Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Olympic nimmt Lugano auseinander

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Am Samstag in Spiel eins der Best-of-5-Serie hatten die Tessiner den Start verschlafen. Den 12:26-Rückstand, den sie sich im ersten Viertel eingehandelt hatten, konnte Lugano nicht mehr wettmachen. Gleiches sollte gestern im St. Leonhard nicht passieren – so hatten es sich die Gäste jedenfalls gewiss vorgenommen. Erneut jedoch spürten die Tigers die mühselige Busfahrt – es war ihre dritte Reise innert sechs Tagen in die Westschweiz – ganz offensichtlich in ihren langen Basketballerbeinen. Luganos Spieler präsentierten sich gänzlich uninspiriert, reihten Fehlwurf an Fehlwurf (Trefferquote von unter 30 Prozent in den ersten zehn Minuten) und waren so mehr Zuschauer als Hauptakteure auf dem Parkett. Den Freiburgern konnte es nur recht sein. Das Heimteam wusste geschickt vom Blackout der Gäste zu profitieren. Wiederum erarbeitete sich die Equipe von Petar Aleksic im Startviertel einen 12-Punkte-Vorsprung (22:8), unter anderem dank zwei erfolgreichen Distanzwürfen von Westher Molteni und Roberto Kovac.

Hatte Lugano am Wochenende im zweiten Abschnitt zumindest teilweise reagieren und den Schaden bis zur Pause in Grenzen halten können, so blieb es gestern bis auf weiteres inferior. Dafür stellvertretend sei die Leistung von Jules Aw angeführt. Der Senegalese mit Schweizer Lizenz – bei Neuenburg einst ein dominierender Spieler in der NLA – machte zu Beginn so gut wie alles falsch und war so nur noch ein Schatten seiner selbst. Spielen musste Aw dennoch, zu knapp ist das Kader der Tessiner im Vergleich zu Olympic. Die Optionen von Aleksic auf der Bank sind zahlreich – und damit auch seine Einsatzmöglichkeiten. Während die eingewechselten Freiburger in der ersten Halbzeit 18 Zähler zur klaren Führung beisteuerten, kamen von der Bank der Luganesi gerade einmal vier Pünktchen. Die Rechnung für diese schwache Vorstellung war gesalzen: 22:47 lag der Gast zur Pause hinten, was angesichts der Affiche in diesem Playoff-Halbfinal einer Ohrfeige gleichkam.

Freiburgs nicht nur in der Defensive konzentrierter Auftritt und die eigene Verfassung dürften den Tessinern nur wenig Anlass zur Hoffnung gegeben haben, das St. Leonhard abermals mit leeren Händen verlassen zu müssen. An einen kleinen Strohhalm konnten sie sich trotzdem klammern: Es war Lugano gewesen, das Olympic die bisher einzige Heimniederlage in dieser Saison beigefügt hatte. Damals kehrten sie ein bereits verloren geglaubtes Spiel dank einem 23:2 (!) im Schlussabschnitt noch spektakulär. Auf ein ähnliches Szenario hatten die Freiburger merklich keine Lust. Sie liessen nicht nach, spielten weiter als Team (24 Assists, Lugano 7) und hielten ihre Punktepolster so konstant (30.; 66:42), obwohl etwa ein Aw doch noch ein Stück weit aufwachte. Für Julien Sprunger und Andrei Bykow, die nebst weiteren Gottéronspielern die Partie mitverfolgten, war dies ganz offensichtlich Zeichen genug, dass ihre Sportkollegen nichts mehr anbrennen lassen werden. Sie verliessen die Halle vorzeitig – und verpassten tatsächlich nichts Entscheidendes mehr. Der 80:51-Sieg der Freiburger war auch in dieser Höhe verdient.

«Ich schäme mich»

«Wir haben insbesondere defensiv stark begonnen. Das war der Schlüssel zum Erfolg», analysierte Roberto Kovac. «Lugano fand nie seinen Rhythmus, womöglich, weil es die Reisen spürt.» Ein Spieler von Lugano erschien nicht zur Pressekonferenz nach dem Spiel. «Ich wüsste nicht, was sie zu sagen hätten. Sie sollen duschen und in den Bus steigen», ereiferte sich der Tessiner Trainer Jean-Marc Jaumin. «Ich bin wütend und schäme mich für meine Mannschaft. Wenn sie am Samstag zu Hause noch einmal dasselbe abliefern, werde ich ihnen vor unseren Zuschauern so was von in den Hintern treten. Wenn sie Profis sind, wird es ein anderes Spiel geben. Doch dafür ist eine andere Mentalität gefragt.» Kovac jedenfalls erwartet ein anderes Lugano. «Wir wissen, dass es im Tessin nicht einfach wird. Im Viertelfinal gab Monthey eine 2:0-Führung in der Serie noch aus der Hand. Lugano bleiben vier Tage Zeit, die Partie vorzubereiten.» Olympic fehlt ein Sieg zum Einzug in den Final. Das Interesse, nur einmal ins Tessin reisen zu müssen, dürfte gross sein.

Telegramm

Olympic – Lugano 80:51 (47:22)

St. Leonhard.–1300 Zuschauer.–SR: Michaelides/Stojcev/Wirz.

Freiburg Olympic:Williamson (13 Punkte), Kazadi (4), Miljanic (10), Wright (7), Cotture (6); Molteni (6), Kovac (15), Fongué (4), Leemans (4), Jurkovitz (11), Damjanovic, Monteiro.

Lugano Tigers:Rambo (12), Stockalper (5), Stimac (2), Kozic (2), Henry (7); Sztarkman (3), Aw (17), A. Louissaint (2), Mussongo (1).

Bemerkungen:Freiburg ohne Mbala, Lugano ohne Watson (beide verletzt). Teilresultate: 22:8, 25:14, 19:20, 14:9.

Stand Halbfinalserie (best of 5):2:0.

NLA. Halbfinal:Genf – Union Neuenburg 56:61 (32:30). Stand Serie (best of 5): 0:2.

Mehr zum Thema