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Ohne Fraktionsstärke gibts für CSP und SVP keinen Sitz in der Finanzkommission

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Autor: Carolin Foehr

Villars-sur-Glâne Die CSP und die SVP haben an der ersten Generalratssitzung am Donnerstagabend die erste Niederlage hinnehmen müssen. Mit je vier Generalräten hatten die beiden Parteien bei den vergangenen Gemeindewahlen knapp die Fraktionsstärke verpasst – und damit nun auch ihren Einzug in die strategisch wichtige Finanzkommission.

Die SP setzte sich hingegen mit ihrem Vorschlag durch, die Kommission nur mit neun Mitgliedern aus den vier Fraktionen SP, FDP, CVP und Grüne zu bestücken. Der Gemeinderat hatte elf Mitglieder vorgeschlagen, die CSP zwölf. Während der letzten Legislatur bestand die Kommission mit einem Vertreter der SVP noch aus zehn Mitgliedern.

Unzufrieden mit dieser Aufteilung zeigte sich vor allem Pierre-Yves Moret (CSP). «Diese Pseudo-Gerechtigkeit zeugt von einer politischen Arroganz, die die Zusammenarbeit im Generalrat sicher nicht vereinfachen wird», rügte er zum Abschluss der Sitzung. Er kündigte eine Reihe von Vorstössen zur Änderung des Generalratsreglements an.

Der Generalrat beauftragte ein reines Männergremium mit der Kontrolle der Gemeindefinanzen: die SP-Vertreter Thomas Marthaler, Jean-Daniel Margueron, Giovanni-Antonio Colombo, Vito Carnevale, den bisherigen Kommissionspräsidenten Olivier Carrel sowie Ian Peiry aus den Reihen der FDP, die CVP-Männer François Page und Jean-Daniel Savoy und schliesslich den Grünen Bruno Marmier.

Marokkanerin präsidiert

Ohne Gegenstimme wählte der Rat die bisherige Vize-Präsidentin Corinne Fässler (FDP) zur neuen Ratspräsidentin. Die selbständige Geschäftsfrau stammt ursprünglich aus dem marokkanischen Casablanca und lebt seit über 25 Jahren in Villars-sur-Glâne. Zehn Jahre lang war sie Mitglied der Schulkommission, seit 2003 sitzt sie im Generalrat. Die Mutter dreier Kinder erklärte nach ihrer Wahl, sie sei stolz, ihr Amt gerade jetzt, vierzig Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts, zu übernehmen. Und, fügte sie hinzu: «Es zeugt ebenso von der Offenheit unserer Gemeinde, dass dieses Jahr zwei Südländer den Rat führen dürfen.»

Denn als ihren Stellvertreter wählten die Räte den Tessiner Marc’Aurelio Andina. Der SP-Generalrat wohnt seit zwanzig Jahren in Villars-sur-Glâne und hat bereits als Agglo-Rat und Mitglied der Raumplanungskommission geamtet.

Vertreter in den Agglo-Rat gewählt

Auch die Vertreter der Gemeinde in den Agglo-Rat wurden am Donnerstagabend bestimmt. Die Syndique Erika Schnyder wurde in den Agglo-Vorstand gewählt. Ausserdem werden ihr Vize Nicolas Bapst sowie die Gemeinderäte Marie Garnier und Benjamin Gasser im Agglo-Rat sitzen. SP, FDP, CVP und die Grünen stellen je einen Vertreter im Agglo-Rat.

Grüne:Sie tanzen bereits aus der Reihe

Mit sieben Generalräten sind die Grünen am 20. März 2011 zum ersten Mal ins Parlament von Villars-sur-Glâne eingezogen. An der ersten Sitzung vom Donnerstagabend zeigten sie bereits, dass sie sich nicht einfach in die Ränge der stärksten Partei, der SP, einreihen werden. Die SP hatte, «in Absprache und mit dem Einverständnis der anderen Fraktionen», eine neunköpfige Finanzkommission vorgeschlagen. Doch statt sich an die getroffene Vereinbarung zu halten, erklärten die Grünen in der Debatte spontan, sie unterstützten den Vorschlag des Gemeinderates, der elf Mitglieder forderte.

Diese Rochade machte insgesamt vier Abstimmungen nötig, die die SP nur dank ihrer 17 Sitze gewann. Damit setzten die Grünen bereits ein erstes Zeichen – dass nämlich ihre sieben Stimmen bei vielen Debatten ausschlaggebend sein können.cf

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