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Olympic steht bereits im Playoff-Final

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Olympic steht bereits im Playoff-Final

Die Freiburger verwerten ersten Matchball gegen Lugano kopf-, glanz- und herzlos

Olympic hat mit dem dritten Sieg gegen die giftzahnlosen Lugano Snakes den Final erreicht. Das Koller-Team konnte selten überzeugen und muss sich, egal ob der Finalgegner Boncourt oder Monthey heissen wird, defensiv gewaltig steigern und mit mehr Köpfchen spielen.

Von BEAT BAERISWYL

«Nachdem wir gesehen hatten, dass Lugano ohne Quidome und Dudukovic antritt, haben wir die Partie auf die leichte Schulter genommen und einen einfachen Sieg erwartet. Dies wäre beinahe ins Auge gegangen. Unsere defensive Passivität und Luganos Wurfqualitäten an diesem Nachmittag liessen uns 40 Minuten zittern», meinte Captain Jaquier nach dem 114:105-Erfolg. Olympic tut gut daran, dieses Spiel so schnell wie möglich zu vergessen und sich voll und ganz auf die am kommenden Samstag beginnende Finalserie zu konzentrieren.

Luganeser Jugend und Routine

Vom Kader her gesehen hätte gerade diese dritte Partie zu einem «Spaziergang» für die Saanestädter werden sollen, denn neben dem an der Schulter verletzten Quidome musste auch der gross gewachsene Dudukovic verletzungshalber passen und war gar nicht erst nach Freiburg gereist. Doch die Tessiner wollten ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen. Dennoch schien das Spiel den erwartet klaren Verlauf zu nehmen, führte die Heimmannschaft doch nach knapp zwei Minuten bereits mit 9:2. Mit 5 Dreiern bis zum Ende des ersten Viertels aber stellten die dezimierten, aber mit viel Herz und Treffsicherheit spielenden Snakes den Spielverlauf auf den Kopf und führten plötzlich mit 20:25.

Auf Freiburger Seite vermisste man die viel gepriesene aggressive Defensive. Vor allem unter dem eigenen Korb wurde während der gesamten Partie bös gesündigt. Nicht weniger als 15 Offensivrebounds erkämpften sich die Gäste. Ein schlechtes Zeichen für die körperlich doch überlegenen Freiburger . . .

Dusan Mladjan – Junior mit Power

Ohne die 3:0-Siegesserie der Freiburger in diesem Halbfinale schmälern zu wollen, muss doch die Leistung des jungen, erst 16-jährigen Dusan Mladjan erwähnt werden. Nach den diversen Abgängen zentraler Spieler in dieser Saison kam er in den Stammfünfer des Meisters und steigerte sich kontinuierlich. Am Samstag war er mit 33 Punkten Top-Skorer und überragender Akteur auf dem Feld. Diesen Namen muss man sich merken, denn er könnte einmal in die Fussstapfen eines gewissen Harold «Magic» Mrazek treten. Trainer Nikolic wollte aber nach dem Spiel nicht bloss die Leistung seines jungen Talentes erwähnen, sondern fand lobende Worte für sein ganzes Kader, das einsatzmässig einen würdigen Saisonabschluss gezeigt hat. Aber: Die Snakes werden vielleicht gar von der Bühne verschwinden, hat der Klub doch noch keine Lizenz für die kommende Saison erhalten. Wird die kommende NLA-Meisterschaft gar ohne Tessiner Team stattfinden?

Reaktion nach der Pause bleibt aus

Die beiden ersten Begegnungen wurden jeweils kurz nach der Pause vorentschieden. Jedermann auf Seiten der Olympic-Spieler hatte am Samstag dasselbe erwartet. Doch der physische Einbruch der Gäste aus dem Tessin blieb diesmal aus. Ganz im Gegenteil: Der abtretende Meister wollte seine letzte Chance noch packen. Raga, Polite und eben Dusan Mladjan wuchsen über sich hinaus. «Gegen eine solche Trefferquote, wie sie Lugano in dieser Partie aufwies, sah jede Verteidigung schlecht aus. Wir haben kopflos gespielt und so darf man nicht ans Werk gehen. Jedoch lieferten wir die Bestätigung, dass alle Olympic-Spieler auch bloss Menschen und keine Roboter sind!»

