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Oft fehlt es am Vertrauen

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Oft fehlt es am Vertrauen

Krebsliga Freiburg zieht Bilanz der Mammografie-Aktion

Bis Ende Jahr werden sich rund 1800 Freiburgerinnen im Alter von 50 bis 70 Jahren einer Mammografie unterzogen haben. Viele Frauen zweifeln aber noch am Nutzen der Aktion; es fehlt am Vertrauen in die Früherkennungs-Methode.

Von IMELDA RUFFIEUX

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In der Schweiz leben heute etwa 65 000 Frauen
mit der Diagnose Brustkrebs, etwa 5000 Fälle werden jährlich neu entdeckt und etwa 1400 Frauen sterben an dieser Krankheit. Gleichzeitig ist Brustkrebs eine von jenen Krebserkrankungen, die bei frühzeitiger
Erkennung erfolgreich behandelt werden können. Durch regelmässiges Röntgen der Brust (Mammografie) können Unregelmässigkeiten
am effizientesten festgestellt wer-den. Je später die Krankheit ent-deckt wird, desto schwieriger und aggressiver muss die Behandlung erfolgen.

Ältere Frauen
direkt ansprechen

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Deshalb hat die Krebsliga Freiburg Anfang Jahr eine grossangelegte Aktion gestartet, die sich vor allem an die Frauen zwischen 50 und 70 Jahren richtet. Bis Ende 2004 werden etwa 12 000 Personen – die Hälfte der in Frage kommenden Frauen – den persönlich an sie adressierten Briefumschlag der Freiburger Krebsliga erhalten haben. Darin wird ihnen die Tragweite der Krankheit erklärt und sie werden zu einer Mammografie eingeladen.

Die Aktion wird vom Kanton Freiburg, von der Loterie Romande und von den Krankenkassen finanziell unterstützt. So müssen die Frauen für die Untersuchung lediglich 14 Franken selbst berappen. Damit wollte man erreichen, dass eine Teilnahme nicht an finanziellen Überlegungen scheitert.

Bisher haben etwa 1000 Frauen vom Angebot Gebrauch gemacht, bis Ende Jahr werden es etwa 1800 sein. Bisher wurde in sieben Fällen eine Krebskrankheit diagnostiziert. Das entspricht einer Teilnahmequote von knapp 16 Prozent. Bezieht man die Frauen mit ein, die ausserhalb der Aktion in den letzten zwei Jahren eine Mammografie machen liessen, kommt man auf eine Quote von 25 Prozent. Dies entspricht etwa den Resultaten von ähnlichen Aktionen in anderen Kantonen.

Weitere Aktionen geplant

Ausgewertet wurden auch die negativen Antworten: 84 Frauen verwehrten eine Teilnahme ohne Angabe von Gründen und 34 Mal wurden die Briefe ungeöffnet zurückgeschickt. Rose-Marie Rittener, Leiterin des Freiburger Zentrums für Brustkrebsscreening, nimmt an, dass die Aktion bei vielen Frauen noch wenig bekannt ist und dass bei vielen eine Hemmschwelle vorhanden ist. Möglicherweise sind für einige die Informationen im zugesandten Umschlag auch zu schwer verständlich.

Sie hofft, dass man mit zusätzlichen Aktionen wie Plakaten, Informationsanlässen und im Gespräch mehr Frauen überzeugen kann. «Es ist nicht leicht und es braucht auch Zeit, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.»

Flächendeckende Früherkennung
im Visier

Bis Ende 2005 wird die Krebsliga mit allen 28 000 Freiburgerinnen den Erstkontakt hergestellt haben. Das Ganze soll aber keine einmalige Kampagne sein, sondern weitergeführt werden, um eine möglichst flächendeckende Früherkennung zu erreichen – das Ziel ist es, am Ende des dritten Jahres eine Teilnahmequote von mindestens 60 Prozent zu erzielen. Beispiele aus anderen europäischen Ländern wie Luxemburg oder den Niederlanden haben gezeigt, dass mit diesem Vorgehen die Anzahl von Brustkrebs-Todesfällen wesentlich vermindert werden kann.

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