Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Ohne nachteilige Folgen für Umwelt und Natur ist ein Windpark nicht realisierbar»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Anton Jungo

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist für Windkraft-Anlagen in der Grössenordnung des Schwyberg-Projekts obligatorisch. Es sei bei der Erstellung des Berichts nicht darum gegangen, den Standort Schwyberg in Frage zu stellen, halten die Verfasser, das Ingenieurbüro Philipona und Brügger in Plaffeien, fest. «Es ging nur darum, die nachteiligen Auswirkungen aufzuzeigen und wenn möglich, mit geeigneten Massnahmen deren Auswirkungen zu verringern.»

Auch Beeinträchtigungen

Nach der Prüfung von zehn Teilaspekten kommt der Bericht zum Schluss: «Der Bau eines Windparks mit neun über 100 Meter hohen Windenergieanlagen ist ohne nachteilige Folgen für Umwelt und Natur nicht realisierbar.»

Im Bereich Naturschutz seien Nachteile für die Vogelwelt zu erwarten. «Deren Ausmass kann mit letzter Gewissheit erst festgestellt werden, wenn die Anlage in Betrieb ist; gemäss Erfahrungen im Ausland werden Anlagen jedoch für keine Art bestandesgefährdend sein», heisst es.

Da es sich beim Windpark Schwyberg um die erste Anlage in den Schweizer Voralpen handelt, wird im Bericht vorgeschlagen, dass ab Herbst 2009 die Vogelzüge beobachtet werden. Die Beobachtungen sollten bis etwa für Jahre nach der Inbetriebnahme der Anlage fortgesetzt werden. Im UVP-Bericht liegt eine Offerte der Vogelwarte Sempach für die Beobachtungen vor.

Genauere Kenntnisse gibt es über die Fledermäuse und die Raufusshühner. Die Wälder am Schwyberg gelten als potenzielles Brutgebiet des Auerhuhns und die Krete als wichtiger Balzplatz der Birkhähne. Wie es im Bericht heisst, muss während dem Bau der Anlage auf die Balz der Birkhähne Rücksicht genommen werden.

Dossier wird studiert

Auf die ornithologischen Probleme im Zusammenhang mit dem Windpark hatten vor allem die Freiburger Natur- und Landschaftsschutzorganisationen hingewiesen. Wie Herbert Kaenzig, Präsident des WWF, am Freitag erklärte, werden die Umweltorganisationen das Auflage-Dossier nächste Woche eingehend studieren und dann ihre Stellungnahme abgeben. Grundsätzlich könne gesagt werden, dass die Organisationen sich für erneuerbare Energie einsetzen. Die Erstellung von Windenergie-Anlage würde Groupe E aber nicht überall im Kanton befürwortet. Am ehesten noch auf dem Schwyberg. Patrick Sudan von der Greenwatt AG seinerseits betonte gestern: «Wir nehmen die Bedenken der Umweltorganisationen sehr ernst.»

Vom Windpark sind keine Naturschutzgebiete von nationaler Bedeutung betroffen. Die Anlage befindet sich aber fast vollständig in der Landschaftsschutzzone. Das sei aber nicht weiter erstaunlich, da fast das ganze Gebiet der Gemeinde Plaffeien – von Zollhaus aufwärts – dieser Zone zugeordnet sei, wird im UVP-Bericht festgestellt.

Anlage weitherum sichtbar

«Die wichtigste Frage im Zusammenhang mit den Landschaftsschutzinventaren stellt sich bezüglich der Ästethik. Die Anlagen werden sowohl vom Mittelland her als auch von den umliegenden touristisch genutzten Gebieten her sehr gut sichtbar sein», wird betont. Mindestens in der Anfangsphase würden sich einige Leute durch dieses prägende Landschaftsbild gestört fühlen, sind die Bericht-Verfasser überzeugt.

«Wollte man die gleiche Strommenge mit Photovoltaik-Anlagen erzeugen, dann müsste man etwa 350 000 Quadratmeter Solarpanels auslegen», wird betont. Dies entspricht 50 Fuss-ballfeldern oder 7000 südgeneigten Hausdächern.

Zur Erschliessung der Anlage müssen rund drei Kilometer neue Maschinenwege gebaut werden. Der Bericht stellt fest, dass auf den Einbau eines Belages verzichtet wird und die Zufahrten abgesperrt werden. Auf den Ausbau der Schwybergstrasse wird weitgehend verzichtet. Nur die Kurvenradien werden ausgebaut.

Mehr zum Thema