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«Ohne Krisen wäre es langweilig»

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Daniel Fontana blickt zurück auf zehn Jahre Bad-Bonn-Kilbi, Düdingen

Autor: Mit DANIEL FONTANA sprach
RUTH SCHMIDHOFER

Keinesfalls. Wenn ich beim ersten Anlass schon an den zehnten gedacht hätte, würde es die Bad-Bonn-Kilbi wohl nicht mehr geben, und sehr traditionell sind wir nicht unbedingt – denke ich jedenfalls.

Bei der diesjährigen Ausgabe haben wir bewusst darauf verzichtet die Zehn als grossen Aufhänger einzusetzen. Was zählt, sind die tollen Bands, die wir einladen durften, und spontane Einlagen werden auch nicht fehlen.

Na klar gabs die, ohne Krisen wäre es uns bestimmt langweilig geworden, Spannungen und Notsituationen machen ja bekanntlich erfinderisch.

Vor allem finanziell gab es einige schwierige Phasen zu überstehen. Durch die Gründung des Tonvereins Bad Bonn – das brachte uns finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand sowie personelle Verstärkung – und die Zusammenarbeit mit der Vereinigung Petzi vor zwei Jahren konnten wir viel frische Energie tanken und verschafften uns dadurch vor allem auch in der französischen Schweiz viel mehr Akzeptanz.

Ich leiste mir den Luxus, Bands zu engagieren, die mir persönlich auch gefallen – auf deren Konzerte ich mich freue. In diesem Jahr ist dies speziell der Fall.

Viele Bands kommen an die Kilbi, weil sie schon bei uns im Club gespielt haben und ihren Spass hatten. Und es kommt nicht selten vor, dass sie zwischenzeitlich auch bekannter geworden sind, was dann unsere Finanzverantwortlichen freut. Andere Bands wiederum habe ich irgendwo spielen sehen.
Es macht mir auf jeden Fall mehr Spass, so zu funktionieren, als mit grossem Geldbeutel und Exklusivverträgen wirken zu müssen. Vieles hängt aber auch von Zufällen wie Tourneeplänen oder Konkurrenzveranstaltungen ab.

Ein bestimmtes Verhältnis nicht direkt, ich achte aber schon darauf, dass Schweizer und auch regionale Bands dabei sind, wie es dieses Jahr wiederum der Fall ist.

Da versuchen wir uns im Moment noch zu verbessern und uns intensiver um die Bewerbungen von Schweizer Bands zu kümmern, um keinesfalls interessanten und engagierten Künstlern den Weg zu verbauen.
Demokassetten und CDs anhören benötigt viel Zeit, doch um eine vielfältige kulturelle Plattform aufrechtzuerhalten ist diese Arbeit unerlässlich.

Das Highlight war die letzte Kilbi, da hat wirklich (fast) alles gestimmt: tolle Konzerte – unter anderem von «The Queens of the Stone Age», «22 pis-tepirkko», «The Notwist» -, gute Stimmung im Team (erstmals schwarze Zahlen seit 1994), und es war die erste Kilbi unter der Leitung des Tonvereins. Darüber hinaus gehören die Auftritte von «The Prodigy», «Coroner» und «Stiller Has» zu den Glanzpunkten.

Am Anfang kamen die Leute eher aus der Region. Mittlerweile kommt das Publikum aus der ganzen Schweiz angereist – nicht in Massen, aber es interessiert einige, was im Bad Bonn passiert.

Zahlenmässig war es ein Auf und Ab; altersmässig ist es so, dass halt diejenigen, die schon am Anfang dabei waren, nun auch schon zehn Jahre älter sind, und somit ihr Jubiläum feiern!

Die erste von uns organisierte Bad- Bonn-Kilbi dauerte zwei Tage und es waren rund 200 bis 300 Leute pro Tag anwesend. Gespielt haben die «Groove Lords» und «Deacon Fuller», ein amerikanischer Bluesrock-Gitarrist.

Der grosse Teil des Publikums war aus Düdingen und Umgebung, und das Ganze hatte noch ein bisschen Volksfestcharakter, ich war damals auch noch im Fussballclub.

Seit 1996 Züri West verspätet auf der Bühne erschienen, weil sich die Musiker im Backstage den Fussball-EM-Halbfinal anschauten. Auf dem Festivalgelände waren damals leider keine Fernsehapparate oder gar eine Grossleinwand vorhanden.

Teilweise ist es sicher dasselbe Publikum. Ich habe auf jeden Fall sowohl Fussball als auch Musik sehr gerne. Musik und Fussball haben ihre Gemeinsamkeit in den Wurzeln, die bei beiden in den untersten sozialen Schichten stecken. Da kommen sie doch alle her, unsere grossen Idole, und so darf es bleiben.

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