Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Österreichs Ärger über den Schiedsrichter: «Das war ein krasser Fehlentscheid»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Österreich gilt als Geheimfavorit – und steht nach dem 0:1 gegen Frankreich bereits mit dem Rücken zur Wand. In die Enttäuschung mischte sich bei den Österreichern auch viel Ärger.

Manchmal reicht ein Blick auf den Gegner, um die eigene Leistung einzuordnen. Frankreichs Trainer Didier Deschamps sei am Ende sehr erleichtert gewesen, als der Schiedsrichter abgepfiffen habe, sagte Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick nach der 0:1-Niederlage seines Teams am Montag in Düsseldorf gegen die Franzosen. «Sie waren bis zum Schluss gefordert und zeigten nicht eine Durchschnittsleistung. Das war auch für ihre Verhältnisse eine Topleistung», sagte der Deutsche.

So gesehen konnte Rangnick mit dem eigenen Team zufrieden sein, auch wenn dieses ausgerechnet beim EM-Start erstmals seit 21 Monaten und 17 Spielen kein Tor zustande brachte. Die beste Chance vergab Christoph Baumgartner in der 36. Minute. Der Stürmer von Leipzig scheiterte aber beim Stande von 0:0 an der Fussabwehr von Frankreichs Torhüter Mike Maignan.

Der Frust der Österreicher: Kein Corner…

Und diese Szene sorgte bei den Österreichern für rote Köpfe. Statt auf Corner zu entscheiden, gab der spanische Schiedsrichter Jesus Gil Manzano Abstoss. Statt eine weiteren Chance auf ein Tor zu erhalten, lagen die Österreicher knapp eine Minute später nach dem Eigentor von Maximilian Wöber 0:1 hinten. «Ein krasser Fehlentscheid des Schiedsrichter. Ich verstehe nicht, weshalb keiner eingegriffen hat. Kein Assistent, kein vierter Offizieller. Alle im Stadion haben es gesehen, nur offenbar der Schiedsrichter nicht», ereiferte sich Rangnick bei der ARD.

…dafür zu viele Verwarnungen und zu wenig Erholung

Auch sonst musste nun Frust abgebaut werden. Dass in einer beidseits hart geführten Partie die Österreicher fünf Mal verwarnt wurden, die Franzosen aber nur zwei Mal, stiess beim Verliererteam ebenfalls auf Unverständnis. Rangnick: «Das gab das Spiel absolut nicht her. Auch wenn wir auf dem Papier das Heimteam waren, ein Heimschiedsrichter war das bestimmt nicht.»

Zufrieden mit dem Team, aber nicht mit dem Schiedsrichter: Österreichs Trainer Ralf Rangnick.
Bild: Friedemann Vogel / EPA

Und weil er grad so schön in Fahrt war, meckerte Rangnick auch noch über den Spielplan. Vor ihrer nächsten Partie am Freitag in Berlin gegen Polen hätten sie für die Regeneration «30 Stunden weniger Zeit als der Gegner». Polen hatte sein Auftaktspiel bereits am Sonntag um 15.00 Uhr bestritten.

Nun geht bei den Österreichern tatsächlich etwas die Angst um. Die solide Leistung stärkte zwar den Glauben in die eigenen Stärken und in die eigene Spielphilosophie (Rangnick: «Es hat gut funktioniert»), doch die Gefahr eines Scheiterns in der Vorrunde ist nun real. «Das Spiel gegen Polen hat Endspiel-Charakter. Derjenige, der verliert, hat keine allzu grossen Chancen mehr», so Rangnick.

Passiert das Gleiche wie 1990 und 2016?

Wie es ist, schon nach der Vorrunde die Heimreise anzutreten, wissen die Österreicher nur allzu gut. In den letzten 40 Jahren überstanden sie die Gruppenphase bei fünf Turnierteilnahmen nur ein einziges Mal. Das war vor drei Jahre an der EM unter dem später beim FC Zürich gescheiterten Trainer Franco Foda.

Besonders bitter war das frühe Ausscheiden an der WM 1990 (mit Toni Polster in der Blüte seines Schaffens) und an der EM 2016 (mit dem Schweizer Trainer Marcel Koller). Beide Male ging Österreich euphorisiert und als Geheimfavorit ins Turnier – und enttäuschte auf der ganzen Linie. So weit ist es diesmal nicht. Denn enttäuscht hat Österreich gegen Frankreich gewiss nicht.

Womit wir wieder beim Anfang und bei Didier Deschamps wären. Dieser sagte nämlich: «Es war ein schwieriger Gegner, der sehr gut gepresst hat und auch gut gestanden ist.» Und so gilt aus österreichischer Sicht, was die «Kronen Zeitung» am Dienstag auf dem Boulevard in grösstmöglichen Buchstaben titelte: «Kopf hoch!»

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Meistgelesen

Mehr zum Thema