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Ode an Liebe und Poesie

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Orgiastischer Wettbewerbsfilm «Yepeto»

Wörter sind nebst Frauen denn auch die grosse Leidenschaft des beleibten Protagonisten, der rein äusserlich als Antipode des berühmten Latinlovers durchgehen könnte. Innerlich aber hat er nichts verloren von seiner Lust an Liebe und Leben, und auch Ausdrücke wie Sex, Ficken oder Titten gleiten immer noch problemlos über seine Lippen. Er, der sich behaglich zwischen seiner Professur, dem Schreiben und seiner Geliebten eingenistet hat, wird urplötzlich von einem jungen Paar, Cecilia und Antonio, aus seiner Routine gerissen. Cecilia, eine dichterisch begabte, attraktive Studentin, verfällt in eine mädchenhafte Schwärmerei für den Professor, die von ihm nicht unerwidert bleibt. Dies treibt den liebestollen Antonio zur Raserei. Er beginnt den Professor zu terrorisieren. Mit der Zeit jedoch entsteht zwischen den beiden ungleichen Männern eine skurrile Freundschaft. So verstrickt sich der Plot zu einer Dreiecksgeschichte der unüblichen Art.
«Yepeto», nach dem gleichnamigen Roman von Roberto Cossa, der auch das Drehbuch schrieb, ist eine fulminante Hymne auf die Liebe, die Poesie und die Toleranz zwischen zwei Generationen auf der Suche nach ihrer Identität. Ein explosiver Tanz zwischen Fleischeslust und Intellekt, bar aller Schwülstigkeiten und ohne jemals ins Klischeehafte abzudriften.
Dies ist auch der herausragenden Leistung von Ulises Dumont, dem Darsteller des Professors, zu verdanken. Seine Darbietung ist kühn und leichtfüssig zugleich. Mit seiner aussergewöhnlichen schauspielerischen Präsenz schlägt er das Publikum von Beginn weg in seinen Bann. Edouardo Calcagno zeichnet seine Figuren äusserst präzise und feinfühlig, aber immer auch mit einem leichten Augenzwinkern. Calcagno ist kein Unbekannter an europäischen Filmfestivals, und auch «Yepeto» hat übrigens schon einige Auszeichnungen gewonnen.
Es bleibt eine Frage: Weshalb soll man Filme beschreiben, wenn man sie sehen kann?

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