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Offener Brief an Rafael Nadal

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Autor: Matthias Fasel

Lieber Rafa! Wir Schweizer haben da so eine Tradition. Wir halten uns gerne alle Türen offen und möchten am Ende mit dem Sieger jubeln. Das ist nicht nur bei Kriegen so, sondern auch im Sport. An der Fussball-EM zum Beispiel, da waren wir zunächst für die Schweiz, im Anschluss für Holland, dann für Russland und am Ende für Spanien. So waren wir nach dem Finale alle zufrieden.

Zufriedenheit, lieber Rafa, ist so ein schönes Gefühl, dass ich gar nicht genug davon kriegen kann. Ich möchte auch nach Tennisturnieren zufrieden sein. Doch da führt der Weg nun mal über Dich. Ich habe deshalb zuletzt versucht, ein Fan von Dir zu werden. Du bist ja ein ganz sympathischer Kerl. Du bist volksnah, übernachtest meist im Spielerhotel und schliefst sogar in Peking im Olympischen Dorf. Roger Federer hängt dagegen ja nur in Luxushotels herum. Das alles habe ich in meinem Kopf rosenkranzartig wiederholt, als ich Dich zuletzt im TV sah. Und siehe da, ich habe leicht die Faust geballt, als Du Gonzalez einen Rückhand-Passierball um die Ohren geschlagen hast. Doch da war es wieder, dieses lautstarke «Vamos». Dazu der Gesichtsausdruck, als wärst Du gerade in Pamplona von einem Stier gerammt worden. Das ist eine Kleinigkeit, wirst Du sagen. Aber verdammt noch mal, das sieht aus wie direkt aus der Hölle!

Doch ich habe Dir noch eine Chance gegeben, hab mir Deine Leistung schöngeredet. Du hast die Arme von Popeye und das Laufvermögen eines Duracell-Häschens. Das hat Anerkennung verdient, habe ich mir eingeredet, und schon habe ich wieder leicht genickt, als Du ein Ass geschlagen hast. Doch dann hast Du es wieder getan! Du hast an Deinem Hintern herumgefummelt. Wieso nur? Gab es tatsächlich einen Zwischenfall in Pamplona? Dann schreib es mir, ich hätte Verständnis, ganz ehrlich. Und sonst – ich will ja nicht zu intim werden, aber probier es doch einmal mit Funktionsunterwäsche. Vielleicht sind String-Tangas einfach nicht die ideale Wahl für den Court.

Ich kann nicht mehr, lieber Rafa. Es tut mir leid, aber ich muss auch weiterhin jedem Gegner die Daumen drücken, der gegen Dich spielt.

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