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Olivier Andrey ist wieder Meister

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Olivier Andrey ist wieder Meister

Schweizer Badminton-Meisterschaften in La Chaux-de-Fonds

Der 24-jährige Olivier Andrey (BC Tafers) reiste als Titelverteidiger nach La Chaux-de-Fonds. Der Primarlehrer hielt dem Druck stand und gewann zum zweiten Mal die Goldmedaille. Finalgegner war der 20-jährige Walliser Marco Fux, der seit dieser Saison Teamkollege von Andrey im NLA-Interclub von Tafers/Freiburg ist.

Von GUIDO BIELMANN

Olivier Andrey ist ein äusserst verdienter Schweizer Meister. Dies nicht nur, weil er dem Druck der Titelverteidigung standgehalten hat, sondern wegen der souveränen Art. Dazu sein Trainer Stephan Dietrich: «Oli hat seine Taktik von Anfang bis Ende durchgezogen, auch im Final gegen Marco. Dort musste er ihn aus dem Angriffsspiel nehmen.» Für Olivier Andrey ist der zweite Schweizer Meistertitel eine Genugtuung, weil er an der B-EM auf Zypern als amtierender Schweizer Meister von Nationalcoach Sherig nur einmal eingesetzt worden war.

Den Gegnern gelangen gegen Andrey nicht viele Punkte. Im ersten Spiel traf er auf den Junior Michael Huber (Toggen): «Da war ich recht nervös. Ich wusste nicht, wie gut meine Form ist. Ich musste konzentriert bleiben.» Es sollte mit 15:7:15:12 das knappeste Resultat von Olivier Andreys Spielen bleiben.

Der Final gegen Teamkollege Fux

Die weiteren Spiele hatte Andrey im Griff. Im Halbfinal schlug er Spühler, den er im Ernstkampf immer, in den Trainings aber öfters nicht schlagen konnte: «Ich wusste aber, dass er in letzter Zeit mental Mühe hatte und dass er, wenn es knapp wurde, immer mehr Eigenfehler machte. Ich gab Vollgas, und am Ende der Sätze wurde er nervös.» Das war Andreys psychischer Vorteil. Im Final schlug er dann den Teamkollegen Marco Fux: «Marco ist gross, und er leistete ziemlich Widerstand. Ich musste meine Taktik konsequent durchziehen.» Es ging darum, Fux nicht in sein gutes Angriffsspiel kommen zu lassen: «Ich musste selber angreifen und den Ball auf die Grundlinie spielen und schauen, dass er den Smash nicht anbringen konnte. Ich kam so früher ans Netz und nahm ihm den Druck weg.»

Marco Fux glaubte bis in den Halbfinal auch an seine Chancen: «Es war offen. Ich war gut eingestellt.» Aber dann musste er sich Andreys Überlegenheit beugen.» Im Vorjahr hatte Fux die Viertelfinals erreicht, verletzte sich dort und musste dann drei Monate pausieren. Auf diese Interclub-Saison hin wechselte er zum BC Tafers/Freiburg ins NLA-Team. Fux stammt aus Brig, wo er halbtags im Badminton-Center «Olympica» seines Vaters arbeitet.

Gold im Doppel für Michael Andrey,
Bronze für Enkerli/Eggenschwiler

Im Männerdoppel schieden die Titelverteidiger Roman Trepp/Lindholm (Tafers, Basel) bereits in der ersten Runde aus. Trepp war wegen einer Adduktorenzerrung weit unter seiner Form. Den Final erreichte Michael Andrey, der Bruder von Olivier, und zwar zusammen mit dem Basler Bösiger. Die Gebrüder Razi hatten allerdings keine Chance, obwohl Michael Andrey nach einer Grippe an diese SM gekommen und am Samstag sich noch schlecht gefühlt hatte. Sein Kommentar: «Wir mussten im Final angreifen und den Ball unter Kontrolle behalten. Wir wussten, dass wir stärker waren und dass bei den Razis der Fehler früher oder später kommen würde. Der Halbfinal war schwieriger als der Final.»

Die Bronzemedaille im Doppel gewannen Simon Enkerli und Marco Eggenschwiler vom BC Tafers mit ihrem Erreichen des Halbfinals. Dort unterlagen sie Michael Andrey/Bösiger.

Flaute bei den Frauen

Nichts Spektakuläres gab es bei den Frauen, wo das Niveau so tief war wie seit Jahren nicht mehr. Dies nachdem die Genferin Santi Wibowo, die Geschwister Fabienne und Judith Baumeyer sowie Sylvia Albrecht zurückgetreten sind. Judith Baumeyer spielt bei Tafers, NLA-Team nur noch mit, weil es zu wenig Frauen hat. Ausserdem fehlte auch die Walliser Titelverteidigerin Cicognini, die bei Tafers lizenziert ist, aber in Dänemark spielt, wegen Meniskusproblemen.
Dietrichs Coaching

Schweizer Meister Olivier Andrey meldete sich für diese SM nur fürs Einzel an. Dazu Trainer Stephan Dietrich: «Es war klug. So brachte er die nötige Konzentration auf, denn es gab doch vier, fünf Spieler, die den Final erreichen konnten.»

Für Olivier Andrey ist das Coaching von Tafers-Trainer Dietrich ein wichtiger Faktor: «Er kann einem sehr gut motivieren. Ich kenne zwar die Gegner sehr gut, aber Stephan kann einem immer noch einen wichtigen Tipp geben und einem die wichtigen Sachen in Erinnerung rufen.» bi

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