtige Positionierung.» Der Oberamtmann habe eine vermittelnde Funktion und trage viel zur Nähe zwischen der Bevölkerung und der Kantonsverwaltung bei. «Diese Mediationsfunktion muss bewahrt bleiben», sagt Lehmann.

Aus diesem Grunde ist Lehmann nicht begeistert von der Idee, die Bezirke durch einfache Verwaltungskreise zu ersetzen. Dadurch würde die Funktion des Oberamtmanns wegfallen. «Diese Entwicklung würde zu einer weiteren Entfremdung zwischen Bürger und Staat führen.»

Ridoré: «Zwiespältig»

Carl-Alex Ridoré, Oberamtmann des Saanebezirks, nennt die Ergebnisse des Berichts «zwiespältig». Persönlich habe er nicht viel Neues erfahren. Er anerkennt die Neudefinierung seiner Funktion. «Wir brauchen modernere Instrumente, viele Gesetze sind veraltet», sagt er. Die Funktion des Oberamtmannes müsse effizienter werden, das sei sicher eine richtige Erkenntnis. Negativ beurteilt Ridoré, der in der zweiten Phase an der Arbeit der Projektgruppe teilgenommen hat, den sogenannten «neuen Denkansatz». Bei einer Einteilung in Verwaltungsbezirke ginge vieles verloren, wofür der Oberamtmann stehe, sagt Carl-Alex Ridoré: «Wir sind ein wichtiges Verbindungsglied zwischen Bevölkerung und Politik, das ist nicht so leicht zu ersetzen.»

Schade findet Ridoré, dass über eine Reduktion der Bezirke nicht weiter nachgedacht wird. «Es gibt durchaus interessante Ansätze; wir hatten wohl zu wenig Zeit, das zu vertiefen.» Persönlich könne er sich vorstellen, dass in Freiburg auch vier oder fünf Bezirke möglich wären. hpa/hs/pj

Mehr zum Thema