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Olympic startet als klarer Aussenseiter

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Der NLA-Final zwischen Lugano und Olympic ist der Klassiker des Schweizer Basketballs. Die beiden Teams stehen sich im neunten (!) Jahr in Folge in einer Playoff-Serie gegenüber–stets im Halbfinal oder Final. Die letzten fünf Serien haben die Tessiner allesamt für sich entschieden. Und auch dieses Jahr spricht so ziemlich alles für den Qualifikationssieger. Bereits der Heimvorteil ist für Lugano ein grosses Plus. Zu Hause haben die Tessiner in dieser Saison noch kein einziges Mal den Platz als Verlierer verlassen. Von 16 Heimspielen haben sie 16 gewonnen. Das hat seine Gründe. Teamcheck.

 

 Die Ausländer

Auch wenn die Anzahl spielberechtigter Ausländer pro Team in den letzten Jahren Schritt für Schritt reduziert worden ist, spielen die Import-Spieler im Schweizer Basketball immer noch eine äusserst wichtige Rolle. Lugano verfügt in Sachen Ausländer für NLA-Verhältnisse über ein wahres Luxusquintett. Dadurch, dass Mohammed Abukar während der Saison zu Lugano zurückgekehrt ist, brennen jeweils fünf fast gleichwertige Ausländer auf einen der vier Startplätze. Beim letzten Halbfinalspiel in Genf konnte sich Trainer Andrea Petitpierre deshalb beispielsweise erlauben, Devin Sweetney, mit 20,7 Punkten im Schnitt während der Qualifikation immerhin zweitbester Skorer der Liga, auf der Tribüne zu lassen. Denn nebst Sweetney stehen mit Abukar, Matt Schneidermann, Rickey Gibson und Travis Watson vier weitere überdurchschnittlich starke US-Amerikaner im Team. Der 33-jährige Watson ist wohl sogar der beste Spieler auf Schweizer Parkett überhaupt.

 Bei Olympic sind die Ausländerpositionen sicher nicht vergleichbar stark besetzt. Dadurch, dass die Sperre gegen Nemanja Calasan zumindest vorübergehend aufgehoben worden ist, kann Freiburg immerhin mit vier Import-Spielern auflaufen. Doch Calasan fehlt der Rhythmus. Mitte März zum Team gestossen, litt er zunächst an einer Oberschenkelverletzung und fehlte anschliessend fast während des gesamten Halbfinals wegen einer Sperre. Slobodan Miljanic, Edwin Draughan und Clinton Chapman müssen ihrerseits konstant gute Leistungen zeigen, um mit den Lugano-Ausländern auf Augenhöhe zu sein. Ihre starke Leistung im letzten Halbfinalspiel in Neuenburg gibt in diesem Zusammenhang immerhin Grund zur Hoffnung.

 

 Die Schweizer

In Sachen Schweizer ist Olympic sicher breiter besetzt. Mit Jonathan Kazadi, Marko Mladjan, Roberto Kovac und Arnaud Cotture verfügt Freiburg über vier junge Nationalspieler. Aufseiten Luganos sticht in erster Linie Derek Stockalper heraus. Der erfahrene Flügel ist mit 17 Punkten im Schnitt bisher der beste Schweizer Skorer der Playoffs. Insgesamt ist davon auszugehen, dass es nicht die Schweizer Spieler sind, die in dieser Serie die entscheidende Rolle spielen werden.

 

 Innenspieler

Unter den Körben liegt Luganos grosser Vorteil. In dieser Zone haben die Tessiner auch im Halbfinal gegen Genf in erster Linie für den Unterschied gesorgt, indem sie beispielsweise pro Spiel 9,5 Rebounds mehr holten als der Gegner. Der Hauptgrund dafür heisst Travis Watson. Der 33-Jährige, der für Bologna, Mailand und Zalgiris Kaunas in seiner Karriere bereits 62 Spiele in der Euroleague absolviert hat, ist der Hauptgrund für Luganos Dominanz in dieser Saison. «Der hat in der Schweiz nichts verloren», hatte Neuenburgs Trainer Manu Schmitt nach dem ersten Saisonspiel seines Teams gegen Lugano gesagt. Imad Fattal, Präsident des Halbfinal-Gegners Genf, sah das ganz ähnlich, als er sagte: «Watson hat sich wohl in der Meisterschaft geirrt.»

Der Center, der im Trikot Mailands 2008 bester Rebounder der Euroleague war, in den letzten zwei Saisons wegen Verletzungen jedoch bei keinem Team unter Vertrag stand, ist mit seinen 203 Zentimetern und seinen 115 Kilogramm unter dem Brett tatsächlich eine Wucht. 18 Punkte und vor allem überragende 14 Rebounds hat er im Lugano-Dress in dieser Saison pro Spiel gesammelt. Mit Rückkehrer Abukar steht ihm nun auch noch ein fast ebenbürtiger Partner unter dem Korb zur Seite. Der 208 Zentimeter grosse Amerikaner hat in diesen Playoffs ebenfalls 18 Punkte pro Spiel markiert.

