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Olympic reicht starke erste Hälfte nicht

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Olympic reicht starke erste Hälfte nicht

Basketball – Der BC Boncourt ist zum zweiten Mal in Serie Schweizer Meister

Ein 16-Punkte-Polster in der Pause war für Olympic zu wenig, um Boncourt wenigstens eine Niederlage in dieser Playoff-Finalserie (best-of-5) zuzufügen. Die Jurassier gewannen so auch den dritten Match vor ausverkauftem Haus und sind damit zum zweiten Mal in Folge Schweizer Basketball-Meister.

Von FRANK STETTLER

Um es gleich vorwegzunehmen: Der BC Boncourt ist ein würdiger Meister. Wer in den Playoffs alle Spiele gewinnt, verdient den Titel. Damit haben die Jurassier ihre Saison noch gerettet, nachdem sie sowohl im Liga- wie auch im Schweizer Cup das Endspiel verpasst hatten. Freiburg Olympic seinerseits steht nun das fünfte Jahr in Serie ohne Titel da. Drei Vize-Meistertitel (einmal gegen Lugano und nun zweimal gegen Boncourt im Final unterlegen) in Folge können da kaum trösten. Auch in den Cup-Wettbewerben wollte es heuer für die Freiburger erneut nicht klappen. Im Schweizer Cup war im Viertelfinal Endstation, den Liga-Cup-Final verlor man gegen die erstarkten Genfer Devils.

Am Samstag im dritten Finalspiel in Boncourt vor 1419 Fans versuchte Olympic-Trainer Koller nochmals alles. Diesmal zog Slawa Rosnowsky in der Ausländerfrage den schwarzen Peter. Zumindest die Nomination von Spielgestalter Dave «Ferg» Fergerson (er hatte im ersten Spiel zusehen müssen) sollte sich als Volltreffer erweisen. Der Amerikaner hatte reichlich Zielwasser getrunken und traf aus allen Lagen – insbesondere von jenseits der Dreierlinie. Mit 12 Punkten im ersten Viertel war er der Hauptverantwortliche für die 23:19-Führung. Doch dies war angesichts der nervösen Darbietung der Gastgeber einfach nicht gut genug.

Nicht zuletzt dank einer starken Defensive konnten die Saanestädter noch vor der Pause deutlich davonziehen. Fergerson und Josip Cokara mit seinem zweiten Dreier liessen bei Boncourt Zweifel aufkommen. Mit 47:31 ging es in die Pause.

Boncourt macht enormen Druck

Es war zu erwarten, dass Boncourt nach der Pause mit einer 2:0-Führung im Rücken alles auf eine Karte setzen würden. Die Dessarzin-Truppe setzte Olympic unter enormen Druck. Gleich zu Beginn vergeigten die Freiburger zwei Ballbesitze, liessen die Jurassier sogleich neue Hoffnung schöpfen. Boncourt kam Punkt für Punkt heran, bei Olympic konnte praktisch nur noch Ceresa unter dem Korb punkten. Schwer ins Gewicht sollten dann die doch sehr hart gepfiffenen Feldverweise (5 Fouls) von Seydoux (27.) und Wegmann (30.) fallen.

Boncourt trat im letzten Viertel entfesselt auf. Richmond und Smiljanic liessen den BCB mit Dreiern aufschliessen, und als Holland in der 35. Minute zum 70:70 ausglich, war es um Olympic endgültig geschehen. Angefeuert vom Publikum und den Titel vor Augen, liessen die Gastgeber der Koller-Equipe keine wirkliche Chance mehr. Das Fest im jurassischen Grenzstädtchen konnte beginnen.
Boncourt – Olympic 90:86 (31:47)

«Chaudron»; 1419 Zuschauer (Saisonrekord); SR: Leemann/Bertrand.
BC Boncourt: Smiljanic (19); Imgrüth (4); Holland (21); Richmond (25); Kautzor (2); Szendrei (14); Sassella (5).
Freiburg Olympic: Fegerson (32); Ceresa (12); Kirmaci; Vassell (4); Wegmann (2); Dar-Ziv (11); Cokara (6); Seydoux (4); Poole (15).
Bemerkungen: Boncourt ohne Leuly (überzählig) und O. Vogt (verletzt); Olympic ohne Rosnowsky und Nattiel (beide überzählig), Livadic nicht eingesetzt. – 5 Fouls: Seydoux (27.) und Wegmann (30.). – Viertelresultate: 19:23, 12:21, 29:21, 30:18.
Koller: «Uns fehlt die Dynamik»

Alle drei Finalpartien wurden erst in den letzten Spielminuten entschieden. Laut Olympic-Trainer Patrick Koller fehlte seiner Mannschaft das gewisse Etwas.

«In den wichtigen Momenten hatte Boncourt mit Richmond, Kautzor oder heute Smiljanic die besseren Leute. Dabei spielten wir heute eine ausgezeichnete erste Halbzeit mit einer guten defensiven Intensität. Wir wussten, dass die Jurassier nach der Pause viel Druck ausüben würden. Diesem hielten wir nicht stand. So konnten wir den Vorsprung nicht verwalten», sagt Koller, der nichtsdestotrotz eine halbwegs positive Bilanz zieht. «In den vergangenen drei Jahren zogen wir immer in den Playoff-Final ein. Dies beweist, dass wir gute Arbeit leisten. Am Ende fehlte uns halt immer das gewisse Etwas. Vielleicht ist es eine Art Dynamik, die in Boncourt allgegenwärtig ist, sei es im Team, im Vorstand, bei den Fans oder auch bei der Presse. Ich denke, diese Dynamik geht uns zurzeit etwas ab.» Über seine Zukunft wollte der Trainer unmittelbar nach dem Spiel noch keine Auskunft geben: «Die Diskussionen sind im Gang. Eine Entscheidung wird demnächst fallen.»

Wegmann: «Stolz auf das Team»

Valentin Wegmann stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: «Es ist hart, den Final mit 0:3 zu verlieren. Dennoch bin ich stolz auf unser Team. Wir zeigten heute noch einmal viel Herz und lieferten unseren besten Match in dieser Serie ab. Den Unterschied machten nur kleine Details aus. Wir dürfen jetzt nicht zu viel nachdenken. Boncourt hat den Titel verdient.» Wo der Zürcher in der kommenden Saison auflaufen wird, ist noch nicht entschieden: «Ich stehe mit Olympic und Monthey in Kontakt. Es ist noch alles offen. Ich werde meine Wahl in den nächsten Tagen treffen.»

Ob 2:3 oder 0:3 in der Serie, für Patrick «Chief» Ceresa spielt dies keine Rolle: «Verloren ist verloren. Niederlagen sind immer sch…» Dass er momentan der einzige Spieler mit Vertrag bei Olympic ist, gibt Ceresa schon etwas zu denken: «Klar ist die Situation nicht angenehm. Doch ich bin überzeugt, dass der Vorstand ein gutes Team zusammenstellen wird.» fs

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