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Ohne Druck zurück in die Arbeitswelt

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Soeben ist eine Bestellung eingetroffen für Zora, den kleinen hölzernen Drachen. Das Nachziehtierchen wurde in der Behindertenwerkstätte Karolinenheim im bernischen Rumendingen hergestellt und wird über die Internet-Plattform Socialstore verkauft. Der 32-jährige Jürg Herren hat die Online-Bestellung entgegengenommen und bearbeitet sie. Der Düdinger absolviert seit Anfang September ein Praktikum bei der Stiftung Sovalore in Düdingen, die So­cialstore betreibt. Zuvor war er – vermittelt durch die Invalidenversicherung (IV) – bereits im Club-Office des Vereins Ritec in Düdingen beschäftigt gewesen. Bei der Stiftung Sovalore kann Jürg Herren seine Eingliederungsmassnahme nun fortsetzen, mit dem Ziel, einst im ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen zu können.

Zweites Stiftungsziel realisiert

Jürg Herren ist die erste Person, die bei der Stiftung Sovalore auf diese Weise betreut wird. Primär habe der erste Stiftungszweck erfüllt werden müssen, erklärt Geschäftsführer Jürg Bernhard, und meint damit die Lancierung der Online-Verkaufsplattform Social­store, die ausschliesslich Produkte aus geschützten Werkstätten aus der ganzen Schweiz anbietet (siehe Kasten).

2015 wurde Socialstore aufgeschaltet (die FN berichteten). Auf der Basis der positiv verlaufenen Startphase hat Jürg Bernhard nun den zweiten Stiftungszweck in Angriff genommen und fünf Arbeits- und Praktikumsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen. Bei der gemeinnützigen Stiftung Sovalore sollen Menschen, die kognitiv oder körperlich eingeschränkt sind, Arbeitsluft im ersten Arbeitsmarkt schnuppern können. Praktikumsplätze im administrativen Bereich seien dünner gesät als die mit handwerklichen Aufgaben, sagt Bernhard. Gerade auch für Leute, die ein Burn-out hatten, sei die Tätigkeit bei ihnen ein guter Wiedereinstieg. «Wir bieten den Teilnehmern echte Arbeit an. Weil wir aber gleichzeitig eine Stiftung sind, können wir ihnen die Zeit geben, die sie brauchen.» Die Eingliederungsplätze seien mit der finanziellen Hilfe von Förderstiftungen zustande gekommen.

Dem Teilnehmer Jürg Herren gefällt seine Arbeit. Er betreut den Online-Shop, kann aber auch mal Produkte für den Versand einpacken. Ziel ist es, dass er sein Arbeitspensum kontinuierlich steigern kann. Und das Ziel der Stiftung Sovalore besteht darin, dass die fünf betreuten Arbeits- und Praktikumsplätze einst besetzt sind und dadurch möglichst viele Menschen in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.

Webshop

Über 360 Artikel aus geschützten Werkstätten

Die Internetplattform Socialstore wurde 2015 lanciert und verfolgt das Ziel, Produkte aus geschützten Werkstätten über deren regionalen Markt hinaus zu vertreiben. «Wir wollen den Markt für diese Produkte öffnen», erklärt Geschäftsführer Jürg Bernhard. Socialstore bietet über 360 Produkte aus 17 Institutionen aus der Schweiz an. Auch Freiburger sind mit dabei: die Stiftung Applico mit ihren Holzschlitten, der Verein Ritec mit Brennholz und auch die Sensler Stiftung für Behinderte (SSB), der Verein für aktive Arbeitsmarktmassnahmen (VAM), das Atelier la Gérine, die Fondation La Rosière und viele mehr. Die Produktepalette soll noch weiter wachsen. Private, aber auch Firmen, die für Mitarbeiter und Kunden nachhaltige Geschenke suchen, gehören zu den Kunden. Die Werkstätten sollen dank Socialstore eine grössere Menge ihrer Produkte absetzen können und somit weniger abhängig sein von der Industrie.

Die Stiftung Sovalore, der Socialstore angehört, war 2016 aus einer privaten Initiative heraus entstanden. Stiftungsratspräsident ist Thomas Perren aus Düdingen.

ak

 

«Wir bieten den Teilnehmern echte Arbeit an. Weil wir gleichzeitig eine Stiftung sind, ­können wir ihnen die Zeit geben, die sie brauchen.»

Jürg Bernhard

Geschäftsführer Stiftung Sovalore

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