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Ohne Forschung keine Pädagogische Hochschule

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 In seinem parlamentarischen Vorstoss schrieb Grossrat Emanuel Waeber (SVP, St. Antoni) von der «Problematik der zunehmenden Forschungstätigkeit und der damit verbundenen Akademisierung» innerhalb der Pädagogischen Hochschule (PH) Freiburg. Für Waeber ist die «praktische Relevanz» sowie die «Qualitätskontrolle» bei der PH sehr wichtig. Mit seinen Fragen wollte Waeber wissen, ob die PH nicht zu viel Mittel in die Forschung stecke.

In seiner Antwort stellt der Staatsrat nun klar, dass Forschung und Entwicklung für die PH Grundvoraussetzungen sind, um von der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz anerkannt zu werden. Dies gilt auch für die übrigen Hochschulen. Ohne diese Anerkennung hätten die Abschlüsse interkantonal keine Gültigkeit.

Standard erreicht

Die Forschung wurde bei der Umbildung der Lehrerseminare in PH neu in den Tätigkeitsbereich aufgenommen, schreibt der Staatsrat. Die Entwicklung dieses Bereichs dauert deshalb länger. Dennoch habe die PH Freiburg im Bereich Forschung bereits heute ein Niveau, das den Anforderungen der Erziehungsdirektorenkonferenz und der Bundesgesetzgebung genügt.

Der Staatsrat versicherte Waeber in seiner Antwort, dass die Forschungstätigkeit der PH im Vergleich zu jener in den Universitäten stärker anwendungsorientiert ist und einen direkten Praxisbezug aufweist. Während bei der Forschung an der Universität vermehrt grundlegende oder systemische Fragen wie Lernprozesse oder Bildungssysteme im Vordergrund stünden, sei die Forschungstätigkeit bei der PH eher auf die Unterrichtspraxis ausgerichtet.

Die Forschung an der PH ist gemäss Staatsrat in folgende Einheiten unterteilt: Fachdidaktik Naturwissenschaften und Bildung für nachhaltige Entwicklung; soziale Ungleichheiten, Vielfalt und schulische Institutionen; Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen, Unterrichtsentwicklung-Transfer «Wissenschaft-Praxis»; Evaluationen von Lernen und Lehren, Unterricht und Bildungsinstitutionen. Im Bereich Entwicklung sei die PH unter anderem an der Erarbeitung von Lehrmitteln beteiligt, so der Staatsrat.

1,3 Millionen für Forschung

Wie aus der Antwort hervorgeht, sind die Mittel der PH für Forschung noch relativ bescheiden. Total beliefen sich die Kosten dafür auf rund 1,3 Millionen Franken für das Jahr 2011. Daran zahlte der Schweizerische Nationalfonds knapp 50 000 Franken.

Wie die Antwort weiter präzisiert, müssen Dozenten der PH mindestens zehn Prozent ihrer Tätigkeiten der Forschung widmen. In Vollzeitstellen beträgt der Aufwand für Forschung 3,12 Dozierende, zwei Forschungsverantwortliche und 0,5 wissenschaftliche Mitarbeitende. uh

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