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Ökologie an der Kerzersstrasse

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Tildy Schmid

An der stark frequentierten Durchgangsstrasse Müntschemier-Kerzers, in einer Senke des alten Aarelaufes, verunmöglichen stehende Wasser und vernässte Stellen effizientes landwirtschaftliches Arbeiten. «Die bestehenden Drai-nageleitungen sind defekt», so der Müntschemierer Gemeinderat Walter Züttel. «Im Kampf gegen die Nässe brachten auch Erdaufschüttungen nichts, im Gegenteil, der torfige Untergrund verschlammte zusehends.»

Nach intensiven Variantenvergleichen und Finanzierungsabklärungen – Ersatz der Drainageleitungen im Gegensatz zum offenen Graben – entschied sich der Gemeinderat für eine weitere ökologische Ausgleichsfläche mit Entwässerungsgraben.

60 Prozent Subventionen

Von der Kostenseite her käme eine rein technische Lösung wesentlich günstiger, doch durch die Zusammenarbeit mit dem Biotopverbund Grosses Moos erhoffte man, die Differenz zur teureren, ökologischen Variante auszugleichen. Die Gesamtkosten für den Entwässerungsgraben mit ökologischer Ausgleichsfläche an der Kerzersstrasse belaufen sich in etwa auf 90 000 Franken. Rund 60 Prozent des Betrags können mit Subventionen diverser Organisationen, darunter das bernische Naturschutzinspektorat, abgedeckt werden.

Weitere Öko-Fläche

Dank dem Entgegenkommen des privaten Landbesitzers stand dem Landabtausch mit einer gemeindeeigenen Parzelle und der nötigen Zonenplanänderung nichts im Weg. Noch zur Debatte stehen die Fragen zu Pflege und Unterhalt der 1,2 Hektaren grossen Fläche.

«Die Höhenverhältnisse verlangten entsprechende Tiefbauarbeiten», erklärt der Projektleiter der Lüscher und Aeschlimann AG, Robert Stegemann. Der Aushub wurde auf die benachbarten Böden verteilt.

Win-Win-Situation

Damit entstand eine allseits befriedigende Win-Win-Situation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. «Die Lage an der Hauptstrasse mag auf den ersten Blick befremden, doch Beobachtungen vor Ort zeigen, dass die bei Hochwasserstand offenen Wasserflächen von vielen Vogelarten aufgesucht werden», erklärt Martin Johner, Projektleiter beim Biotopverbund. Das Projekt ergänze ideal das Netz der schon bestehenden Naturflächen im Grossen Moos, gibt Johner zu verstehen. Im Weiteren geniesst diese, von der Strasse aus gut einsehbare Renaturierung viel Sympathie und weckt das Interesse an der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

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