Olympics grosse Männer Chapman und Calasan–unterstützt von Cotture und Mladjan–werden also alle Hände voll zu tun haben, um das Duo zu stoppen. Wenig spricht dafür, dass dies wunschgemäss gelingen wird. Chapman beispielsweise hat gerade einmal 7 Rebounds pro Spiel aufzuweisen.

 

 Aussenpositionen

Olympic ist das einzige Team der Playoffs, das in der Startaufstellung mit Jonathan Kazadi auf einen Schweizer Spielmacher setzt. In den Playoffs hat der junge Berner dem Spiel Freiburgs bisher noch zu wenig seinen Stempel aufgedrückt. Das muss sich schlagartig ändern. Denn mit Sweetney (20,7 Punkte) oder Gibson (12) stehen ihm starke amerikanische Spielgestalter gegenüber, die auch regelmässig skoren. Auch in diesem Bereich sind deshalb Vorteile für Lugano zu erwarten.

Auf den Flügeln müssen sich somit Draughan, Kovac und Miljanic als sehr treffsicher erweisen, um die übrigen Defizite Olympics wettzumachen. Immerhin waren die Freiburger mit einer Trefferquote von 36 Prozent in der Qualifikation das beste Team von der Dreipunktelinie. Allerdings nur knapp vor Lugano (35,2), das mit Schneidermann oder Stockalper ebenfalls über gute Schützen verfügt.

 

 Fazit

 Obwohl es im Direktduell in dieser Saison nach Siegen 2:2 steht, ist Lugano im Final der haushohe Favorit. Das Team des erfahrenen Andrea Petitpierre, der dem akribisch und hart arbeitenden Freiburg-Trainer Petar Aleksic ebenfalls in nichts nachsteht, ist in Sachen Einzelspieler besser besetzt als Olympic. Zudem verfügen die Tessiner auch noch über das deutlich erfahrenere Team. Die Unbekümmertheit der Jugend und ihr aussergewöhnlicher Teamgeist sind die Haupttrümpfe, die die Freiburger Equipe in die Waagschale werfen kann. Zum Vorteil könnte für den Aussenseiter werden, dass Olympic nichts zu verlieren hat. Der Finaleinzug ist bereits ein schöner, unerwarteter Erfolg. Alles andere wäre eine sensationelle Zugabe.

 

«Der hat in der Schweiz nichts verloren»: Travis Watson.Nemanja Calasan. 

Sperren: Calasan und Co. dürfen heute spielen

Der Schweizer Basketballverband hat in der Angelegenheit rund um die Tumulte während des zweiten Halbfinalspiels zwischen Olympic und Neuenburg immer noch keinen Entscheid gefällt. Die Verfahren gegen die drei Freiburger Spieler Nemanja Calasan, Clinton Chapman und Arnaud Cotture bleiben weiter offen. Gestern hat der Einzelrichter bekannt gegeben, dass er sich zusätzlich bis Montag Zeit nehmen will. Bis dahin sind die drei Freiburger spielberechtigt und können also heute in Lugano auflaufen. In den Fokus rückt der Einzelrichter in erster Linie die Geschehnisse im Kabinengang. Um besser beurteilen zu können, was dort passiert ist, wartet er deshalb noch auf die Aussagen der anwesenden Security-Leute. fm

Programm

Zunächst zwei Spiele in Lugano

Basketball, Männer. Nationalliga A. Final (best of 7). 1. Match:Samstag, 3. Mai, 17.30 Uhr: Lugano Tigers – Freiburg Olympic.2. Match:Dienstag, 6. Mai, 19.30 Uhr: Lugano Tigers – Freiburg Olympic.3. Match:Samstag, 10. Mai, 17.30 Uhr: Freiburg Olympic – Lugano Tigers.4. Match:Dienstag, 13. Mai 20.00 Uhr: Freiburg Olympic – Lugano Tigers.5. Match (eventuell):Samstag, 17. Mai, 17.30 Uhr: Lugano Tigers – Freiburg Olympic.6. Match (eventuell):Dienstag, 20. Mai, 20.00 Uhr: Freiburg Olympic – Lugano Tigers.7. Match (eventuell):Freitag, 23. Mai, 19.30 Uhr: Lugano Tigers – Freiburg Olympic.

Die Direktduelle der Saison 13/14:

10. November:

Lugano – Olympic 77:66 (35:25)

22. Dezember:

Olympic – Lugano 86:66 (45:31)

18. Januar:

Lugano – Olympic 75:65 (33:39)

15. März:

Olympic – Lugano 102:81 (47:34)

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