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Olympic fehlt das gewisse Etwas

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Olympic fehlt das gewisse Etwas

Basketball: Die Freiburger unterliegen zuhause Monthey

In einer physisch intensiven Partie verlor Olympic zuhause gegen Monthey mit 84:91. Die Entscheidung fiel im dritten Viertel (20:35). Den Freiburgern fehlt in den Spitzenspielen das gewisse Etwas.

Von FRANK STETTLER

Nach der zweiten Saisonniederlage gegen Monthey steht fest, dass Olympic die Qualifikation auf dem enttäuschenden sechsten Rang abschliessen wird. Und nach den Erfolgen von Nyon (in Boncourt!) und Lugano stehen die Chancen gut, dass es die Freiburger im Playoff-Viertelfinal mit den Geneva Devils zu tun bekommen werden. «Egal, auf wen wir treffen werden, es wird so oder so schwierig. Wir werden das letzte Quali-Spiel in Nyon und die Zeit bis zu den Playoffs nutzen, um uns gut vorzubereiten und so in diesem letzten Saisonabschnitt möglichst weit vorzustossen», erklärte Trainer Patrick Koller.

Montheys Konterspiel

Dies wird auch nötig sein. Denn obwohl Olympic seit Weihnachten zweifelsohne Fortschritte gemacht hat, fehlt in den Partien gegen starke Gegner oft das gewisse Etwas. Sei es die Cleverness, die individuelle Klasse oder – so wie gegen Monthey einmal mehr – die Konstanz. Nach einer soliden ersten Halbzeit und vor allem einem starken zweiten Viertel (nur 9 Punkte von Monthey), wurde das dritte Viertel nicht zum ersten Mal komplett verhauen (20:35). Waren die Saanestädter vor der Pause die Mannschaft, welche den Rhythmus diktierte, schlug dies in der zweiten Halbzeit komplett um. Die Walliser waren die viel aggressivere Equipe. Olympic konnte sich oftmals nur mit Fouls behelfen. Doch das Spiel machte der Gast mit schnellen Kontern und einfachen Körben.

Olympics Slaven Smiljanic analysiert: «Wir waren nicht organisiert. Und wenn man einmal hinten liegt, wird es schwierig.» In der 28. Minute war das Heimteam mit zehn Punkten im Minus (54:64). Hinzu kam, dass der starke Smiljanic ein viertes persönliches Foul aufgebrummt bekam und ausgewechselt wurde. Detail am Rande: Für den Ex-Boncourt-Spieler kam nicht etwa Neuling Tesfaldet, sondern der sonst von Koller oft verschmähte Cokara. Das Vertrauen in den Deutschen scheint auch nicht gross zu sein.
Obwohl Monthey das Spiel im Griff zu haben schien, wurde es im Schluss- viertel doch noch einmal spannend: Esterkamp verkürzte auf 67:73 und nach einem Madison-Dreier waren es gar nur noch drei Punkte Rückstand. «Wir behielten die Ruhe und konnten gleich wieder zulegen», sagte Monthey-Coach Sébastien Roduit. Wegmann und Poole skorten, als es nötig war. Olympic seinerseits fehlte, wie bereits erwähnt, die Konstanz und die Ideen, als es um alles oder nichts ging.
Erfolgreiche
Rückkehrer

Gespannt waren die 2000 Zuschauer in der Heilig-Kreuz-Halle auf die Rückkehr von Maxime Jaquier, Pierre-Antoine Seydoux, Valentin Wegmann und Eric Poole. Bis auf Jaquier (er warf gleich zwei «Airballs») konnten alle dem Spiel ihren Stempfel aufdrücken. Wegmann, in Freiburg Einwechselspieler und jetzt in Monthey Schweizer Top-Skorer der Liga, begann nervös, wurde aber nach der Pause zu einem sicheren Wert. Seydoux war der gewohnte Aggressiv-Leader. Und was der Amerikaner Poole gezeigt hat, muss den Olympic-Verantwortlichen doch zu denken geben: Mit 23 Punkten (bei nur drei Fehlversuchen) und 12 Rebounds stellte er das Olympic-Duo Kaunisto/Hannibal komplett in den Schatten. Die Finanzpolitik der Freiburger bei den Ausländern gibt schon seit jeher zu denken. Anstatt in gute Ausländer zu investieren, wird das Geld über zu viele durchschnittliche Spieler verteilt. Dabei sind im Schweizer Basketball starke Söldner die halbe Miete. Mit ein bisschen Goodwill wäre Poole bestimmt an der Saane zu halten gewesen. Immerhin konnte man am Samstag Stimmen hören, dass eine Kursänderung in dieser Frage im Raum steht.

Ebenfalls eine gute Leistung zeigte ein anderer «Exil-Freiburger», Yann Mrazek. Und dieser hatte gar noch ein paar nette Worte für den Verlierer übrig: «Olympic hat sich in letzter Zeit doch erheblich verbessert. Sie dominierten uns phasenweise physisch. Ich würde die Freiburger noch nicht abschreiben. In den Playoffs können solche grosse Mannschaften oftmals noch zulegen.» Bleibt zu hoffen, dass dies eben doch nicht nur ein paar «nette» Worte eines fairen Gewinners waren. fs

Olympic – Monthey 84:91 (36:33)

Heilig-Kreuz-Halle; 2000 Zuschauer; SR: Leemann/Mikaleides.
Freiburg Olympic: Smiljanic (14); Ceresa (13); Esterkamp (18); Hannibal (2); Tesfaldet (2); Cokara; Madison (23); Ivanovic; Kaunisto (12).
Monthey: Fernandez (2); Baresic (3); George (14); Wegmann (23); Jaquier (3); Mrazek (9); Seydoux (14); Lamka; Poole (23).
Bemerkungen: Olympic ohne Petrovic, Kirmaci, Andrey und Kapsopoulos (alle verletzt), Nattiel und Livadic nicht eingesetzt; Monthey komplett, Porchet und Zivkovic nicht eingesetzt. 5 Fouls: Seydoux (38.), Jaquier und Esterkamp (beide 40.). – Viertelresultate: 20:24, 16:9, 20:35, 28:23. – Beste Spieler: Smiljanic und Poole.

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