Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ohne Gewerbezone keine Entwicklung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Seit sechs Jahren planen die Brüder Elmar und Andreas Piller den Bau einer Schnitzelhalle auf ihrem Betrieb in Hapferen, Plaffeien. Ob die Halle je zustande kommt, steht momentan aber noch in den Sternen. Der Bau wurde bisher nicht bewilligt, und auch eine Umzonung des Landes, welche den Bau der Halle ermöglichen würde, will die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion laut Amtsblatt nicht genehmigen.

Die Gebrüder Piller AG ist auf Forst- und Transportarbeiten spezialisiert. Daneben machen die Brüder in der Gemeinde Winterdienst, sie betreiben die Buvette des Hapferen-Skilifts, und sie leihen umliegenden Forstbetrieben Maschinen aus. Die neue Halle würde ihnen als Lager für Schnitzel dienen, zudem könnten sie darin grössere Maschinen parkieren.

In der Landwirtschaftszone

Der Bau der Schnitzelhalle war bisher nicht möglich, weil sich die Firma in der Landwirtschaftszone befindet. Bis 2003 führten die Brüder respektive ihr Vater und ihr Onkel nämlich einen Landwirtschaftsbetrieb, die Forst- und Transportarbeiten wurden sukzessive nebenher aufgebaut. «Bis jetzt war das in der Landwirtschaftszone möglich, aber eine Erweiterung des Betriebes würde den Rahmen sprengen», sagt Corinne Rebetez, Sprecherin der kantonalen Baudirektion.

Als es 2006 das Dach der Buvette des Skilifts verhagelte, die sich auf dem Land der Gebrüder Piller AG befindet, begann jedoch die Planung für eine Erweiterung des Betriebes. Einerseits wollen die Brüder die Buvette umfassend sanieren und ausbauen und andererseits eine alte Poulethalle abreissen und an deren Standort die Schnitzelhalle bauen, die mit 425 Quadratmetern Fläche gut doppelt so gross wäre wie das alte Gebäude. «Nur mit dieser können wir unseren Betrieb erweitern und sind zeitgemäss eingerichtet», hält Elmar Piller fest. Ohne Neubau könne sich die Firma nicht weiterentwickeln, und das Fortbestehen des Familienbetriebes wäre gefährdet.

Keine Einsprachen

Die Brüder reichten im Mai 2007 beim Kanton ein Vorgesuch für den Ausbau ein, das Bau- und Raumplanungsamt sprach ihnen daraufhin im März 2008 82 Quadratmeter Fläche Land zu, die sie auf ihrem Grundstück noch verbauen dürfen. Diese Fläche genügt für die Halle aber nicht.

Elmar und Andreas Piller begannen, sich mit der Gemeinde abzusprechen. Auch mit dem damals verantwortlichen Staatsrat Georges Godel nahmen sie Kontakt auf. Dieser riet ihnen, das Land umzuzonen, so dass aus der Landwirtschaftszone eine Gewerbezone entstehen würde. In einer Gewerbezone hätten sie die grössere Fläche zur Überbauung zur Verfügung. Diese Einzonung lag im vergangenen Herbst öffentlich auf. Es gingen keine Einsprachen ein. Auch die Gemeinde unterstützt die Einzonung. «Es ist ein seit Jahren bestehender Betrieb, der uns beim Winterdienst unterstützt», erklärt Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien. «Zudem ist der Standort ideal für die Art von Arbeiten, die die Firma durchführt.» Lötscher verweist auf den Lärm und den Staub, der beispielsweise beim Hacken des Holzes entsteht. «In einer bestehenden Gewerbezone würde das nicht funktionieren.» Für die Gemeinde ist ausserdem der Skilift Hapferen von grosser Bedeutung (s. Kasten). «Würde sich neues Gewerbe ansiedeln wollen, würden wir die Einzonung sicher nicht begrüssen. Aber es handelt sich hier um einen existierenden Betrieb.»Auch Alfons Piller, Grossrat und Gemeinderat von Plaffeien, kann den voraussichtlichen Entscheid des Kantons nicht verstehen. «Fernheizungen werden sehr stark gefördert. Ein Unternehmen, das den Rohstoff dazu liefert, sollte nicht bestraft werden.»

Inselzone verhindern

Corinne Rebetez hält dagegen, es gehe nicht um die Schnitzelhalle selbst, sondern um die Einzonung. «Es würde eine Inselzone entstehen», sagt sie. Diese würde den Grundsätzen der Raumplanung widersprechen und wäre nicht gesetzeskonform. Auch die Standortgebundenheit sieht der Kanton als nicht gegeben. «Die Aktivitäten der Firma könnten in einer bestehenden Industrie- und Gewerbezone gut durchgeführt werden», sagt Rebetez. In der Eingabe der Gemeinde war zudem vorgesehen, die Gewerbezone an das Unternehmen Gebrüder Piller AG zu binden. Dies erachtet der Kanton als nicht sinnvoll. «Was passiert, wenn die Firma verkauft wird oder sie ihren Namen ändert?», fragt Rebetez. «Solche Bedingungen sind nicht möglich.» Sie hält fest, dass Staatsrat Godel damals kein Versprechen gemacht habe, sondern der Firma bloss alle Möglichkeiten aufzeigen wollte.

Hapferen: Skilift ist gefährdet

Die Bergstation des Skilifts Hapferen in Plaffeien befindet sich auf dem Land der Gebrüder Piller AG. Der Skilift ist besonders bei Familien sehr beliebt, da sich die flache Abfahrt gut für Anfänger eignet. Die Buvette, die zum Skilift gehört, führt Andreas Piller zusammen mit seiner Mutter. Der Skilift gehört der Schneekristall AG, bei der die Brüder Hauptaktionäre sind. Bewilligt der Kanton die Umzonung der Liegenschaft in eine Gewerbezone nicht, ist es wahrscheinlich, dass die Brüder die Buvette abreissen. In der Landwirtschaftszone dürfen sie bloss noch 82 Quadratmeter verbauen. Diese würden sie wohl für den Bau einer kleinen Schnitzelhalle einsetzen. Der Abriss der Buvette würde jedoch wahrscheinlich auch das Ende des Skilifts bedeuten, denn ohne Buvette kein Skilift. «Das wäre äusserst schade», sagt der Ammann von Plaffeien, Otto Lötscher. mir

 

 

Mehr zum Thema