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Olympic schafft das Re-Break

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Ohne die vier gesperrten, Center Clint Chapman, Nemanja Calasan, Babacar Touré und Pape Badji entwickelte sich in der ersten Hälfte kein eigentliches Spiel. Nervosität war Trumpf, Fehler reihte sich an Fehler, Ballverlust an Ballverlust. Hinzu kamen eklatante Abschlussschwächen. Neuenburgs Top-Skorer Quinton Day beispielsweise wies am Schluss eine Quote von 5/23 bei den Feldversuchen auf, Edwin Draughan kam auf 3/15. Keine Mannschaft fand ihren Rhythmus, es war ein Geknorze. So blieb das Skore denn auch so tief wie kaum einmal.

Nach Pause Niveauanstieg

Lagen die Gäste in den ersten 20 Spielminuten mehrheitlich leicht vorne, schaffte kurz vor der Pausensirene Tresor Quidome eine kleine Wende. Neuenburg konnte mit einem Pünktchen Vorsprung in die Kabine (20:19). Bis dahin war bei den Neuenburgern eigentlich einzig Jules Aw für Punkte verantwortlich. Das Heimteam kehrte zielstrebiger zurück und fand immer besser zu seinem Spiel. Kampfgeist und Aggressivität stiegen an. Hollins schien erwacht zu sein und brachte seine Farben in die Poleposition. Nach einem für Olympic bitteren 0:9 lag der Gastgeber plötzlich mit zehn Punkten vorne (38:28; 24.). Die Freiburger Slobodan Miljanic und Jonathan Kazadi waren immer wieder überfordert. Glücklicherweise übernahmen die beiden Youngster Arnaud Cotture und Marko Mladjan Verantwortung. Ihnen war es zu verdanken, dass Olympic am Ende des dritten Spielabschnittes nicht bereits entscheidend distanziert war.

Der Olympic-Express rollt

Was man bis dahin nicht zu sehen bekommen hatte, wurde jetzt den 1425 Zuschauern reichlich geboten. Plötzlich lief Olympics Maschinerie auf Hochtouren. In der Defensive begann man, nun härter und aggressiver auf den Mann zu spielen. Immer mehr Rebounds wurden eine Beute der Freiburger. Da war Cotture in meisterlicher Verfassung. Stand es in der 32. Minute noch 52:47 für die Neuenburger, drehten die Saanestädter den Spiess um. Ein brutales 10:0 bis zur 34. Minute sorgte für die Wende. Wieder schwanden die Kräfte der Neuenburger im letzten Spielabschnitt. Als Mladjan aus gut zehn Metern einen Wahnsinns-Dreier setzte, schien dies der K.-o.-Schlag zu sein. Drei Minuten vor Schluss sollte ein 10-Punkte-Polster ausreichen (54:64).

Doch erst jetzt kam die Zeit des Quinton Day. Seine beiden einzigen Dreier sorgten für Hochspannung in der Schlussphase. Das Publikum schrie seine Mannen zu Höchstleistungen. Olympics Vorsprung schmolz dahin (64:66; 39.). Während nun die Freiburger allesamt an Nervenflattern von der Freiwurflinie litten (2/8 in 30 Sekunden), machten es die Hausherren besser (71:72 10 Sekunden vor Ende). Nun schienen die Freiburger von allen guten Geistern verlassen worden zu sein und machten alles falsch, was man nur falsch machen kann. So verwertete Mladjan 1,8 Sekunden vor der Sirene nur den ersten seiner beiden Freiwürfe, während er den zweiten wohl absichtlich danebensetzte, was bös hätte ins Auge gehen können. Mit viel Glück, der notwendigen Steigerung nach der Pause und einer aggressiveren Defensive haben die Freiburger den Sieg aber nicht gestohlen.

 

Telegramm

Neuenburg – Olympic 71:73 (20:19)

Riveraine. 1425 Zuschauer. SR: Bertrand/Hjartason/Novakovic.

Olympic:Kazadi (12), Draughan (8), Miljanic (8), Cotture (14), Kovac (7), Mladjan (8), Uliwabo (8).

Neuenburg:Quidome (5), Hollins (11), Day (16), Aw (24), Fridel (8), Savoy (7), Louissaint.

Bemerkungen:Chapman, Calasan (Olympic) und Touré, Badji (Neuenburg) gesperrt. 5 Fouls: Savoy (39.), Day (40.).–Teilresultate: 11:13; 9:6; 28:23; 23:31.

Stand Serie(best of 5): 1:2.

2. Halbfinal:Genf – Lugano Tigers 94:89 (46:36); Stand 1:2.

Reaktionen: «Der Start war extrem schwierig»

D ie Wellen, welche die Handgreiflichkeiten vom letzten Mittwoch ausgelöst hatten, schwappten immer noch hoch. So auch vor der Begegnung am Samstag, als Olympic in der Halle des Gegners vor dem Anpfiff zu einer unüblichen Pressekonferenz einlud.

So wurde darüber informiert, dass die Klubleitung den gesperrten Nemanja Calasan intern weiterhin sanktionieren und nicht mehr einsetzen wird. Des Weiteren wurde der Basketballverband informiert, dass Clint Chapman, der zweite gesperrte Spieler Olympics, laut Videobeweis zu Unrecht sanktioniert wurde und dessen Sperre ungerechtfertigt sei. Im Falle einer Niederlage hätten die Freiburger am Samstag offiziell Protest eingereicht. Von der Neuenburger Klubleitung nahm niemand dazu Stellung, denn man wolle erst den Entscheid des Einzelrichters abwarten, meinte Präsident Andrea Siviero.

Hocherfreut und glücklich über den Erfolg in der Gästehalle zeigten sich Olympic-Trainer Petar Aleksic, welcher mit Gesichtsschutz auf dem Bänkchen sass, da er sich ja einem chirurgischen Eingriff an seiner gebrochenen Nase unterziehen musste, und auch Spieler Edwin Draughan. «Der Start war extrem schwierig und ungewöhnlich ohne die gross gewachsenen Spieler unter dem Korb», sagte der Amerikaner. Dieselbe Meinung vertrat auch Neuenburgs Trainer Manu Schmitt. Dieser lobte zuerst sein Team, dem er keinen Vorwurf machen könne. Alle hätten alles gegeben, so dass er stolz sein dürfe. Lobende Worte fand er aber auch für Chris Uliwabo und Marko Mladjan, welche viel zum Sieg der Gäste beigetragen hätten. bb

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