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«Ohne Helfer ginge gar nichts»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Ohne Helfer ginge gar nichts»

Autor: Imelda Ruffieux (Text) und Charles Ellena (Bilder)

Freitagabend, kurz vor 23 Uhr, in der grossen Küche des Militärlagers. In einer Ecke leert eine Frau die frittierten Country Cuts in eine Schüssel. Gleich daneben ist der Grillmeister daran, Kalbsbratwürste im Akkord auf dem Gasgrill zu wenden. Vorne brodelt ein Riesentopf Chili leise vor sich hin und gleich daneben werden Indianerspiesse bei jeder Drehung im Spezialgrill ein wenig knuspriger. Es werden Steaks gebraten, Maiskolben grilliert und Salat auf Plastiktellern arrangiert.

Am Buffet herrscht geschäftiges Treiben. Die Atmosphäre in den Küchenräumen ist nicht hektisch, doch hat jeder gut zu tun. Die Musik aus dem nahen Festzelt ist hier drin, zwischen Brutzeln, Zischen und Geschirrklappern, nur gedämpft zu hören.

Zum 18. Mal dabei

«Jetzt ist es eigentlich recht ruhig», sagt Alfons Riedo, OK-Verantwortlicher für die Festwirtschaft. «Vor einer Stunde ging es hier noch viel hektischer zu und her.» Das sagt er mit so ruhiger Stimme, dass man ihm kaum abnimmt, dass auch er einmal in Stress geraten könnte.

Kein Wunder – Alfons Riedo weiss, wie der Hase läuft. Zum 18. Mal geht die Country-Night an diesem Wochenende über die Bühne und zum 18. Mal ist Alfons Riedo dabei. Im ersten Jahr hat er als freiwilliger Helfer beim Aufbau geholfen, dann wurde er Mitglied des Organisationskomitees. «Nach 15 Jahren wollte ich eigentlich aufhören. Aber es ist schwierig, jemanden zu finden, der so viel Freizeit opfern will und vor allem bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.» Deshalb sei er immer noch dabei, genau wie andere im OK auch.

Hektisch vor dem Start

Der Anlass, der einst als kleines Fest begonnen hatte, hat mittlerweile so grosse Dimensionen angenommen, dass ganze Heerscharen von Helfern nötig sind. Allein der Aufbau des Festzelts beginnt anderthalb Wochen vorher. Wenn es dann losgeht, dann ist der Herr über 550 Liter Chili, 1100 Kalbsbratwürste, 580 Maiskolben, 120 Kilo Steaks und 550 Kilo Country Cuts in seinem Element. «Bis alles bereit steht, geht es ziemlich stressig zu.» Doch gleichzeitig ist es der Moment, auf den sich Alfons Riedo am meisten freut: «Freitagabend um 20 Uhr, wenn alles eingerichtet ist und funktioniert und wir wissen: Jetzt geht’s los.»

Für den Nachwuchs

Mit der Grossküche der Kaserne steht eine ideale Infrastruktur zur Verfügung. Pro Schicht stehen rund 40 Leute im Bereich Festwirtschaft im Einsatz. «Ohne sie ginge gar nichts», betont der 45-Jährige. Er erklärt, warum es kein Problem ist, freiwillige Helfer zu finden. «Sie sind dabei, weil ihnen der Zweck des Anlasses wichtig ist: nämlich den Nachwuchs des Skiclubs Schwarzsee zu unterstützen.» Einige seien Mitglieder, andere dem Verein auf andere Weise verbunden, zum Beispiel Eltern, deren Kinder in der JO sind.

«Die meisten Nachwuchsfahrer kommen vielleicht sportlich nicht an die Spitze. Ich bin überzeugt, dass diese Zeit eine gute Erfahrung und prägend für ihr Leben ist. Deshalb lohnt sich der grosse Aufwand allemal.»

Einfach ein schönes Fest

Das gute Wetter vom Wochenende führt dazu, dass der Anlass sehr gut besucht ist. Doch auch bei Regen und Schnee sind Fans dem Country treu. Auf die Gründe angesprochen, zuckt Alfons Riedo mit den Schultern. «Es ist halt einfach ein schönes Fest. Die Leute schätzen die familiäre Ambiance. Wir betreiben aber auch einen grossen Aufwand mit der Ausstattung der Halle. Das wird sehr geschätzt.» Das OK bekomme Komplimente von den Besuchern, aber auch von den Interpreten. «Sie sind zum Beispiel überrascht, dass die Tanzfläche so gross ist und auch rege benutzt wird.»

Und mag Alfons Riedo diese Musik selbst auch? «An diesem Fest bin ich Countryfan», sagt er mit einem Lachen. Privat steht er eher auf Volksmusik, spielt Bass bei der Trachtenkapelle Düdingen. «Aber Country ist ja auch Volksmusik, nur dass diese aus Amerika kommt. Das passt gut zusammen.»

Ein paar Stunden Ruhe

«Funs, wo hat es noch Becher für das Chili?», wird er mitten im Gespräch gefragt, und kurze Zeit später möchte eine Frau wissen, wo sie noch Eis finden kann. Die Pause zwischen «Straight Ahead» und «Gasoliners» benützen viele Besucher, um sich zu stärken. So geht es emsig weiter, bis die Schicht der Helfer um drei Uhr zu Ende geht. Bis Alfons Riedo schlafen geht, dauert es noch eine Weile. «So zwischen vier und acht Uhr hab ich Ruhe, sonst bin ich mehr oder weniger immer präsent.» Doch es reiche auf jeden Fall für ein Bier, einige Runden im Festzelt und ein paar Gespräche mit Freunden.

Das grosse Aufräumen

Der Dauereinsatz ist dann am Sonntag in den Knochen zu spüren. Nach nur einer, zwei Stunden Schlaf geht es am Morgen ans Aufräumen und Putzen. Das sei jeweils der allermühsamste Teil, führt Alfons Riedo aus. «Dann ist 5 Uhr und du fällst ins Bett und bist weg bis Montagmorgen.» Für das Country nimmt sich der Lagerist jeweils neben dem Freitag auch den Montag frei, um das Festzelt abzubauen. Der Helferabend einige Wochen danach markiert dann den Abschluss der 18. Country-Night – bis Alfons Riedo und all die anderen Helfer Ende August 2011 wieder anrücken, um die 19. Ausgabe in Angriff zu nehmen.

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