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Olympic hält an seiner Strategie fest

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Die Nacht nach dem Gewinn des 16. Schweizer Meistertitels war lang für die Freiburger. Einmal zurück im heimischen St. Leonhard ging die Party erst so richtig los. Mannschaft, Vorstand und Fans feierten das Ende der langen Durststrecke – Olympic hatte sich zuletzt im Jahr 2008 zum Meister krönen lassen können – bis weit in den frühen Mittwochmorgen. Nach durchzechter Nacht und mit angeschlagener Stimme ging Olympics Technischer Direktor Alain Dénervaud, der vor noch nicht allzu langer Zeit als Spieler mit dem Club so manchen Erfolg gefeiert hatte, gestern nochmals auf die Gründe für das Double mit Titel und Cupsieg ein. «Belohnt wurden mit diesen Trophäen nicht nur die harte Arbeit der Spieler und Trainer, sondern auch die Mentalität der Mannschaft.» Diese sieht keine Alleingänge vor, über allem steht das Kollektiv. «In unseren Reihen gibt es keinen Star, der 30 Punkte pro Match wirft. Stattdessen haben wir einen ausgeglichenen Startfünfer und Spieler von der Bank, die sich nahtlos einfügen und eine tragende Rolle übernehmen können.» Dies sei nur möglich, weil der Zusammenhalt im Team aussergewöhnlich sei, hielt Dénervaud fest.

Für die Verantwortlichen von Olympic rund um den Präsidenten Philippe de Gottrau ist die erfolgreiche Saison der Beleg dafür, dass sich ihre Strategie, auf die Ausbildung talentierter Spieler zu setzen, ausbezahlt gemacht hat. «Im entscheidenden Finalspiel etwa waren mit Jonathan Kazadi und Arnaud Cotture nicht umsonst zwei Spieler die besten Skorer, die unsere Akademie hervorgebracht hat. Wir ernten nun die Früchte für die Arbeit, die wir seit Jahren in den Nachwuchs stecken», freute sich Dénervaud.

Weiter mit drei Ausländern

 Auf Schweizer Spieler zu setzen und sie zu fördern wird folglich auch in der nächsten Saison das Konzept der Freiburger bleiben. Deshalb wird der Verein für seine erste Mannschaft auch nicht die neu erlaubten vier statt wie bisher drei Ausländer unter Vertrag nehmen, wobei jeweils nur drei gleichzeitig auf dem Parkett stehen dürfen. «Ja, wir werden auch nächste Saison mit drei Ausländern spielen», bestätigte der Technische Direktor. Im Notfall könne man jedoch jederzeit auf den Ausländer zurückgreifen, der mit der Akademie in der NLB engagiert sei, räumte er ein. Ob die bisherigen Amerikaner Andre Williamson und Derek Wright sowie der Montenegriner Slobodan Miljanic nächste Saison weiter das Dress der Freiburger tragen werden, vermochte Dénervaud jetzt noch nicht zu sagen. Ein grundsätzliches Interesse sei vorhanden. Es ist aber damit zu rechnen, dass auf den Söldnerpositionen Wechsel vollzogen werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Fluktuationsrate bei den Ausländern im Schweizer Basketball gross ist.

Verliert Olympic Kazadi?

Auf den ersten Blick weniger offene Fragen gäbe es im Grunde bei den Schweizer Spielern. Einzig die Verträge von Scharfschütze Roberto Kovac und Ergänzungsspieler Stan Leemans laufen aus. Gerüchte um mögliche Destinationen von Kovac gibt es viele, konkret sei aber noch nichts, so Dénervaud, der sich bald mit dem Tessiner an einen Tisch setzen will. Ungemach könnte dem Club indes von anderer Seite drohen, dann nämlich, wenn Captain Kazadi und Cotture von ihren Ausstiegsklauseln Gebrauch machen würden, die sie in ihren Verträgen stehen haben. Derweil der 20-jährige Cotture laut eigener Aussage einen Wechsel ins Ausland noch als zu früh erachtet, liebäugelt der gereifte Kazadi mit einem Transfer nach Frankreich. «Das sind Dinge, die wir nicht kontrollieren können», sagt Dénervaud, der hofft, dass ihm ein Plan B erspart bleibt.

Sollten möglicherweise Schlüsselspieler abspringen, ist umso wichtiger, dass Trainer Petar Aleksic noch eine weitere Saison unter Vertrag steht. «Wir haben Petar enorm viel zu verdanken. Er hat bewiesen, dass er mit kleinen Mitteln Grosses bewirken kann», erklärt Dénervaud, der trotz der erfolgreichen Saison nicht auf ein erhöhtes Budget zählen kann. Dies ist auch der Grund, weshalb Olympic im nächsten Jahr nicht auf die internationale Bühne zurückkehren wird. «Das ist mit unseren finanziellen Mitteln nicht möglich.»

Kader

Freiburg Olympic Saison 2016/17

Weiterlaufende Verträge:Jonathan Kazadi (Ausstiegsklausel für das Ausland), Boris Mbala, Westher Molteni, Vuk Damjanovic, Eric Fongue, Arnaud Cotture (Ausstiegsklausel für das Ausland), Kevin Monteiro, Natan Jurkovitz, Petar Aleksic (Trainer).

Auslaufende Verträge:Slobodan Miljanic (MNE), Derek Wright (USA), Roberto Kovac, Andre Williamson (USA).

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