Jaquiers Dreier und Borters Routine

Wieder einmal war es Max Jaquier, der mit seinen Dreiern im richtigen Moment für die nötigen Punkte sorgte (vom 85:80 zum 95:86). Die vielen Fouls im letzten Spielviertel führten zu zahlreichen Freiwürfen, bei denen sich Sebastien Borter als Meisterschütze erwies. Er wurde am Schluss Top-Skorer seines Teams, wies mit 8 von 8 Freiwürfen und 2 von 2 Dreiern eine makellose Wurfbilanz auf und wurde nach Spielende mit einem Freiburger Vacherin als bester Akteur ausgezeichnet.

Den Freiburgern bleibt eine Woche Zeit, um sich auf die Finalserie vorzubereiten, die wieder in der Heilig-Kreuz-Halle beginnen wird. Der Gegner aber wird erst am Dienstag oder Donnerstag ermittelt. Momentan führt Boncourt nach einem knappen Heimsieg (104:103 n. V.) mit 2:1. Eines ist sicher: Eine so desolate, mental schwache Leistung wie am Samstag kann man sich wohl kaum mehr erlauben.
Inakzeptable Einstellung

3:0 gegen den Meister; was will man mehr an der Saane? Doch dieses 3:0 täuscht. Lugano war nicht mehr das «Grande Lugano» der letzten Jahre.

Geldnot prägte das Geschehen. Trainer Milutin Nikolic musste seinen gesamten Stammfünfer im Verlaufe der Saison opfern: «Der Verlust von Sassella, Edwards, Verginella, Rimac, Locatelli und Dudukovic wiegen schwer. Aber junge Spieler haben den Durchbruch geschafft und darauf bin ich stolz. Für heute wollte ich mein Team besonders motivieren, was bei einem 0:2-Rückstand nicht einfach ist. Aber heute haben wir Grosses geleistet mit dem Kader, das wir zur Verfügung hatten», meinte Milutin Nikolic. Stütze Manuel Raga sagte: «Heute haben wir Olympic alles abverlangt. In der ersten Hälfte durften wir noch auf ein Wunder hoffen. Doch die Freiburger haben die Qualifikation verdient, denn physisch und technisch sind sie top.»

Auf Freiburger Seite meinte Spieler-Trainer Koller: «Wir haben uns seriös auf diese Partie vorbereitet, aber wenn man im Kopf nicht bereit ist, kann es nicht laufen. Wir sind heute nicht für ein Spiel angetreten, sondern um die Freikarten fürs Finale abzuholen. Eine solche Einstellung ist inakzeptabel. Am Mittwoch in Lugano zeigten wir nach der Pause eine Reaktion, die blieb heute aus. Alle warteten auf den Zusammenbruch Luganos und der kam nicht . . .» Eine ähnliche Meinung vertrat auch Maxime Jaquier: «Dies war sicher keine optimale Vorbereitung für das Finale. Wir wollten unser wahres Gesicht zeigen, aber es lief schief. Viel Arbeit wartet in dieser Woche auf uns.»

Über einen Wunsch-Finalgegner wollte sich niemand äussern, denn beide Teams (Boncourt und Monthey) sind sehr heimstark, spielen offensiv spektakulären Basketball und besitzen über eine grosse Fangemeinde. Mit Sicherheit wird es eine heisse Best-of-5-Serie. bb
Olympic – Lugano 114:105 (53:51)

Heilig-Kreuz-Halle; 1700 Zuschauer; SR: Bertrand/Pizio.
Freiburg Olympic: Dar-Ziv (12); Ceresa (2); Montonati (11); Jaquier (16); Wegmann (8); Koller (11); Borter (22); Seydoux (16); Baniak (16).
Lugano: Hodel (8); Scalena; Polite (26); Raga (32); A. Mutapcic; Mladjan (33); Kobilic; Th. Quidome (3); M. Mutapcic (3).
Bemerkungen: Olympic ohne Kirmaci (verletzt), Bucher nicht eingesetzt; Lugano ohne Tresore Quidome und Dudukovic (verletzt). – Technische Fouls: Nikolic (16.) Karageorgakis (28.); 5 Fouls: Hodel (37.), A. Mutapcic und M. Mutapcic (40.), Mladjan (40.). – Beste Spieler: Borter/ Mladjan. Viertelsresultate: 22:25; 31:26; 26:26; 35:30.

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