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Olympic und das kalkulierte Risiko

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Damien Leyrolles, was erwarten Sie von Ihren neuen Amerikanern Arizona Reid, Darrius Garrett und Edwin Draughan?

Mit Arizona Reid haben wir einen Skorer engagiert. Seine Schwäche ist die Defensive. Er hat physische Qualitäten, aber nicht im Sinne, dass er hoch springen kann. Reid ist ein Leader auf dem Parkett, ein Winnertyp. Darrius Garrett wird einige Zeit brauchen, bis er sich eingewöhnt hat. Es ist sein erstes Jahr in Europa. Er ist jung und wird nicht der grosse Punktesammler sein. Aber Garrett ist lernbegierig. Zudem wird er den jungen Arnaud Cotture und Sebastian Hoch keine Spielminuten wegnehmen, weil er selten mehr als zwanzig Minuten auf dem Feld stehen wird. Edwin Draughan schliesslich soll auf dem Parkett eine Führungsrolle übernehmen. Seine Qualitäten sind unumstritten.

 Mit Stefan Petkovic, Oliver Vogt und Dave Esterkamp haben gleich drei Stammspieler den Club verlassen. Welchen Einfluss wird dies auf die Mannschaft haben?

Vogt hätte ich gerne behalten. Aber ich stehe zu hundert Prozent hinter der Club-Politik, langfristig zu denken und auf die Jungen zu setzen. Sicher ist, dass in dieser Saison viele Herausforderungen auf uns warten, sei es individuell oder für das Kollektiv. Verändert hat sich sicherlich unsere defensive Stabilität. Wollen wir in der Verteidigung bestehen, müssen alle am selben Strick ziehen. In der Offensive bin ich hingegen überzeugt, dass wir mit den Besten mithalten können, auch wenn wir mit Esterkamp unseren besten Skorer verloren haben.

 

 Viel Verantwortung liegt auch auf den Bisherigen wie Brendon Polyblank, Ron Yates und insbesondere Jonathan Kazadi.

Polyblank hat im Sommer hart trainiert und rund zehn Kilogramm weniger auf den Rippen. Dies macht sich natürlich bemerkbar. Er ist nun wieder schneller. Polyblank hat einiges gutzumachen. Ich glaube fest daran, dass er dazu imstande ist. Yates nimmt nach dem Abgang von Vogt unter dem Korb eine noch wichtigere Rolle ein, zumal Garrett unerfahren ist. Kazadi wird grundsätzlich unser Spielmacher sein, auch wenn Draughan diese Aufgabe auch erfüllen kann. Mit seinen Knieproblemen müssen wir leben. In seinem Fall sind Schmerzen «normal». Wenn er gut spielt, wird er die Schmerzen vergessen.

 

 Sieben Stammspieler plus drei Nachwuchsleute im Kader–ist das nicht ein bisschen zu knapp?

Ja, das ist so, da muss man ehrlich sein. Uns stehen nur gerade fünf erfahrene Spieler zur Verfügung, wobei ich Kazadi dazuzähle. Garrett, Roberto Kovac und Ian Savoy sind noch junge Spieler, hinzu kommen Chris Uliwabo, Hoch und Cotture aus der Akademie. Unsere Bank ist ziemlich kurz. Wir wissen, dass andere Vereine stärker besetzt sind. Aber unser Ziel ist es, die jungen Spieler an die NLA heranzuführen. Wir dürfen nicht nur diese Saison im Auge haben, sondern auch die nächsten.

 

 Welches sind aber die Ziele für die Saison 2012/13?

Wir sind ambitioniert, auch wenn wir nicht den Meistertitel als Ziel haben. Auf dem Papier sehe ich Genf, Lugano und Vacallo auf den ersten drei Plätzen. Ich wünsche mir, dass wir das Team sein werden, welches unmittelbar dahinter klassiert sein wird. Wir können die drei Spitzenteams kitzeln, aber genauso gut gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte in Schwierigkeiten geraten. Die Liga ist ausgeglichen, es ist ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Niederlage.

