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Olympic eine Klasse für sich

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Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Olympic in dieser Saison im Schweizer Basketball eine Klasse für sich ist, dann lieferten ihn die Freiburger gestern Abend in der ersten Halbzeit des zweiten Finalspiels. Nicht wie Löwen, sondern wie geschlagene Hunde schlichen sich die Genf Lions zur Pause in Richtung Kabine. Kein Wunder, Freiburg hatte die Gäste soeben 20 Minuten lang vorgeführt. 62:25 lautete das für die Genfer vernichtende Verdikt zur Pause. «Wir haben nach fünf Minuten den Fokus verloren. Es war ein totaler mentaler Shutdown. Körperlich waren wir auf dem Feld, mental aber nicht», sagte Genfs Trainer Ved­ran Bosnic nach dem Spiel. «Aber natürlich hat Freiburg gleichzeitig fantastisch gespielt und jeden Wurf reingebracht. Es ist nicht umsonst das dominierende Team der Liga.»

Auf alles eine Antwort

Vor allem im ersten Viertel zeigten die Freiburger, warum sie auf bestem Weg sind, das erste Triple der Vereinsgeschichte zu holen. Genf startete gut, versenkte gleich einen Dreier und brachte das Heimteam um ein Haar dazu, in seinem ersten Angriff die 24-Sekunden-Regel zu verletzen. Schnell aber wurde klar: Olympic findet an diesem Abend auf alles eine Antwort. Defensiv legte Freiburg eine selten gesehene Intensität an den Tag. Allein in den ersten zweieinhalb Minuten gelangen dem Heimteam zwei Steals und ein Block. Obwohl Genf zu Beginn vieles richtig machte, lagen die Gäste nach drei Minuten und einem Dreier des überragenden Murphy Burnatowski 5:9 hinten.

In dieser Situation wurde bereits ein weiterer Unterschied zwischen den Teams deutlich: Die Gäste zeigten erste Anzeichen von Frustration. Die ehemaligen Olympic-Spieler Arnaud Cotture, Marko Mladjan und Roberto Kovac begannen sich schon zu diesem frühen Zeitpunkt gegenseitig anzufauchen.

Ganz anders Olympic: Wie gewohnt lief die Freiburger Maschinerie unbeirrt weiter und weiter. Einige Spieler verteilten die offensive Last auf viele verschiedene Schultern. Dusan Mladjan kam rein und versenkte gleich einen Dreier, der 1,70 Meter grosse Jérémy Jaunin warf in der Zone erfolgreich einen Ball über seine 30 Zentimeter grösseren Gegner hinweg. Den Freiburgern gelang schlicht alles. Nach einem ihrer besten Viertel der Saison führten sie 28:11.

Genfer Spieler verstecken sich

Ein mitgereister Fan, der eine Genf-Flagge umgehängt hatte, war mittlerweile eher in die Flagge eingewickelt – er schien sich am liebsten verstecken zu wollen. Das Problem von Genf: Den Spielern auf dem Feld schien es nicht anders zu gehen. Obwohl Freiburg nicht mehr ganz so brillant aufspielte, nahm die Dominanz im zweiten Abschnitt nicht ab. Der wenig durchtrainiert wirkende Eric Williams begann das Viertel gleich mit einem unsportlichen Foul. Die Folge: Babacar Touré verwandelte die zwei Freiwürfe, Freiburg behielt den Ball – und Touré setzte gleich noch zwei weitere Punkte obendrauf.

Auch weil es auf Genfer Seite kein Aufbäumen gab, sondern sämtliche Spieler sich auf dem Parkett möglichst zu kaschieren versuchten, völlig von der Rolle waren und sowohl offensiv als defensiv keine Verantwortung übernehmen wollten, wurde Olympics Vorsprung grösser und grösser. Die Halbzeit endete – wie könnte es anders sein – mit einem erfolgreichen Dreier in letzter Sekunde von Publikumsliebling Jérémy Jaunin; und lautstarken stehenden Ovation der 1712 Zuschauer im St. Leonhard. «Die ersten zwei Viertel waren unglaublich», sagte Olympics Slobodan Miljanic nach der Partie. «Es hat sich einmal mehr gezeigt: Das Wichtigste ist, dass wir eine gute Defensive spielen. Dann kommt die Offensive oft fast von allein.»

In der zweiten Halbzeit liess es das Heimteam dann mehrheitlich gut sein, verwaltete seinen Vorsprung sicher und gewann am Ende 99:72. Die Freiburger waren in allen wichtigen Statistiken klar besser: 37:30 Rebounds, 13:3 Steals und 55,2 gegenüber 41,7 Prozent verwertete Würfe sprechen eine klare Sprache.

Nach diesem Auftritt und der 2:0-Führung ist es schwer vorstellbar, dass Olympic diese Best-of-7-Serie noch aus der Hand gibt. Eines ist klar: Wollen die Genfer weiter von einer Wende träumen können, müssen sie am Samstag Spiel drei, das erstmals in Genf gespielt wird, gewinnen.

Telegramm

Olympic – Genf 99:72 (28:11, 34:14, 13:22, 24:25)

St. Leonhard. – 1712 Zuschauer. – SR: Herbert/ Tagliabue/Clivaz.

Freiburg Olympic: Touré (14), Jaunin (5), Burnatowski (23), Timberlake (4), Jurkowitz (14); Mbala (10), Miljanic (16), Mladjan (13), Ebenda (0), Schommer (0).

Genf Lions: Addison (13), Cotture (11), Kalemba-Massamba (0), Kovac (12), Mladjan (2); Pythoud (4), Gravet (5), Jeftic (13), Grüninger (3), Williams (0), Solioz (9).

Stand Serie (best of 7): 2:0.

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