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Ohne Plan B ist Plan A für die Blue Factory die beste Lösung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wie sich die Blue Factory heute gegen aussen präsentiert, bedauert FN-Redaktor Urs Haenni. Dennoch findet er, dass die heutigen Verantwortlichen die Chance verdient haben, zu zeigen, wie sie die Blue Factory profitabel machen können.

Nein, so präsentiert man sich wirklich nicht. Wer seine Wohnung vermieten will, der präsentiert den Interessenten auch nicht dreckiges Geschirr in der Küche, Hosen und Socken auf dem Teppich und den Abfallsack auf dem Balkon.

Die Blue Factory präsentiert sich aber dem Besucher heute genauso. Herumliegendes Material, verfleckte Fassaden, wucherndes Gestrüpp. Am besten zum Gelände schauen womöglich die Stadtpolizisten, welche die bezahlte Parkzeit der stationierten Autos kontrollieren.

Doch die Blue Factory hätte alles Interesse, sich im besten Licht zu präsentieren. Nicht wegen den Mietern. Denen gefällt der zentrale Standort mitten in der Stadt offenbar so gut, dass die Nachfrage nach Arbeitsräumen das Angebot bei weitem übersteigt. Aber jetzt gilt es, das Freiburger Stimmvolk davon zu überzeugen, dass es am 13. Juni Ja stimmt zur Kapitalerhöhung der Bluefactory Fribourg-Freiburg AG. Ja zum kantonalen Anteil von 25 Millionen Franken neben den 25 Millionen, welche die Stadt schon genehmigt hat. Ja zu mehr Mitteln, damit endlich moderne Gebäude auf dem Gelände entstehen, die eigentlich schon baubereit sind. Ja zu mehr Arbeitsplätzen, Ja zu viel mehr Betrieb, Ja zum Innovationsquartier, Ja zu Visionen und Träumen.

Wer heute das Gelände der ehemaligen Cardinal-Brauerei betritt, sieht nichts davon. Insofern ist es verständlich, dass sich Widerstand geregt hat gegen den Entscheid des Grossen Rates zur Kapitalerhöhung. Nirgends auf dem Gelände findet der Besucher Hinweise, was der Kanton und die Stadt auf dem Gelände realisieren wollen. Kein Modell mit den geplanten Gebäuden, keine grossflächigen Illustrationen des Lebensraums der Zukunft, schon gar keine bewegten Animationen eines pulsierenden Zentrums. Nur eine Vielzahl von Firmennamen auf Schildern, hinter denen man sich die klugen Köpfe vorstellen muss.

Insofern müssen die Besitzer und Promotoren den Grossräten schon fast dankbar sein, die mit ihrem parlamentarischen Finanzreferendum die Volksabstimmung provoziert haben. Auch wenn die demokratische Legitimation fragwürdig ist, ein verstaubtes politisches Instrument aus der Schublade zu zaubern, um einen klaren Entscheid des vom Volk gewählten Parlaments umzustossen.

Diese Abstimmung gibt den Besitzern und der Betreibergesellschaft Bluefactory Fribourg-Freiburg AG Gelegenheit, endlich einer breiten Öffentlichkeit aufzuzeigen, was sie mit dem Gelände eigentlich wollen. Ob sie mit je einer Pressekonferenz des Staatsrats und eines Pro-Komitees in dieser kurzen Zeit der Kampagne das schaffen, ist fraglich. Schliesslich haben Verantwortliche auf verschiedenen Ebenen, die heute alle nicht mehr im Amt sind, dies in den letzten zehn Jahren auch nicht geschafft.

Doch was ist die Alternative? Der Staatsrat sagt, er habe keinen Plan B. Das sagt er immer, wenn er sich geschlossen hinter ein Projekt stellt. Und die Gegner: Staatsrat Olivier Curty hat sich in ihrem Lager umgehört, was sie denn mit der Blue Factory wollen. Dieser knappe Viertel des Parlaments habe ihm vier verschiedene Szenarien unterbreitet: der Kanton solle alles selber realisieren, die Stadt solle alles selber realisieren, die Blue Factory solle in einen Teil des Kantons und einen der Stadt getrennt werden, und man solle alles privaten Investoren überlassen.

Man bedenke, dass Cardinal gerade deshalb untergegangen ist, weil es von einer vom Profit getriebenen Privatgesellschaft im Mäntelchen einer Brauerei aufgekauft wurde, die sich danach nur noch mit ihrem Immobilienpark abgab. Diese Gesellschaft diktiert durch den Verkaufsvertrag für das Freiburger Gelände dem Kanton und der Stadt die Spielregeln bis heute.

Vor allem aber scheint es illusorisch, dass die Bekämpfer der jetzt vorliegenden Kapitalerhöhung mit ihren unterschiedlichen Meinungen in den kommenden Jahren selber ein gescheites Projekt zustande brächten.

Insofern haben die heutigen Verantwortlichen der Blue Factory die Chance verdient, zu zeigen, dass sie mit den zur Debatte stehenden Mitteln die Blue Factory selbsttragend und sogar profitabel machen können. Und wenn sie dann noch Visionen und Träume umsetzen: umso besser.

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