 

 Sie persönlich nehmen Ihre siebte Saison als Olympic-Trainer in Angriff. Machen es die vielen Wechsel in der Mannschaft einfacher?

In diesem Jahr starten wir von weiter unten als auch schon. Diese Herausforderung ist auch für mich stimulierend. Trotzdem haben wir auch Kontinuität, weil ein kleiner Kern der Mannschaft geblieben ist. Grundsätzlich haben wir ein paar wegweisende Entscheide getroffen, indem wir erfahrene Spieler abgegeben haben und nun auf jüngere setzen. Es ist eine Saison mit kalkulierten Risiken.

 

 

Damien Leyrolles. Bild aw/a

«Wir können die Spitzenmannschaften kitzeln, aber genauso gut gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte in Schwierigkeiten geraten.»

Damien Leyrolles

Trainer Freiburg Olympic

Kader

Freiburg Olympic Saison 2012/2013

Jg. cm Pos.

4 J. Kazadi 91 191 1, 2

5 C. Uliwabo 93 187 1

11 B. Polyblank (Nzl) 78 197 3, 4

12 Y. Savoy 90 187 2, 313 R. Yates (USA) 82 201 4 14 R. Kovac 90 189 2, 3

21 E. Draughan (USA) 82 196 1, 2

22 S. Hoch 94 201 4, 5

24 A. Cotture 95 203 4, 5

30 A. Reid (USA) 86 196 3, 4

32 D. Garrett (USA) 90 208 4, 5

 

Trainer:Damien Leyrolles.Assistent:Mehdy Mary.

 

Zuzüge:Draughan (Lugano Tigers), Garrett (University of Richmond, NCAA I). Reid (Mitteldeutscher BC, Aufsteiger 1. Bundesliga).

 

Abgänge:Esterkamp (USA, Rücktritt?), Forbes (Eng, ?), Johnson (USA, ?), S. Petkovic (Tsmoki Minsk, Ukr), Schwab (Union Neuenburg), Thomas (USA, ?), Vogt (Geneva Lions).

Spielerprofile: Allrounder und ein Block-Spezialist

S ieben Stammkräfte stehen im Kader von Olympic, das von den jungen Chris Uliwabo, Sebastian Hoch und Arnaud Cotture komplettiert wird.

 

Jonathan Kazadi

Trotz seinen erst 21 Jahren ist Kazadi bereits ein Schlüsselspieler. Der Internationale geniesst das Vertrauen von Trainer Leyrolles und ist auf der Position des Spielmachers die Nummer 1. Kazadi kann das Spiel gut lesen und ist ein kompletter Spieler. Ein Fragezeichen steht hinter seiner Gesundheit. Bereits in jungen Jahren hat er erhebliche Kniebeschwerden.

Brendon Polyblank

Der Neuseeländer enttäuschte letzte Saison. Der vermeintliche Teamleader war träge, hatte nur selten Einfluss auf das Spiel. Nun hat er zehn Kilogramm abgespeckt und will beweisen, dass er mehr kann. Polyblank ist mit seiner aufsässigen Verteidigungsarbeit ein Beispiel für das ganze Team.

Yan Savoy

Wie Kazadi ist Savoy ein Eigengewächs des Clubs. Der 22-Jährige bringt alles mit, um ein guter NLA-Spieler zu sein. Was ihm fehlt, ist das nötige Selbstvertrauen, weshalb er auf dem Parkett noch zu viele falsche Entscheide trifft.

Ron Yates

Yates ist ein athletischer Spieler, der sich unter dem Korb Raum verschaffen kann. Auch aus der Halbdistanz verfügt er über einen guten Wurf. Zuweilen fehlt es dem Rebound-starken Amerikaner an Konstanz. Er ist einer der Leader in der Kabine.

