Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ode an das Bündnerland

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eine erste Entdeckung bei der Ankunft in Graubünden: In den Zügen der Rhätischen Bahn gibt es keine Stromanschlüsse. An sich ist das ja nicht schlimm; kein Grund zur Panik, bloss ein erstes Anzeichen dafür, dass die städtische Komfortzone verlassen wird. Fehlende Steckdosen, als hintergründige Warnung für Fremdlinge aus dem Einzugsgebiet der SBB.

Beim Aussteigen in Rueun, einem Dörfchen eine Station nach Ilanz, der ersten Stadt am Rhein, schlägt dem zufälligen Reisenden ein nächstes Anzeichen für das Verlassen der bekannten Gefilde mit voller Wucht entgegen: Ruhe. Kaum halb zehn Uhr abends, und es ist schon still. Nicht auf diese lärmige Art still, bei der im Hintergrund Autos herumfahren und die Nachbarn zu laut fernsehen. Nein, still.

Aus der Ruhe kommt die Kraft. Könnte die nicht zu überhörende Ruhe die Quelle der übersprudelnden Energie sein, die die Bündner im Rest der Schweiz so beliebt macht? Oder muss man ganz woanders suchen? Beim Umstand, dass im Graubünden niemand wegen Schwarzfahrens gebüsst wird? Erstens sind die ÖV-Verbindungen so schlecht, dass man gerade so gut von einem Ort zum andern laufen könnte, was auch der Fitness zuträglich ist, und zweitens kontrollieren RhB und Post ihre halb leeren Züge und Busse bei jedem Halt so fleissig, das Schwarzfahren nicht einmal in Gedanken möglich ist. Kein Schwarzfahren, keine Sorgen wegen hoher Strafgelder, die einem die gute Laune vermiesen könnten. Klingt auch plausibel, ist aber noch nicht des Pudels Kern. Kommt die «Calanda-Lebensfreude» vom Rätoromanischen, das für alle anderen Schweizer bloss ein hübsches Wort ist, das hier jedoch auch von jungen Bündner untereinander gesprochen wird? Kommt es vom Mikroklima im östlichsten Kanton der Schweiz, wo die Sonne noch scheint, wenn’s im Rest der Schweiz sintflutartig regnet? Vielleicht an Capuns und Pizokel und anderen köstlich-urchigen Regio-Spezialitäten, die den Bauch füllen und glücklich satt machen? Es könnte an der wunderschönen Landschaft liegen!

An Schluchten und Flüssen, Tälern und Bergen, die bei Sonnenschein hell leuchten und bei Regen und Nebel geheimnisvoll majestätisch aussehen. Oder daran, das Esoteriker hier beträchtlich höhere Bovis-Einheiten messen, als im Rest der Schweiz. Womöglich liegt es an all dem. Oder an ganz anderem. Eins ist aber klar: Das Bündnerland ist für jeden gestressten Stadtmenschen pure Erholung und bringt selbst Bewegungsmuffel dazu, Wanderschuhe anzuschnallen.

PS: Auch die Iren gelten als glückliches Volk (siehe Text unten).

Mehr zum Thema