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Olympic steht vor einem riesigen Berg

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«Natürlich haben meine Spieler im Hinterkopf, dass wir die letzten fünf Partien gegen Genf verloren haben», sagt Olympics Trainer Petar Aleksic. Frustriert sei deswegen aber niemand. «Denn wir wissen ja, warum wir die Spiele verloren haben. Das Hauptproblem ist, dass es Genf immer wieder gelingt, mit vielen Fouls bei uns den Rhythmus und die Moral zu brechen. So fallen wir immer wieder in minutenlange Konzentrationslöcher, in denen wir einfache Punkte zulassen.»

 Mit Yoga zum Erfolg?

 Die Worte Konzentration und Kopf fallen immer wieder, wenn Aleksic über die bevorstehende Halbfinalseriespricht. «Wenn du gegen Genf spielst, musst du mental sehr tough sein. Du darfst nie den Kopf verlieren. Ungeduldige Spieler wie Marko Mladjan oder Roberto Kovac haben in diesen Partien deshalb oft schlecht ausgesehen.» Aleksic hofft, dass sich seine Mannschaft in den Playoffs nun mental gefestigter zeigt. Diese Woche hat er sein Team sogar zu Yoga-Einheiten verknurrt. «Und ich habe jeden Tag Einzelgespräche geführt.»

Herkulesaufgabe für Smith

Natürlich aber warten auf Freiburg nicht nur im mentalen Bereich grosse Herausforderungen. Dass die Genfer die Qualifikation auf Rang eins abgeschlossen haben, ist kein Zufall. Sie verfügen mit Andrej Stimac, Chace Stanback, Kenneth Barker und Juwann James über ein starkes Ausländerquartett sowie etwa mit Dusan Mladjan oder David Ramseier über hervorragende Schweizer Spieler–und über viel Breite im Kader. «Genf wird wohl mit zehn Spielern rotieren und so genügend Luft haben, um ein Pressing auf dem gesamten Feld aufzuziehen.»

 Olympic seinerseits verfügt nicht auf allen Positionen über dieselbe Breite im Kader wie Genf. Eine grosse Herausforderung wartet beispielsweise auf den zuletzt formschwachen Spielmacher Jamie Smith. Weil mit Jonathan Kazadi der zweite Spielmacher weiterhin verletzungsbedingt ausfällt, wird er jede Partie mehr oder weniger durchspielen müssen. «Es wird sehr tough für ihn», sagt Aleksic. «Er wird es gleich mit vier verschiedenen Gegenspielern aufnehmen müssen.»

Cotture und Calasan angeschlagen

Nicht nur auf der Spielmacherposition droht Freiburg Ungemach. Mit Nemanja Calasan (Schulter) und Arnaud Cotture (Knöchel) sind zwei wichtige Spieler angeschlagen. Zwar ist davon auszugehen, dass sie auf die Zähne beissen werden, allerdings ist schwierig abzuschätzen, wie stark das Duo durch seine Verletzungen eingeschränkt wird. Aleksic hofft, voll auf die beiden zählen zu können. «Cotture ist mein Schlüsselspieler. Er ist so wichtig für die dreckigen Aufgaben–die Offensivrebounds, die aggressive Defensive. Leider war er in den letzten zwei Monaten immer wieder verletzt oder angeschlagen. Wir bezahlen nun den Preis dafür, dass er so viel arbeitet», spielt Aleksic auf Cottures fast schon unmenschliche Doppelbelastung an. Der junge Handelsschulabsolvent macht neben dem Basketball in dieser Saison ein Praktikum bei der Groupe E. Das Arbeitspensum? 100 Prozent!

Zwei Top-Trainer

Egal ob mit oder ohne Cotture: Olympic verfügt sicherlich über die schwächeren Einzelspieler als Genf. Gegen viele Teams hat Freiburg dank Trainerfuchs Aleksic jeweils im taktischen Bereich Vorteile und ist so am Ende als Kollektiv stärker. Doch mit dem Kroaten Ivan Rudez steht auch in Genf ein erfahrener, sehr guter Trainer an der Linie. Aleksic schätzt ihn deutlich stärker ein als etwa die Trainer der beiden anderen Halbfinalisten, Luganos Andrea Petitpierre oder Neuenburgs Emmanuel Schmitt. «Lugano und Neuenburg wären deshalb einfachere Gegner gewesen. Diese Teams sind zum Teil überhaupt nicht vorbereitet. Das sage nicht etwa bloss ich, das sagen die Spieler selbst. Genf und Freiburg hingegen sind die beiden Teams, die immer auf jede Situation vorbereitet sind.»

 Nicht nur auf die Spieler, sondern auch auf Aleksic wartet also eine grosse Herausforderung. Er sieht sich mit einigen Knacknüssen konfrontiert. Wie zum Beispiel spielt man am besten gegen Genfs starke Mischung aus schnellen Akteuren und grossen, reboundstarken Innenspielern? «Spielen wir mit einem Shot-Line-up, bekommen wir Probleme bei den Rebounds. Spielen wir mit vielen gross gewachsenen Spielern, haben wir Probleme mit der Schnelligkeit. Wir müssen herausfinden, welche Probleme uns am wenigsten schmerzen.»

Konstant unter Strom

 Allen Herausforderungen zum Trotz siehtPetarAleksic sein Team nicht zwangsläufig auf verlorenem Posten. «Unsere Chance, den Final zu erreichen, ist vielleicht nicht riesig, aber ich bin überzeugt, dass wir mithalten können. Dazu müssen wir aber an uns glauben. Es ist deshalb so wichtig, dass wir mal wieder ein Spiel gegen Genf gewinnen. Sobald uns das gelingt, werden sich die Vorzeichen in dieser Serie grundlegend ändern.»

Welches sind die Schlüssel zum Erfolg? «Wir müssen unser Spiel durchsetzen», sagt Aleksic. Statistisch betrachtet ist es das Duell zwischen der besten Offensive (Genf) und der besten Defensive (Freiburg). «Normalerweise gewinnt in diesen Vergleichen dann die bessere Defensive. Nur haben wir in den Direktduellen immer viel zu viele Punkte zugelassen. Wenn wir das Resultat in den 70er-Punkten halten, können wir gewinnen.» Und wie schafft Olympic das? «Indem wir immer die nächsten fünf Sekunden im Kopf haben, in jedem Moment des Spiels unter Strom stehen.»

«Das Hauptproblem ist, dass es Genf immer wieder gelingt, mit vielen Fouls bei uns den Rhythmus und die Moral zu brechen.»

Petar Aleksic

Trainer Freiburg Olympic

«Lugano und Neuenburg wären einfachere Gegner gewesen. Diese Teams sind zum Teil überhaupt nicht vorbereitet.»

Petar Aleksic

Trainer Freiburg Olympic

Playoff-Halbfinal

Der Spielplan

Playoff-Halbfinal (Serie best of 5) zwischen Genf (1.) und Freiburg Olympic (4.). Der Spielplan:

Spiel 1:Genf – Olympic heute 17.30 Uhr.Spiel 2:Genf – Olympic, Mittwoch, 29. April, 19.30 Uhr.Spiel 3:Olympic – Genf, Samstag, 2. Mai, 17.30 Uhr.Spiel 4 (eventuell):Olympic – Genf. Dienstag, 5. Mai, 19.30 Uhr.Spiel 5 (eventuell):Genf – Olympic Donnerstag, 7. Mai, 19.30 Uhr.

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