Roberto Kovac

Der Tessiner hatte in seinem ersten Jahr die nicht einfache Aufgabe, in die Fussstapfen von Tresor Quidome und Vladimir Buscaglia zu treten. Dies ist ihm noch nicht gelungen. Der gute Werfer nutzte seine Spielminuten zu wenig konsequent, war trotz seinem Talent zu zaghaft. In der Vorbereitung hat er angedeutet, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist.

Edwin Draughan

Mit Draughan hat Trainer Leyrolles seinen Wunschspieler erhalten. Der polyvalente Amerikaner, der bereits in der Saison 2009/10 das Olympic-Trikot getragen hat, ist einer der besten Ausländer der Liga. Der filigrane Techniker kann eine Partie im Alleingang entscheiden.

Arizona Reid

Der Amerikaner kennt die Liga, spielte bereits bei Genf und Monthey. Reid hat das Potenzial, um Olympics Topskorer zu werden. Im Gegensatz zu Yates ist er ein physischer, aber kein athletischer Spieler. Dennoch sind seine Schwächen in der Defensivarbeit auszumachen.

Darrius Garrett

Der «Rookie» bestreitet seine erste Saison in Europa. Garrett ist kein Punktesammler. Der Center besticht durch seine Sprungkraft. Seine Spezialität sind die Blocks. Er hält in den USA den College-Rekord mit 14 in einem Spiel. fs

Für Krebsliga: 5 Franken Eintritt

W enn Olympic morgen Sonntag um 16 Uhr in der Halle im St. Leonhard gegen Aufsteiger Neuenburg sein erstes Heimspiel austragen wird, läuft dies unter dem Motto «Operation volle Halle». Erwachsene zahlen fünf Franken Eintritt, Jugendliche bis 16 Jahre können der Partie gratis beiwohnen. Sämtliche Einnahmen der von Sponsor Groupe E und Olympic initiierten Aktion gehen an die Freiburger Krebsliga, um diese im Kampf gegen den Brustkrebs zu unterstützen. Zudem wird Olympic im Heimspiel vom 21. Oktober gegen Massagno zum dritten Mal in rosa-farbenen Trikots auflaufen, welche anschliessend versteigert werden. Auch der Erlös dieser Aktion wird an die Krebsliga weitergeleitet. fs

Nationalliga A: Genf in der Rolle des Favoriten

D ie ersten vier Ränge dürften an Genf, Titelverteidiger Lugano, Vacallo und Olympic gehen. Ein kurzer Blick auf die neun Gegner der Freiburger in der NLA.

 

Lions Genf: Mit Center Vogt und Spielmacher Parker (USA) haben sich die Genfer weiter verstärkt. Der Top-Favorit auf den Titel.

 

Lugano Tigers: Top-Ausländer Abukar verliess den Club; nun bürgen Mladjan, Stockalper und die Neuen Molteni und Ramseier nebst den vier Söldnern für Qualität.

 

SAV Vacallo: Mit Albrecht, M. Petkovic und Schwaiger wechselten drei Spieler von Basel ins Tessin. Das grösste Plus ist Trainer Pastore.

 

BBC Monthey: Mit Mafuta (Genf) kam ein Nati-Spieler. Der Verlust von Playmaker Parker wiegt aber schwer.

 

Union Neuenburg: Der Aufsteiger kann auf die Dienste von Quidome zählen. Mit Aw und Badji wurden erfahrene NLA-Asse geholt.

 

BBC Boncourt: Die Jurassier sind wie kaum eine andere Mannschaft von den Ausländern abhängig, trotz der Rückkehr von Center Dos Santos.

 

BBC Nyon: Das kleinste Budget der NLA und doch fünf Ausländer in der Mannschaft. Wie stark werden diese aber sein? Ein Abstiegskandidat.

 

Basel Starwings: Mussten einen Aderlass bei den Schweizer Spielern hinnehmen. Dafür blieben die drei Ausländer McCrory, Jenkins und Burrows.

 

SAM Massagno: Lebt im Schatten von Lugano und Vacallo. Will mit vier neuen Amerikanern den Klassenerhalt schaffen. Zu schwache einheimische Spieler. fs

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