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Ohne Gemeinden keine Tageseltern

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Immer mehr Seebezirkler Tagesmütter, immer schwierigere Finanzierung

Der Tageselternverein des Seebezirks feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Doch leicht fällt ihm das Jubilieren nicht. Zu schwierig ist in den letzten Jahren die Finanzierung geworden. In einem Jahresbericht zu Beginn der 90er-Jahre hatte es noch geheissen, zwei Drittel der Betreuungsverhältnisse seien defizitär. «Heute sind fast alle Verhältnisse für uns defizitär», sagte an der Versammlung vom Mittwoch Präsidentin Elsbeth Hünig.

Kostendeckend wäre ein Elternbeitrag von 7.17 Franken pro Tageskind pro Stunde. Die Tagesmutter verdient dabei fünf Franken, die Seebezirkler Gemeinden bezahlen 85 Rappen pro Kind pro Stunde. Dazu bezahlen die Gemeinden als Mitglieder zwei Franken pro Einwohner.

Säumige Eltern

Zur Erschwerung der Situation hat beigetragen, dass die Zahlungen der Eltern immer spärlicher werden. Es häuft sich der Anteil jener Eltern, die nur zum niedrigsten Tarif von 1 Franken pro Stunden belastet werden können. Dazu bezahlten vermehrt Eltern nicht fristgerecht oder überhaupt nicht. Im vergangenen Jahr hat man trotz gerichtlichem Weg eine offene Rechnung einer Familie von über 2700 Franken nicht eintreiben können.

Dies schlug sich auch in der Jahresrechnung nieder. Während die Löhne für die Tageseltern aufgrund mehr geleisteten Betreuungsstunden um 17 Prozent stiegen, kamen nur drei Prozent mehr durch Zahlungen der Eltern herein.

Von 85 Rappen auf 1.80 Franken

Das Defizit für das Jahr 1999 belief sich auf fast 14000 Franken und wäre mehr als doppelt so hoch ausgefallen, hätte nicht die Loterie romande viel mehr als versprochen bezahlt.

Der Tageselternverein hat jetzt anlässlich seiner Versammlung beschlossen, den Mitgliederbeitrag von 30 Franken auf 40 Franken zu erhöhen. Wichtiger noch: Yvonne Stempfel hat im Namen des Gemeindeverbandes des Seebezirks erklärt, dass man gewillt sei, den Gemeindebetrag pro Betreuungsstunde von 85 Rappen auf 1.80 Franken zu erhöhen.
Der Tageselternverein hat denn auch mit dieser Erhöhung budgetiert und erwartet so für das Jahr 2000 ein weit geringeres Defizit.
Die geregelten Finanzen waren eine Bedingung für Marianne Blumer (Villarepos), sich als neue Präsidentin zur Verfügung zu stellen. Sie tritt die Nachfolge von Elsbeth Hünig an, die sich aber noch ein Jahr im Vorstand zur Verfügung stellen wird.

Erfolgreiche
Privat-Tagesstätte

Die Tagesstätte «Seepferdchen» an der Engelhardstrasse kann nicht einmal zwei Jahre nach der Eröffnung schon das 100. Kind aufnehmen. Für die Initiantin Esther Hediger ist dies ein Indiz dafür, wie stark eine Nachfrage nach solchen Betreuungsplätzen besteht.

Um die sechs bis zwölf Kinder umfassenden Gruppen kümmern sich vier ausgebildete Betreuerinnen; jeweils zwei pro Gruppe. Der Erfolg in Murten veranlasst die Initiantin, sich bereits Gedanken über eine zweite solche Tagesstätte in Kerzers zu machen.
«Seepferdchen» kommt ganz ohne öffentliche Gelder aus, Esther Hediger verschweigt aber nicht, dass man sich dabei sehr einengen muss, auch seitens der Betreuerinnen. Einen Gewinn dürfe die Tagesstätte jedenfalls nicht abwerfen.

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