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Olympic beeindruckt auch im Europacup

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Wenn Petar Aleksic mit Krawatte am Seitenrand steht, muss es ein besonderes Spiel sein. Wie heiss die Freiburger auf das erste Europacup-Spiel seit zehn Jahren waren, bewies allerdings nicht bloss die Kleidung des Trainers, sondern insbesondere der Start seiner Spieler. Die Zuschauer wähnten sich zu Beginn vom Spielverlauf her in einem normalen Liga-Spiel, wo Olympic den Gegner mit seinem Tempo-Basketball früh zu überrollen pflegt. Als Saratow-Trainer Sergey Mokin nach eineinhalb Minuten sein erstes Timeout nahm, stand es bereits 10:2 für Freiburg. Vor allem auch dank den bärenstarken Dusan Mladjan und Babacar Touré sowie einer hyperaggressiven Defensive baute das Heimteam den Vorsprung bis zur 6. Minute auf 20:4 aus.

Den Zuschauern blieb nichts anderes übrig, als sich verwundert die Augen zu reiben. Denn auf der anderen Seite stand nicht Massagno oder Boncourt, sondern Awtodor Saratow. Der Fünfte der letztjährigen russischen Meisterschaft, die deutlich höher einzustufen ist als die schweizerische. Ein Team mit sieben amerikanischen Spielern und Captain Artem Zabelin, der 2,15  Meter gross und unter dem Korb kaum zu kontrollieren ist. Ganz einfach «ein Team, das die Champions League gewinnen kann», wie Aleksic vor der gestrigen Partie sagte.

Ein stolzer Trainer

Immerhin zeigten die Spieler von Saratow im mentalen Bereich ihre Qualitäten. Sie blieben nach dem aus ihrer Sicht katastrophalen Start und dem klaren Rückstand ruhig, vertrauten auf ihre Stärke und kamen dank ihrem schnellen Passspiel schnell näher an die Freiburger heran. Doch Olympic machte es dem Gegner weiter nicht leicht. Als die Gäste zu Beginn des zweiten Viertels bis auf drei Punkte herankamen, sorgte ein erneut von Mladjan – er machte in der ersten Halbzeit 16 Punkte – initiierter Zwischenspurt dafür, dass Olympic wieder bis auf 40:28 davonzog (17.). Es folgte postwendend ein erster Wendepunkt im Spiel. Freiburgs Justin Roberson kam zu spät, um McKenzie Moore am Dreipunktewurf zu hindern, foulte den Amerikaner aber noch. ­Moore versenkte den Dreier plus noch den zusätzlichen Freiwurf, was Olympic-Coach Aleksic in Rage brachte und den Gästen Aufwind verlieh. Diesen nutzten sie, um bis zum Ende des Viertels auf vier Punkte heranzukommen. Auch die Pause stoppte den russischen Elan nicht. Zu Beginn der zweiten Hälfte waren es die physisch starken Gäste, die sofort beeindruckenden Tempo-Basketball zelebrierten. Mit einem 15:2-Zwischenspurt gingen sie bis zur 24. Minute 57:48 in Führung.

In der Folge stellte Olympic allerdings unter Beweis, wie zäh die Mannschaft ist. Dank einer geschlossenen Teamleistung blieb das Heimteam stets dran und lieferte sich mit dem deutlich höher dotierten Gegner in der Schlussphase einen intensiven, spektakulären, hochstehenden Schlagabtausch mit ständigen Führungswechseln. Wer anders als Dusan Mladjan war es dann, der Freiburg 2,8  Sekunden vor Schluss mit einem erfolgreichen Dreier ein durchaus prestigeträchtiges 89:89-Remis sicherte, das von den frenetischen Fans wie ein Playoff-Sieg gefeiert wurde. Es passt zu Olympics Winnermentalität, dass Natan Jurkovitz nach dem Spiel nicht ganz zufrieden war. «Wir waren lange in Führung, und es wäre mehr dringelegen», so der Freiburger Spieler. Ähnlich sah es Trainer Aleksic. «Wir hatten die Chance, das Spiel mit zehn Punkten Vorsprung zu gewinnen. Wenn wir geduldiger gewesen wären und im zweiten und dritten Viertel das Tempo rausgenommen hätten, hätten wir gewonnen.» Ganz glücklich sei er deshalb nicht. «Aber ich bin stolz auf meine Spieler. Sie haben die Fahne des Schweizer Basketballs hochgehalten. Zeitweise standen vier Schweizer auf dem Feld – das macht mich stolz.»

Morgen bereits das Rückspiel

Bereits morgen kommt es in Saratow zum Rückspiel. Olympics Chancen, die zweite von drei Qualifikationsrunden der Champions League – die übrigens trotz protzigem Namen nach der EuroLeague nur die zweithöchste Stufe im europäischen Basketball ist – zu erreichen, sind intakt. Trotzdem bleibt das Team von Petar Aleksic der klare Aussenseiter; ein Sieg in Saratow wäre ein enormer Exploit. Zu Ende gehen wird das Europacup-Abenteuer für die Freiburger, die sich heute um 8.30  Uhr in Richtung Saratow aufmachen und erst um 22  Uhr dort ankommen, so oder so nicht. Scheitern sie, sind sie immerhin auf dritthöchster Stufe im Eurocup dabei.

Telegramm

Olympic – Saratow 89:89 (26:19, 20:23, 18:28, 25:19)

St. Leonhard 1000 Zuschauer – SR: Calik, Krejic, Jevtovic.

Freiburg Olympic: Mladjan (24 Punkte) Williamson (9), Timberlake (10), Jurkowitz (4), Touré (23); Jaunin (0), Steinmann (5), Gravet (7), Madiamba (0), Roberson (7).

Awtodor Saratow: Golden (8), Mikhailovskii (0), McLean (12), Carmichael (18), Kravish (2); Zaryazhko (2), Buford (12), Kvitkovskikh (2), Zabelin (9), Moore (15).

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